an anderer Stelle hier im Forum wurde bereits auf dieses Gerät hingewiesen, das fast einen Monat lang bei Kleinanzeigen angeboten wurde. 280€ erschien mir jetzt nicht überteuert, aber braucht man heutzutage noch ein 8-Spur Gerät, wenn man nicht gerade selbst Musik auf analogem Weg produzieren will? Da das Gerät aber eben Wochen lang nicht verkauft wurde und jetzt am Wochenende ein guter Bekannter mit dem Auto nach Köln musste, weil keine Züge fuhren, war meine Neugierde zu groß und die Gelegenheit zu günstig, da er so nett war, das Gerät für mich abzuholen und mitzubringen.
Hier mal das Bild aus dem Angebot, die Spulen waren allerdings nicht dabei:
Wie bereits vom Verkäufer erwähnt, wurden hier augenscheinlich Revox-Teile verwendet.
Das Bedienteil lässt sich leicht entfernen und ist nur mit einem großen Stecker verbunden:
Links kann man die einzelnen Spuren zur Aufnahme anwählen, die Highcom Rauschunterdrückung an- oder ausschalten und zwischen Vor- und Hinterband umschalten. Links sind die typischen Laufwerksfunktionen. Was RTZ bedeutet ist mir allerdings nicht klar und auch nicht, wieso "reset" in Verbindung mit der Stop-Taste. Vielleicht das Zählwerk zurücksetzen?
Nach dem Entfernen der Frontplatte sieht es doch sehr nach B77 (oder PR99) aus:
Die Vorderseite des Geräts enthält den Power-Knopf und Pegelanzeigen für alle Kanäle:
Dahinter befinden sich die Audiokarten. Erwartungsgemäß 8 Stück:
Hier mal Beispielhaft eine Karte (sind einfach nur gesteckt) mit ein paar Detailfotos:
Ein Blick ins Gerät zeigt wieder Vertrautes: Capstan-Regelung, Laufwerkssteuerung etc. wie man sie von der B77 kennt:
Auch die Netzteilplatine ist vertraut, hat aber größere Gleichrichterdioden und eine stärkere Sicherung. Der Motoraufdruck deutet darauf hin, dass das Gerät ca. 1982 gebaut wurde. Der Trafo scheint ein anderer zu sein. Da er in einem Blechgehäuse ist, ist das schwer zu sagen. Unter dem Trafo sitzt eine weitere Netzteilplatine, die speziell für das Gerät ist. (Leider schwer zugänglich, daher kein Foto):
Es fällt mir etwas schwer, die Tonköpfe zu beurteilen. Ich würde aber sagen, die sehen durchaus noch gut aus:
Da ansonsten im Gerät nichts "Schlimmes" zu sehen war, habe ich es mal vorsichtig angeschaltet. Soweit so gut, Capstan läuft, Laufwerkssteuerung funktioniert. Mangels 1/2"-Band habe ich dann einfach mal ein 1/4"-Band aufgelegt:
Wiedergabe läuft. Die Endabschaltung funktionierte nicht. Danach fiel mir erst auf, dass die Kabel vom Bandsensor abgelötet sind. Das Zählwerk zeigt 0:00, aber bewegt sich nicht. Da es sich um ein Vollspur-Mono-Band handelt, dachte ich, dass man im Idealfall auf 4 Ausgängen was hören müsste. Immerhin war an Ausgang 5 und 6 was zu hören. Soweit so gut. Die Capstan-Regelung setzt manchmal kurz aus, aber die muss eh raus, weil da natürlich ein Rifa drauf sitzt. Ich hoffe, man kommt da gut ran...
Die Revox-Teile sind ja nicht das Problem. Bei den Audio-Karten hoffe ich, dass die mehr oder weniger in Ordnung sind und die Trimmer noch alle in Ordnung. Mal ganz abgesehen davon, dass die nicht beschriftet sind und man daher nicht weiß, was durch welchen eingestellt wird, mangelt es ja alleine schon an einem 1/2" Messband. Von daher hoffe ich, die möglichst unberührt lassen zu können.
Hat jemand von euch irgendwelche Informationen zu dem Gerät? Vielleicht sogar eine Anleitung bzw. Service-Unterlagen? Zum Hersteller TTS habe ich bisher an sich nicht viel gefunden.
30.01.2024, 03:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.2024, 06:26 von revojo.)
