28.11.2008, 00:13
Zur guten Nacht vielleicht noch ein Hinweis von mir.
Wie Friedrich oben schon uneingeschränkt zutreffend andeutete, haben die Kopfspiegelresonanzen nicht das geringste mit "Resonanzen" zu tun. Oszillografisch sehen sie zwar wie eine gedämpfte Schwingung aus, sind es aber nicht. Vielmehr handelt es sich hier um magnetisch-induktive Nebenschlüsse über den Kopfkern insgesamt, also nicht mehr über den Kopfspalt allein. Damit handelt es sich um ein Wiedergabephänomen, das abhängig ist von der Gestalt des Kopfspiegels und seiner Breite (Jürgen spricht oben im Eifer des Gefechtes von Kopfspalt, was er sicher nicht gemeint hat, denn der Spalt spielt im Gegensatz zum Kopfspiegel hier keine ursächliche Rolle).
Kopfspiegelbreite und physikalische Dimension des Kopfes sind aber ebenso wie die Bandgeschwindigkeit fix, weshalb sich das Phänomen jener Welligkeiten im Frequenzgang in direkter Abhängigkeit von der aufgezeichneten Wellenlänge (also der Bandwellenlänge) niederschlägt. Solange die Bandwellenlängen klein sind gegenüber der Kopfspiegelbreite, für die wiederum wegen eines guten Tiefenfrequeunzgangs eine Mindestspiegelbreite nicht unterschritten werden sollte, tritt das Phänomen nicht auf. Sobald die aufgezeichnete Wellenlänge aber in den Bereich der Kopfspiegelbreite gerät, kommt es zu den besagten Nebenschlüssen (= die Kraftlinien treten nicht nur am Spalt, sondern im gesamten Bereich beider Kopfjoche mit Bandkontakt in den induktiven Wandler Tonkopf ein), bei denen ganzzahlige Vielfache der Halbwellenlängen ihr Wirken entfalten und jene periodischen Überhöhungen und Absenkungen im Frequenzgang auslösen.
Unkorrigierte Abweichungen können bei hohen Bandgeschwindigkeiten -das sind hier 38 und 76- durchaus > 4 dB erreichen. Nachdem hier aber mehrere Phänomene zusammenspielen (unter anderem Kopfspiegelbreite, Kopfspiegelbeschaffenheit in Symmetrie und Schliff, ja selbst das Abschirmgehäuse um den Kopf wirkt ein; etc.), versucht man diese so auszulegen, dass die Minima des einen Störphänomens auf die Maxima des anderen treffen. Da lässt sich kompensatorisch allerlei umso mehr 'hinbiegen', als dies Problem seit den Äraren von Schüller und Krones also faktisch von Anfang an detailliert erkannt und nach dem jeweiligen Stand von Technik und Qualitätsgebot behandelt ist.
Bei den obigen Beispielen dürften Kopfspiegel-"Resonanzen" kaum zum bildlich dargestellten Ergebnis geführt haben.
Die Bandwellenlänge ist bei 19 cm/s nämlich schon so kurz, dass das Phänomen nur bei sehr guten Bandgeräten mit exquisitem Tiefstfrequenzgang noch so lala nachzuweisen ist. Bei 9,5 (von 4,75 ganz zu schweigen), üblichen Kontaktflächen zwischen Band und Kopfspiegel und den entsprechenden Frequenzgängen nach unten hin versumpfen die Probleme bereits im magnetanalogen Nirwana. Man ist zumindest einer Sorge enthoben; es sind ja ohnehin noch genug andere Probleme zu bewältigen....
Bei 38,1 cm/s hingegen und erst recht bei 76,2 cm/s reicht die messbare Welligkeit aber soweit in den selbst musikalisch relevanten Audiobereich hinein (Orgeln weisen nicht nur den 8', sondern durchwegs den 16' -C = 32 Hz-, manchmal gar den 32' -C=16 Hz- auf, der Schwachsinn beginnt nicht erst beim 64' -C = 8 Hz-...), dass man etwas tun sollte und auch etwas tut, um die (dann ja ohnehin) professionellen Spezifikationen einzuhalten.
