Motoren
#2
Hallo Andreas,

die Wickelmotoren sind in der Regel einfacher aufgebaut, als Kapstanmotoren. Die Kapstanmotoren müssen eine sehr genaue Drehzahlkonstanz haben. Hier gibt es unterschiedliche Wege. Der Einfachste ist der Synchronmotor. Er hat einen Rotor aus Dauermagneten und einen Stator aus Wicklungen. Er dreht sich nach der Frequenz der Antriebsspannung. Uher Royal de Luxe hat so einen. Wenig Verschleiß, weil er keinen Kollektor hat. Nachteil, wenn er mit Netzfrequenz betrieben wird, kann man die Drehzahl ohne Tricks nicht verändern. Die Variocord hatte einen Asynchron-Motor. Da er einen 'Schlupf' benötigt, ist die Drehzahl lastabhängig. Das kann man, wie bei der A77 mit einer Regelung ausgleichen, indem die Solldrehzahl mit der Istdrehzahl verglichen wird. Dann gibt es in neueren Maschinen noch andere Motortypen. Reine Gleichstrommotoren, die die Nachteile des Kollektorfeuerns und Verschleiß haben, sind mir allerdings nicht bekannt. Das muss aber nichts heißen. Das Uher CR210 hatte einen s.g. kollektorlosen Gleichstrommotor. Das war im Prinzip eine Art Drehstrommotor, der über einen elektronischen Phasenschieber angesteuert wurde. Vorteil ist die Verschleißarmut, weil der Kollektor fehlt.

Warum die Hersteller unterschiedliche Lösungen favorisiert haben, weiß ich nicht. Vielleicht unterschiedliche Philosophien? Das Schlagwort 'kollektorloser Gleichstrommotor' war wohl werbewirksamer, als 'drehzahlgeregelter Wechselstromasynchronmotor'.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
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[Kein Betreff] - von highlander - 07.10.2004, 09:59
[Kein Betreff] - von mash - 07.10.2004, 11:49
[Kein Betreff] - von highlander - 07.10.2004, 13:23
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[Kein Betreff] - von rolie384 - 07.10.2004, 23:05

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