Moin Robert,
Ja cool, dass du dich der Maschine angenommen hast! Ich habe nach der Entdeckung auf Kleinanzeigen auch schon ein wenig recherchiert und konnte nichts finden. Wäre klasse, wenn jemand noch Infos bereitstellen könnte. Hat der Verkäufer etwas zur Vorgeschichte des Geräts gesagt?
Gruß
revojo
Gratulation, da hast du eine schön handliche 8-Spur Maschine erworben.
Der Preis ist auch in Ordnung.
1/2 Zoll Material ist auch noch bezahlbar.
Da das Laufwerk auf Revox Bauteilen basiert lässt sie sich im Fehlerfall auch recht einfach reparieren.
Da Dickschichtregler zum Abgleich eingebaut sind zeugt das schon von einem soliden Layout der Karten.
Stromlaufpläne für die Audiokarten wären natürlich gut.
(30.01.2024, 03:41)revojo schrieb: Hat der Verkäufer etwas zur Vorgeschichte des Geräts gesagt?
Ich hatte jetzt vorher nicht weiter danach gefragt, könnte ich vielleicht noch nachholen...
(30.01.2024, 06:10)Tondose schrieb:
(30.01.2024, 01:40)q-tip schrieb: Was RTZ bedeutet ist mir allerdings nicht klar
Return to zero?
Klingt sinnvoll. Vielleicht läuft das Zählwerk nicht, weil der Tape Sensor fehlt? Die PR99 zählt ja auch nur bei eingelegtem Band.
(30.01.2024, 07:37)bobhund schrieb: Ich hab noch ein paar Halbzollkerne, falls du die gebrauchen kannst?
Ja, ich hatte mir jetzt ein paar gebrauchte 1/2"-Bänder gekauft aber ein paar Kerne mehr um eine 1/4"-Spule umzubauen wären vielleicht nicht schlecht. Ich schreib Dir mal ne Nachricht.
30.01.2024, 14:59 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.2024, 22:22 von bitbrain2101.)
Hallo Robert,
wenn sich der schwarz/durchscheinend geviertelte Ring an der Umlenkrolle rechts vom Capstan mitdreht, könnte das der Geber für das Zählwerk sein. Ich sehe nur keine Lichtschranke.
30.01.2024, 21:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.2024, 21:41 von Wenni.)
Die High Com - Bausteine (BS 5356) sind original Telefunken - Module, das sind die aus dem CN750 (d.h. ohne Dolby). Sind bei 8 Spuren ja auch immerhin 16 St.
30.01.2024, 23:58 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.01.2024, 00:00 von q-tip.)
Ich habe dann heute mal die Capstan-Steuerung ausgebaut. Wenn man das Laufwerk so halb schräg abstützt, geht das ganz gut. Der Rifa hatte tatsächlich noch keine Risse, ist aber natürlich trotzdem rausgeflogen. Dann noch ein paar Philllips-Elkos, die nur noch ~15 µF statt 47 µF hatten. Der Schleifer auf dem Trimmer hatte auch keinen richtigen Kontakt mehr, was dann wohl auch die kurzzeitig schwankende Motordrehzahl erklärt hat. Den neuen Trimmer einzustellen war etwas umständlich, weil man im Betrieb nicht dran kommt. Also immer anschalten, messen, ausschalten, verstellen, wieder an. Ging aber doch schneller als gedacht und jetzt läuft der Motor auch wieder stabil.
Wo ich gerade dabei war, habe ich auch die Laufwerkssteuerung ausgebaut und die beiden Frakos darauf getauscht. Der große Lastwiderstand auf der Platine hat 820 Ohm, also wohl doch eher PR99 als B77 - die hat an der Stelle 1,2k.
Als nächstes habe ich der Reihe nach die jeweils zueinander passenden Eingänge und Ausgänge mit Quelle und Verstärker verbunden. Immerhin bei 5 Kanälen läuft das Signal einmal durchs Gerät und kommt wieder raus. Drei bleiben stumm. Ich habe dann alle Karten einmal ausgebaut und die Steckkontakte gereinigt. Leider ohne Veränderung. Durch vertauschen der Verstärkerkarten wanderten die defekten Kanäle auch nicht an eine andere Stelle. Der Fehler liegt wohl woanders...
die Kiste gefällt mir irgendwie.
Ist zwar sinnloses Spielzeug, aber sind das nicht alle Bandgeräte heutzutage?
