25.02.2009, 22:25
Lieber Peter,
das ist hier keine Fage der Ideen, sondern dessen, was dein einzuflickender Baustein in der bestehenden Schaltung an Folgen auslöst. Zusätzlich musst du im Auge behalten, dass auch dein Baustein Ansprüche an die Schnittstelle stellt, an der du das ihm zugedachte Signal abzapfen willst.
An der Stelle, die du uns abgebildet hast, findet natürlich über Q501 und Q502 die Aufbereitung der Aufsprechverzerrung statt, die schon ohne weitere Trennstufe das 20-k-Ohm-Pot treiben muss, an dessen Schleifer die Aufsprechendstufe angeschlossen ist. Dein Aussteuerungsmessbaustein besitzt nun keinen konstanten Eingangswiderstand, sondern einen, der vom erforderlichen Verstärkungsfaktor abhängt und zwischen 50 kOHm und 150 kOhm variiert. Damit würde ich nicht mehr direkt an den Korrekturverstärkerausgang gehen, weil man sich mehr Probleme einfangen kann, als einem lieb ist. Zudem ist die VA-Amplitude mit meist gut 700 mV (bei mir waren das immer so um 750 mV herum) nicht so hoch, wie sie unter Umständen von deiner ELV-Schaltung erwartet wird.
Der Ausweg springt ins Auge: Guido Besimo oder Paul Zwicky sahen mit Q503 eine Trennstufe vor, die mit 2 V eine saftige Ausgangsspannungsamplitude bereitstellt und zudem den Korrekturverstärker im Sinne des Erfinders 'in Ruhe lässt'. Jene Trennstufe kann neben den Revox-VUs problemlos auch noch deinen ELV-Anzeiger mitversorgen.
Schließe deinen Messgeräteeingang also an Pin 2 der Platinensteckfassung an (Masse natürlich an Masse...) und justiere R1 des ELV-Bausteins mit einem stehenden +3-VU-Sinuston (400 Hz bis 1 kHz) auf -3dB Anzeige der ELV-LED-Kette. Fertig. Bei 19 cm/s kannst du mit 3 % Klirrfaktor bis gut +3dB aussteuern, bei 9,5 würde ich mich etwas zurückhalten und nicht zu lange oberhalb von 0VU/0dB verbleiben, weil der Klirrfaktor bei 9,5 oberhalb von 514 nWb/m und 315 Hz schon deutlicher, sprich hörbar anwächst.
Die Anzeige von +3dB auf dem ELV-Messgerät ist ein klein wenig knapp, zwei, drei weitere LEDs zur Anzeige von +4, +5 und +6 dB wären nicht abwegig gewesen.
Zur Einweggleichrichtung sei angemerkt, dass ich meinen Müller-Weigert-Lichtzeiger (LDPR) für Schallplattenaufnahmen durch eine irt-kompatible, bis heute mit dem Lichtzeiger gemeinsam betriebstüchtige Selbstbauschaltung ansteuerte. Auch dabei fand nur eine Einweggleichrichtung Verwendung, die für die Audio-Messzwecke nie an signifikant problematische Grenzen stieß, was meine Messprogramme vor Masterbändern noch heute belegen. Der Umpolfehler jedoch ist natürlich mit meinen -heute- existierenden Messsignalen als vergleichsweise dramatisch nachzuweisen. Übrigens habe ich den besagten Messverstärker bis in den Beginn der Digitaltage verwendet, weil seine Integrationszeit deutlicher unter 10 ms lag.
Hans-Joachim
das ist hier keine Fage der Ideen, sondern dessen, was dein einzuflickender Baustein in der bestehenden Schaltung an Folgen auslöst. Zusätzlich musst du im Auge behalten, dass auch dein Baustein Ansprüche an die Schnittstelle stellt, an der du das ihm zugedachte Signal abzapfen willst.
An der Stelle, die du uns abgebildet hast, findet natürlich über Q501 und Q502 die Aufbereitung der Aufsprechverzerrung statt, die schon ohne weitere Trennstufe das 20-k-Ohm-Pot treiben muss, an dessen Schleifer die Aufsprechendstufe angeschlossen ist. Dein Aussteuerungsmessbaustein besitzt nun keinen konstanten Eingangswiderstand, sondern einen, der vom erforderlichen Verstärkungsfaktor abhängt und zwischen 50 kOHm und 150 kOhm variiert. Damit würde ich nicht mehr direkt an den Korrekturverstärkerausgang gehen, weil man sich mehr Probleme einfangen kann, als einem lieb ist. Zudem ist die VA-Amplitude mit meist gut 700 mV (bei mir waren das immer so um 750 mV herum) nicht so hoch, wie sie unter Umständen von deiner ELV-Schaltung erwartet wird.
Der Ausweg springt ins Auge: Guido Besimo oder Paul Zwicky sahen mit Q503 eine Trennstufe vor, die mit 2 V eine saftige Ausgangsspannungsamplitude bereitstellt und zudem den Korrekturverstärker im Sinne des Erfinders 'in Ruhe lässt'. Jene Trennstufe kann neben den Revox-VUs problemlos auch noch deinen ELV-Anzeiger mitversorgen.
Schließe deinen Messgeräteeingang also an Pin 2 der Platinensteckfassung an (Masse natürlich an Masse...) und justiere R1 des ELV-Bausteins mit einem stehenden +3-VU-Sinuston (400 Hz bis 1 kHz) auf -3dB Anzeige der ELV-LED-Kette. Fertig. Bei 19 cm/s kannst du mit 3 % Klirrfaktor bis gut +3dB aussteuern, bei 9,5 würde ich mich etwas zurückhalten und nicht zu lange oberhalb von 0VU/0dB verbleiben, weil der Klirrfaktor bei 9,5 oberhalb von 514 nWb/m und 315 Hz schon deutlicher, sprich hörbar anwächst.
Die Anzeige von +3dB auf dem ELV-Messgerät ist ein klein wenig knapp, zwei, drei weitere LEDs zur Anzeige von +4, +5 und +6 dB wären nicht abwegig gewesen.
Zur Einweggleichrichtung sei angemerkt, dass ich meinen Müller-Weigert-Lichtzeiger (LDPR) für Schallplattenaufnahmen durch eine irt-kompatible, bis heute mit dem Lichtzeiger gemeinsam betriebstüchtige Selbstbauschaltung ansteuerte. Auch dabei fand nur eine Einweggleichrichtung Verwendung, die für die Audio-Messzwecke nie an signifikant problematische Grenzen stieß, was meine Messprogramme vor Masterbändern noch heute belegen. Der Umpolfehler jedoch ist natürlich mit meinen -heute- existierenden Messsignalen als vergleichsweise dramatisch nachzuweisen. Übrigens habe ich den besagten Messverstärker bis in den Beginn der Digitaltage verwendet, weil seine Integrationszeit deutlicher unter 10 ms lag.
Hans-Joachim
