19.12.2007, 18:26
Zitat:gxakai2002 posteteDas mit dem "Arbeiter" und "leisten können" kann ich so nicht bestätigen: die A77 wurde zwischen 1972 und 1973 vom Radio-Adler in Nürnberg (und wohl von vielen anderen Läden) für 1498.-DM verkauft.
der Kenner (mit anderen Worten der Revox-Kunde) bevorzugte damals wie heute die Halbspur.
Da Hat sich der einfache Arbeiter wohl auch keine Revox leisten können !
Deshalb der Griff nach anderen Medien, die billiger waren.
Gruß
Hermann
Die Akai X 201 gab´s noch für knappe 1000, der Nachfolger GX 210 schlug so um 1200 zu Buche...die größeren Akai und Sony waren teuerer als die A77, und "nur" Vierspur... Der Griff zu japanischen Geräten hatte seine Gründe eher im Design und im Image. Ich sag´s mal so: japanische Maschinen kamen dem Bild näher, das sich Otto Normalverbraucher von einer "professionellen" Maschine machte.
Die, die etwas tiefer in die Technik eingedrungen waren, griffen zu Revox, (oder, des Design wegens, zu Braun) Das erklärt jetzt nicht unbedingt, warum mehr 1/2- Spur als 1/4-Spur Revoxe gebaut wurden.
Zu Zeiten der G36 war´s sowieso noch anders: damals hatten Halbspurgeräte ingesamt noch einen höheren Marktanteil als 1/4-Spur. Ich kann mich jedenfalls noch an TFK-Werbungen erinnern, in der behauptet wurde, daß die 1/4-Spur fast so gute Ergebnisse liefere wie 1/2-Spur, aber mit halbierten Bandkosten.
Frank