Frage: Könnte man damit auch 4 x Stereo nacheinander aufnehmen?
Dann wäre es ja doch nicht so ganz sinnlos.
(31.01.2024, 08:24)janbunke schrieb: Frage: Könnte man damit auch 4 x Stereo nacheinander aufnehmen?
Da man jede Spur für die Aufnahme einzeln aktivieren kann, spricht da denke ich nichts gegen. Ist halt die Frage, wie stark das Übersprechen der Nachbarspur ist. Wäre für den zweiten Stereo-Kanal zwar nicht so entscheidend, aber auf der anderen Seite der Spur liegt dann ja immer was ganz anderes.
Wenn das Übersprechen ein Problem darstellen sollte, könntest Du immer noch auf drei Stereo-Programme reduzieren und zwischen ihnen je eine Spur freilassen.
Hatte ich noch nicht gesehen. Die Motoren haben den gleichen Datumsstempel.
Wenn es da wirklich nur 15 Stück von gibt, ist es auch kein Wunder, dass man fast nichts dazu findet.
Ich bin schon etwas weitergekommen in den letzten Wochen.
Zunächst hatte ich mal geprüft, ob durch die jeweils 8 Eingangs- und Ausgangsübertrager noch ein Signal durchkommt:
Diese sind vom Typ Haufe ST1725 und ST4726. Habe ich nichts zu gefunden, aber soweit funktionieren auch alle.
Dann habe ich in die Steuereinheit reingeschaut. Viel zu sehen gibt es da aber nicht:
Auch die zusätzliche Netzteilplatine, die unter den Trafo geschraubt ist, habe ich genauer betrachtet:
Hier werden die 27V der Revox-Netzteilplatine übernommen. Zusätzlich gibt es einen weiteren Gleichrichter, der ca. 32V ausgibt. Für beide Spannungen werden dann noch -27V und -32V erzeugt und dann gibt es auch noch einen 5V Ausgang. Da das alles soweit funktioniert, habe ich an der Platine bisher nichts weiter gemacht. Zumindest gemessen scheinen die Elkos auch in Ordnung zu sein.
Dann war ja aus irgendeinem Grund vom Bandende-Sensor nur noch die Halterung vorhanden, während die passenden Kabel dazu einfach frei in der Nähe rumhangen. Mit der hier im Forum schon mehrfach erwähnten Kombination aus SFH309A und SFH4350 ließ sich die Funktion recht schnell wiederherstellen. Ich kann allerdings auch bestätigen, dass die Abschaltung so eigentlich ein bisschen zu empfindlich ist. Da es 1/2"-Bänder aber eher nicht in dünnerer Ausführung gibt, war das bisher kein Problem.
Dann stellte sich noch heraus, dass der Bandbewegungssensor nicht funktionierte und das Geräte auf Play ging, bevor das Band stand. Ich hatte beim ersten Ausbau schon gesehen, dass da auf der Laufwerkssteuerung mal was repariert wurde, aber genauer hatte ich mir das nicht angeschaut. Es zeigte sich, dass da wohl mal ein Transistor abgeraucht ist oder zumindest sehr heiß geworden. Die Leiterbahnen waren in dem Bereich auch stark beschädigt. An sich wurde das aber schonmal repariert und neben dem Transistor auch ein paar Widerstände und eine Diode erneuert. Eine zweite defekte Diode wurde aber wohl übersehen. Nach dem Tausch funktionierte auch der Bandbewegungssensor wieder.
Während des ganzen fiel mir auf, dass das Zählwerk manchmal 1-2 Sekunden rückwärts gelaufen ist, während es sonst ja immer auf 0:00 stand. Es zeigte sich, dass zur rechten Bandführung durchaus mehrere Kabel gehen, diese aber nicht mehr verbunden sind. An der Rolle sitzt wie oben auf den Fotos zu sehen eine Scheibe, die in vier Abschnitte eingeteilt ist und abwechselnd transparent und dunkel eingefärbt ist. Insgesamt sind dort 4 Kabel. Einmal Masse und 17V und dann noch zwei Drähte. Alle gehen zur Steuereinheit. Ein Test mit den zwei Drähten zeigte, dass je nach dem, in welcher Reihenfolge und wie schnell diese mit Masse verbunden werden, das Zählwerk vorwärts oder rückwärts läuft. Man bräuchte also nur irgendeinen Sensor. Kennt hier jemand zufällig eine Aufbau dieser Art aus anderen Geräten? Ich würde gerne das vorhandene Zählwerk weiterverwenden, weiß aber nicht so genau, wie.
