16.12.2009, 18:44
Hallo Oldman,
da sich hier keiner von den Spezis meldet, will ich es kurz versuchen und nur grob darauf eingehen.
Bei einem Viertelspurgerät benötigt man zur genauen Kopfhöheneinstellung ein spezielles Justierband mit Zwischenspuraufzeichnung.
Aber es geht auch optisch, indem man ein Klarsichtband abspielt und mittels Lupe die Kopfhöhe so justiert das das Kernpaket für den linken Kanal (oben) gerade mit der Bandkante abschließt, bzw. etwa 1/10mm über dem Band herausschaut.
Hierbei sind wechselseitige Einstellungen an allen drei Schrauben erforderlich, da sie sich gegenseitig beeinflussen.
Die Kopfsenkrechtstellung (vorn/hinten) kann man mittels kleinem rechtem Winkel überprüfen, soweit man dafür Platz und Anlagepunkte (parallel zum Chassis) findet.
Anderenfalls kann man sich auch am vorbeilaufenden Band orientieren und durch seitliches Schauen auf Parallelität (Lichtspaltmethode) zum Band justieren.
Ist die Höhe (Spurlage) der Köpfe justiert, stellt man mittels Bezugs-, Justier-, oder Band mit guter Eigenaufnahme den Azimutwinkel des Wiedergabekopfes mit der seitlichen Justierschraube auf beste Höhenwiedergabe ein (bei Stereoaufnahme auf beste Räumlichkeit).
Anschließend startet man eine Musik- Aufnahme und justiert während dieser den Azimut des Aufnahmekopfes (Zeitverzögerung beachten) an der seitlichen Justierschraube bei gleichzeitiger Wiedergabe (Überbandjustage).
Nach dieser Grobeinstellung sollte die Kopfhöhe nochmals überprüft und ggf. nachjustiert werden.
Die Azimuteinstellung beider Köpfe muß dann natürlich ebenfalls wiederholt werden.
Bei höheren Ansprüchen an die Genauigkeit ist ein Bezugsband oder Justierband mit Frequenz zur Azimutjustage notwendig.
Hierbei kann mittels Millivoltmeter auf Pegelmaximum oder mittels Zweikanal- Oszi eine Grobjustierung bei z.B. 1kHz und eine Feinjustierung bei etwa 10...18kHz nach der Phasenfehlermethode erfolgen.
Der Aufnahmekopf wird wie gehabt bei eingespeistem Sinussignal ebenfalls vor und anschließend feineingestellt.
Das Oszi verbleibt dabei immer am Wiedergabeverstärkerausgang.
Es gibt natürlich noch andere bewährte Einstellmethoden, je nach Anspruch und vorhandenem Equipment.
In den vergangenen Jahren wurde auch dieses Thema bei den Grundlagen hier schon viel und breit diskutiert, so das man über die Suche sicher noch ein paar hilfreiche Beiträge findet.
Gruß
Bernd
da sich hier keiner von den Spezis meldet, will ich es kurz versuchen und nur grob darauf eingehen.
Bei einem Viertelspurgerät benötigt man zur genauen Kopfhöheneinstellung ein spezielles Justierband mit Zwischenspuraufzeichnung.
Aber es geht auch optisch, indem man ein Klarsichtband abspielt und mittels Lupe die Kopfhöhe so justiert das das Kernpaket für den linken Kanal (oben) gerade mit der Bandkante abschließt, bzw. etwa 1/10mm über dem Band herausschaut.
Hierbei sind wechselseitige Einstellungen an allen drei Schrauben erforderlich, da sie sich gegenseitig beeinflussen.
Die Kopfsenkrechtstellung (vorn/hinten) kann man mittels kleinem rechtem Winkel überprüfen, soweit man dafür Platz und Anlagepunkte (parallel zum Chassis) findet.
Anderenfalls kann man sich auch am vorbeilaufenden Band orientieren und durch seitliches Schauen auf Parallelität (Lichtspaltmethode) zum Band justieren.
Ist die Höhe (Spurlage) der Köpfe justiert, stellt man mittels Bezugs-, Justier-, oder Band mit guter Eigenaufnahme den Azimutwinkel des Wiedergabekopfes mit der seitlichen Justierschraube auf beste Höhenwiedergabe ein (bei Stereoaufnahme auf beste Räumlichkeit).
Anschließend startet man eine Musik- Aufnahme und justiert während dieser den Azimut des Aufnahmekopfes (Zeitverzögerung beachten) an der seitlichen Justierschraube bei gleichzeitiger Wiedergabe (Überbandjustage).
Nach dieser Grobeinstellung sollte die Kopfhöhe nochmals überprüft und ggf. nachjustiert werden.
Die Azimuteinstellung beider Köpfe muß dann natürlich ebenfalls wiederholt werden.
Bei höheren Ansprüchen an die Genauigkeit ist ein Bezugsband oder Justierband mit Frequenz zur Azimutjustage notwendig.
Hierbei kann mittels Millivoltmeter auf Pegelmaximum oder mittels Zweikanal- Oszi eine Grobjustierung bei z.B. 1kHz und eine Feinjustierung bei etwa 10...18kHz nach der Phasenfehlermethode erfolgen.
Der Aufnahmekopf wird wie gehabt bei eingespeistem Sinussignal ebenfalls vor und anschließend feineingestellt.
Das Oszi verbleibt dabei immer am Wiedergabeverstärkerausgang.
Es gibt natürlich noch andere bewährte Einstellmethoden, je nach Anspruch und vorhandenem Equipment.
In den vergangenen Jahren wurde auch dieses Thema bei den Grundlagen hier schon viel und breit diskutiert, so das man über die Suche sicher noch ein paar hilfreiche Beiträge findet.
Gruß
Bernd
