22.04.2008, 12:44
Hallo Fabian,
da meine TEAC 80-8 beim Kauf damals ähnliche Fehlersymptome hatte, kann ich vielleicht weiterhelfen: Eine bekannte Fehlerquelle sind die sehr kleinen Relais auf den einzelnen Kanalplatinen. Soweit ich mich erinnere, werden die Relais immer paarweise gesteuert und dienen der direkten Verbindung der Tonköpfe mit der Verstärkerelektronik. Diese haben oft Kontaktprobleme oder sind auch schon mal defekt.
Ein einfacher "Test" hilft oft, um dies festzustellen: Das Schaltgeräusch der einzelnen Relais muss beim aktivieren der 8 einzelnen Kanalwahlschalter absolut gleich klingen, d.h. es muss ein deutliches Doppelklicken zu hören sein, wobei dieVerzögerung zwischen den beiden Klicks minimal ist, bzw. im Millisekundenbereich liegt. Das Geräusch muss für alle Kanäle gleich sein. Hörst Du bei einem verdächtigen Kanal nur ein einfaches "Klick" oder gar nichts, ist sicher eines der Relais auf der Kanalplatine defekt oder sitzt fest.
Du kannst die Kanalkarten (steckbar) auch sehr einfach austauschen (4 Sechskantschrauben am unteren Frontpanel (VU-Meter + Regler) loesen, und du kannst das Panel nach unten klappen). So kannst du durch den Tausch einer funktionierenden Karte mit einer defekten absolut ausschliessen, dass einer der Koepfe defekt ist (was im uebrigen sehr unwahrscheinlich ist).
Der Capstan-Motor läuft bei eingelegtem Band auch im Stop-Betrieb - das ist vollkommen richtig so.
Der Riemen vom linken Wickelteller dient nur zum Anrieb des Zählwerks. Die Wickelteller selber werden durch (sehr starke) Direkttriebmotoren gesteuert.
Mit dem Schalter "Memory" wird eine Elektronik aktiviert, die die Laufwerksfunktion der Maschine beim Zählwerksstand 0000 auf STOP setzt.
Was bei der Maschine wichtig ist (wie auch schon Peter schrieb), ist peinliche Sauberkeit der Köpfe und Bandführung, da gerade diese bei der 80-8 eine Schwachstelle ist. Alte Ampex 456 1/2" Bänder (die sehr oft in Verbindung mit dieser Maschine genutzt werden und typisch oft schmieren) sind der Tod fuer das Gerät. Das Band hat nicht mehr genügend Kopfkontakt oder läuft leicht aus der Spur und Aufnahmen auf den Randspuren sind nicht mehr möglich.
Aber mit gutem Band und exakter Einmessung ist die 80-8 wirklich nicht zu verachten. Meine wuerde ich auf jeden Fall nicht mehr hergeben...
Viele Gruesse,
Silvio
da meine TEAC 80-8 beim Kauf damals ähnliche Fehlersymptome hatte, kann ich vielleicht weiterhelfen: Eine bekannte Fehlerquelle sind die sehr kleinen Relais auf den einzelnen Kanalplatinen. Soweit ich mich erinnere, werden die Relais immer paarweise gesteuert und dienen der direkten Verbindung der Tonköpfe mit der Verstärkerelektronik. Diese haben oft Kontaktprobleme oder sind auch schon mal defekt.
Ein einfacher "Test" hilft oft, um dies festzustellen: Das Schaltgeräusch der einzelnen Relais muss beim aktivieren der 8 einzelnen Kanalwahlschalter absolut gleich klingen, d.h. es muss ein deutliches Doppelklicken zu hören sein, wobei dieVerzögerung zwischen den beiden Klicks minimal ist, bzw. im Millisekundenbereich liegt. Das Geräusch muss für alle Kanäle gleich sein. Hörst Du bei einem verdächtigen Kanal nur ein einfaches "Klick" oder gar nichts, ist sicher eines der Relais auf der Kanalplatine defekt oder sitzt fest.
Du kannst die Kanalkarten (steckbar) auch sehr einfach austauschen (4 Sechskantschrauben am unteren Frontpanel (VU-Meter + Regler) loesen, und du kannst das Panel nach unten klappen). So kannst du durch den Tausch einer funktionierenden Karte mit einer defekten absolut ausschliessen, dass einer der Koepfe defekt ist (was im uebrigen sehr unwahrscheinlich ist).
Der Capstan-Motor läuft bei eingelegtem Band auch im Stop-Betrieb - das ist vollkommen richtig so.
Der Riemen vom linken Wickelteller dient nur zum Anrieb des Zählwerks. Die Wickelteller selber werden durch (sehr starke) Direkttriebmotoren gesteuert.
Mit dem Schalter "Memory" wird eine Elektronik aktiviert, die die Laufwerksfunktion der Maschine beim Zählwerksstand 0000 auf STOP setzt.
Was bei der Maschine wichtig ist (wie auch schon Peter schrieb), ist peinliche Sauberkeit der Köpfe und Bandführung, da gerade diese bei der 80-8 eine Schwachstelle ist. Alte Ampex 456 1/2" Bänder (die sehr oft in Verbindung mit dieser Maschine genutzt werden und typisch oft schmieren) sind der Tod fuer das Gerät. Das Band hat nicht mehr genügend Kopfkontakt oder läuft leicht aus der Spur und Aufnahmen auf den Randspuren sind nicht mehr möglich.
Aber mit gutem Band und exakter Einmessung ist die 80-8 wirklich nicht zu verachten. Meine wuerde ich auf jeden Fall nicht mehr hergeben...
Viele Gruesse,
Silvio