Und dann war da natürlich noch das Thema mit den 8 Audioplatinen. Zunächst gab es da reichlich Kontaktprobleme, da diese teils auch stark verdreckt oder korrodiert waren. Mit einer kleinen 1/2"-Bandsammlung von eBay und durch viel herumtauschen zeigte sich dann, welche Karten funktionierten und welche Probleme machen. Zwei fehlerhafte Karten ließen sich durch Reinigung der gesockelten ICs wiederbeleben. Zudem habe ich die Elkos überprüft und mit Hilfe der technischen Daten zu den HighCom Bausteinen auch in etwa herausgefunden, wie das Eingangs- und Ausgangssignal über die Platine läuft. Letztendlich habe ich jetzt 6 Karten, die funktionieren. Eine verursacht ein deutliches Störgeräusch und eine sorgt dafür, dass keine Karte mehr funktioniert. Aber die Bänder von eBay waren größtenteils auch mit 8 Spuren bespielt und fast nie wurden zwei nebeneinander liegende Spuren bespielt. Von daher würde man ja mit 6 Karten erstmal zurecht kommen.
Eine Testaufnahme (2 CD-Spieler auf 4 Eingänge, 4 Ausgänge auf zwei Stereo-Verstärker) verlief ebenfalls positiv. Wobei die Aufnahmepegel zwischen den Kanälen etwas variieren. Prinzipiell funktioniert es aber.
Von daher läuft das Gerät soweit schonmal ganz gut und das B77/PR99 Laufwerk inkl. Elektronik wurde hier geschickt als kostengünstige Basis verwendet. Nur die Bremsen tun einem etwas leid. Wenn da ein 1/2"-Band auf Aluspulen mit voller Geschwindigkeit spult und man dann stoppt, dauert es schonmal bis zu 10 Sekunden, bis das Band steht.
Wenn ich jetzt noch das Zählwerk ans Laufen bekomme, wäre ich soweit erst mal zufrieden. Vielleicht hat jemand von euch ja einen guten Tipp dazu.
31.08.2025, 11:51 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.08.2025, 14:53 von wimann.)
q-tip schrieb:Hallo,
ich habe einen älteren Beitrag von Dir gelesen zur 1/2"/8-Spur Maschine TTS PR-8.
Hast Du vielleicht irgendwelche Unterlagen für das Gerät oder weitere Informationen?
Mir ist auch so ein Gerät zugelaufen, das aber nicht richtig funktioniert.
Gruß
Robert
Hallo Robert
Deine Post ist vor langer Zeit geschrieben - doch Deine Nachricht findet gerade zu mir.
-wow- Die erste Info zu einer PR-8 !!! Und Du hast eine an Land ziehen können? Schön, ich freue mich für Dich. Find ich super gut, dass Du sie wieder ans Laufen bekommen willst. Nach dieser langen Postlaufzeit sollte ich besser fragen, was denn der Stand der Dinge ist?!
Die WG vor 30 - 35 Jahren.
Der Übungsraum mit Powermixer und Ofenheizung.
Wegen Fernsehtechniker bin ich dann also Mixer geworden. Der Duschraum -bang- Wanddurchbruch - und schon hatten wir ein "Tonstudio". Aber sonst nix. Tja, da musste (m)ein Pult her. Ein 16-4-2 in gut-und-günstig... und da kam ein Angebot, die alte Bandmaschine aus der Uni. Nur ein Kanal ging noch ansatzweise. Im Angebot waren unvollständige Schaltbilder, teilweise handgezeichnet, zum Analogteil als auch zum cmos-Grab. Es fehlten Infos zur highcom-Abteilung. Insgesamt ein bunter Mix an Unterlagen, gesammelt in einem braunen Pappumschlag. Aber es gab auch ein fragwürdig-gutes BASF-Referenzband. Perfekt um schließlich die PR-8 wieder fit zu bekommen. Es gab da irgendwo noch eine Telefonnummer. Es meldete sich ein ehemaliger tts-Projekt-Beteiligter. Das highcomm sei nie richtig fertig geworden. Viel Einstreuung vom Löschoszi und damit instabiler Einsatz der Kompander. Sein Tipp: Mehr Abschirmblech. Viel mehr. Doch so wurde Projekt-8 zu teuer und hing im Zeitplan, es sei schließlich unfertig abgewickelt worden. Daher die geringen Stückzahl und deren Verbreitung vornehmlich nach "osten".