Hans-Joachim
Wie Friedrich oben schon uneingeschränkt zutreffend andeutete, haben die Kopfspiegelresonanzen nicht das geringste mit "Resonanzen" zu tun. Oszillografisch sehen sie zwar wie eine gedämpfte Schwingung aus, sind es aber nicht. Vielmehr handelt es sich hier um magnetisch-induktive Nebenschlüsse über den Kopfkern insgesamt, also nicht mehr über den Kopfspalt allein. Damit handelt es sich um ein Wiedergabephänomen, das abhängig ist von der Gestalt des Kopfspiegels und seiner Breite (Jürgen spricht oben im Eifer des Gefechtes von Kopfspalt, was er sicher nicht gemeint hat, denn der Spalt spielt im Gegensatz zum Kopfspiegel hier keine ursächliche Rolle).
Kopfspiegelbreite und physikalische Dimension des Kopfes sind aber ebenso wie die Bandgeschwindigkeit fix, weshalb sich das Phänomen jener Welligkeiten im Frequenzgang in direkter Abhängigkeit von der aufgezeichneten Wellenlänge (also der Bandwellenlänge) niederschlägt. Solange die Bandwellenlängen klein sind gegenüber der Kopfspiegelbreite, für die wiederum wegen eines guten Tiefenfrequeunzgangs eine Mindestspiegelbreite nicht unterschritten werden sollte, tritt das Phänomen nicht auf. Sobald die aufgezeichnete Wellenlänge aber in den Bereich der Kopfspiegelbreite gerät, kommt es zu den besagten Nebenschlüssen (= die Kraftlinien treten nicht nur am Spalt, sondern im gesamten Bereich beider Kopfjoche mit Bandkontakt in den induktiven Wandler Tonkopf ein), bei denen ganzzahlige Vielfache der Halbwellenlängen ihr Wirken entfalten und jene periodischen Überhöhungen und Absenkungen im Frequenzgang auslösen.
Unkorrigierte Abweichungen können bei hohen Bandgeschwindigkeiten -das sind hier 38 und 76- durchaus > 4 dB erreichen. Nachdem hier aber mehrere Phänomene zusammenspielen (unter anderem Kopfspiegelbreite, Kopfspiegelbeschaffenheit in Symmetrie und Schliff, ja selbst das Abschirmgehäuse um den Kopf wirkt ein; etc.), versucht man diese so auszulegen, dass die Minima des einen Störphänomens auf die Maxima des anderen treffen. Da lässt sich kompensatorisch allerlei umso mehr 'hinbiegen', als dies Problem seit den Äraren von Schüller und Krones also faktisch von Anfang an detailliert erkannt und nach dem jeweiligen Stand von Technik und Qualitätsgebot behandelt ist.
Bei den obigen Beispielen dürften Kopfspiegel-"Resonanzen" kaum zum bildlich dargestellten Ergebnis geführt haben.
Die Bandwellenlänge ist bei 19 cm/s nämlich schon so kurz, dass das Phänomen nur bei sehr guten Bandgeräten mit exquisitem Tiefstfrequenzgang noch so lala nachzuweisen ist. Bei 9,5 (von 4,75 ganz zu schweigen), üblichen Kontaktflächen zwischen Band und Kopfspiegel und den entsprechenden Frequenzgängen nach unten hin versumpfen die Probleme bereits im magnetanalogen Nirwana. Man ist zumindest einer Sorge enthoben; es sind ja ohnehin noch genug andere Probleme zu bewältigen....
Bei 38,1 cm/s hingegen und erst recht bei 76,2 cm/s reicht die messbare Welligkeit aber soweit in den selbst musikalisch relevanten Audiobereich hinein (Orgeln weisen nicht nur den 8', sondern durchwegs den 16' -C = 32 Hz-, manchmal gar den 32' -C=16 Hz- auf, der Schwachsinn beginnt nicht erst beim 64' -C = 8 Hz-...), dass man etwas tun sollte und auch etwas tut, um die (dann ja ohnehin) professionellen Spezifikationen einzuhalten.
Hans-Joachim
