12.06.2008, 06:23
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Als das SM468 1975 das Licht der Welt erblickte, taufte sein Schöpfer Friedrich Krones es auf den Namen Agfa PEM468.
Schon damals war es ein hochglattes Material, vom dem es sogar zwei Ableger für den Heimanwender gab: Das PEM368 als Langspielband und das PEM268 als Doppelspielband. Mit der neuen, glatten Oberfläche hatte man ein neues Problem: Die bisherigen, recht rauhen Rückseitenmattierungen drückten sich in die schöne glatte Magnetschicht und beschädigten diese. So entwickelte man eine neuartige, wesentlich glattere Rückseitenmattierung, um "bleibende Eindrücke" zu vermeiden. Das war seinerzeit ein Erkennungsmerkmal für die Agfa- Bänder; heute ist es Standard.
Der Hauptgrund für die Einführung der Kalandrierung war nicht so sehr die längere Standzeit der Köpfe, sondern vielmehr, dass damit der Volumenfüllfaktor -also Menge an Magnetit in der Schicht- erhöht werden konnte und durch die glatte Oberfläche den Band- Kopf- Kontakt verbesserte. Letzteres verringert einmal die Abstandsverluste und erlaubt eine bessere Höhenaufzeichnung/ Wiedergabe.
Man darf nicht generell behaupten, dass professionelle Bänder Kopftöter sind. In den Zeiten vor der Kalandrierung waren auch Amateurbänder nicht eben glatt, was seinerzeit niemanden aufgeregt hat. Aber das ist der Stand der Technik aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, also lange überholt. Es gab von allen bedeutenden Herstellern von Studiobändern abgeleitete Heimmaterialien. Scotch hatte z. B. das vom 206 abgeleitete 207 (Revox 601), Ampex / Quantegy seine Mischungen 406 und 456 für Amateure als 35µ Bänder unter den Bezeichnungen 407 und 457 im Programm, Agfa wurde schon oben erwähnt, und heute stammen vom Studio- SM911 das LPR35 und PM975 ab.
Im April 2008 habe ich die Fertigungsanlagen bei RMG besichtigen dürfen. Dabei habe ich auch Bänder gesehen und in der Hand gehalten, bevor sie die Kalander passieren. Da ist kaum ein Unterschied gegenüber z. B. LGR30 oder PER525 zu erkennen.
Als das SM468 1975 das Licht der Welt erblickte, taufte sein Schöpfer Friedrich Krones es auf den Namen Agfa PEM468.
Schon damals war es ein hochglattes Material, vom dem es sogar zwei Ableger für den Heimanwender gab: Das PEM368 als Langspielband und das PEM268 als Doppelspielband. Mit der neuen, glatten Oberfläche hatte man ein neues Problem: Die bisherigen, recht rauhen Rückseitenmattierungen drückten sich in die schöne glatte Magnetschicht und beschädigten diese. So entwickelte man eine neuartige, wesentlich glattere Rückseitenmattierung, um "bleibende Eindrücke" zu vermeiden. Das war seinerzeit ein Erkennungsmerkmal für die Agfa- Bänder; heute ist es Standard.
Der Hauptgrund für die Einführung der Kalandrierung war nicht so sehr die längere Standzeit der Köpfe, sondern vielmehr, dass damit der Volumenfüllfaktor -also Menge an Magnetit in der Schicht- erhöht werden konnte und durch die glatte Oberfläche den Band- Kopf- Kontakt verbesserte. Letzteres verringert einmal die Abstandsverluste und erlaubt eine bessere Höhenaufzeichnung/ Wiedergabe.
Man darf nicht generell behaupten, dass professionelle Bänder Kopftöter sind. In den Zeiten vor der Kalandrierung waren auch Amateurbänder nicht eben glatt, was seinerzeit niemanden aufgeregt hat. Aber das ist der Stand der Technik aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, also lange überholt. Es gab von allen bedeutenden Herstellern von Studiobändern abgeleitete Heimmaterialien. Scotch hatte z. B. das vom 206 abgeleitete 207 (Revox 601), Ampex / Quantegy seine Mischungen 406 und 456 für Amateure als 35µ Bänder unter den Bezeichnungen 407 und 457 im Programm, Agfa wurde schon oben erwähnt, und heute stammen vom Studio- SM911 das LPR35 und PM975 ab.
Im April 2008 habe ich die Fertigungsanlagen bei RMG besichtigen dürfen. Dabei habe ich auch Bänder gesehen und in der Hand gehalten, bevor sie die Kalander passieren. Da ist kaum ein Unterschied gegenüber z. B. LGR30 oder PER525 zu erkennen.
Frank
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
