Glasferritköpfe aus russischer Produktion
#2
Hallo Wiedeholm,

das B101 ist ein Zweikopfgerät und besitzt einen sog. Kombikopf zur Aufnahme und Wiedergabe.
Da für Aufnahme andere Anforderungen an die Kopfdaten gestellt werden als bei Wiedergabe besteht beim Kombnikopf ein Kompromiss zwischen beiden Anwendungen.

Beim ersteigerten Exemplar handelt es sich aber laut Daten um einen reinen Wiedergabekopf mit engem Kopfspalt und hoher Induktivität, um eine hohe Wiedergabespannung zu erzielen.
Eine optimale Hörkopfimpedanz ergibt sich nach folgender Beziehung:

Z (Kopf) = 2,59 x ß / Ic

Die Kopfimpedanz wird bei etwa 1000Hz angenommen.
ß ist die Stromverstärkung des Einganstransistors.
Ic ist der Kollektorstrom desselben Transistors.

Beim Einsatz als Aufnahmekopf kommt durch die hohe Induktivität ein zu geringer Aufnahmestrom zustande.
Durch den zu engen Arbeitsspalt sind der Magnetisierung des Bandes außerdem enge Grenzen gesetzt.
Durch die hohe Kopfimpedanz wird der notwendige Vormagnetisierungsstrom zur Kennlinienlinearisierung nicht erreicht, deshalb entsteht nur eine leise und verzerrte Aufzeichnung.

Gruß

Bernd
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[Kein Betreff] - von Wiedeholm - 13.11.2008, 18:02
[Kein Betreff] - von capstan - 13.11.2008, 19:39
[Kein Betreff] - von Wiedeholm - 15.11.2008, 13:55
[Kein Betreff] - von capstan - 15.11.2008, 14:52

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