Ich bin schon recht neugierig welchen Weg deine Maschine gegangen sein mag.
Statt highcomm hab ich einen 8-Kanal Denoiser von Behringer nachgeschaltet. Die PR-8 bekam einen Anschluss für einen gebastelten 8-Kanal-Vorband-Mixer/Patchbay. Für Monitoring ohne Latenz. Oder einen schnellen Mix. Das ist gut wenn man zu wenig Züge im Mischpult hat. Zusammen mit der Fernsteuerung (am Case des Mischpults montiert) ist das super praktisch: Die Maschine kann ein paar Meter weg vom Ohr stehen. Sie macht ja schon ein paar Laufgeräusche. Und die Pegelanzeige ist nicht umsonst so gross.
Und so haben wir einige nette Demobänder mit Bands gemacht; meist so zwei/drei Wochenenden pro Ding. Aufbau/Einspielen/Soli/Background/Remix.
Das ist wie gesagt lange her. Durch Job, Abriss des Ü-Raum, Umzug und überhaupt, hat sich das Demo-machen erledigt. Pult und PR-8 sind bei mir geblieben, waren mir immer heili Aber abgebunkert im trockenen Keller. Daneben der Umzugkarton voll mit unseren Masterbänder; jede Session ein Ampex 456 Grand Master.
Vor ein paar Jahren akzeptierte ich meine Liebe zum tragbaren Tonbandgerät. Leider. Die PR-8 hat ja Henkel. Dann kamm DAT auf, die gabs auch tragbar, fürs Studio UNENTBEHRLICH. Viel später eine A77-Halbspur-Koffer, es kamen report-ICs ebenso wie die Rörenkoffer... frisch reingekommen ein Marantz PMD222...
Wie könnte ich Dir helfen?
Meine ist das letzte Mal aktiv vor 30 Jahren benutzt worden. Als ich den Beitrag schrieb hatte ich peinlicherweise den Sammelordner mit Schaltunterlagen gesucht und nicht wiederfinden können! Asche auf mein Haupt! Weggekommen ist das keinesfalls - nur zu gut weggelegt. Ich suche weiter. Auch wenn ich schon alles mehrfach abgesucht hab. -möööp- Zudem ist die Capstan-Andruckrolle der Riemenpest zum Opfer geworden. Original für B77 bei Revox 70€. Benötigt werden zwei! (Es soll Gummi-Hydraulik-Schläuche mit passenden Durchmesser geben - wäre ein Versuch, so eine Art Präser über den Messingkern der Andruckrolle). Auch blöde: Ampex 456 neigt zum Schmieren - vielleicht hilft es die Bänder zu backen. Macht man das auch bei "Master-Band"?
Es ist also alles nur heiße Luft was ich Dir zur Zeit anbieten kann.
Was macht Deine RTZ - das ReturnToZero? Lichtschranke am Flügelrad okay?. Das RTZ hatte stets gut funktioniert, war aber auch langsam, muss immer voll stoppen um dann wieder vor bzw. zurück gen Null zu fahren. Hier wäre was selbst-programiertes für Arduino ein guter Ersatz.
Jetzt habe ich mich leer geredet - und gehe zum Flohmarkt - ist ja Sonntag!
Gruß Gerd
sehr interessante Ausführungen. Falls Du die Unterlagen noch wiederfindest habe ich auf jeden Fall Interesse daran. Also an einer Kopie davon.
Andruckrollen gibt es bei Heroms für 37€. Mit denen habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Bei mir sind die noch in Ordnung oder wurden schon einmal getauscht.
Leider hat sich am Zustand meines Gerätes seit meinem letzten Beitrag (auch schon wieder 1,5 Jahre her...) nicht viel geändert. Das Zählwerk läuft auch noch nicht, da wollte ich eigentlich mal schauen, was für ein Sensor da passt. Vielleicht steht dazu ja was in Deinen Unterlagen.
Ansonsten hatte ich nochmal ein paar gebrauchte Bänder von eBay gekauft angehört, das lief soweit gut. Seit dem ist aber nicht viel passiert.