09.09.2007, 14:10
Hallo Jens,
den von Dir oben beklagten Effekt mit den neuen ORWO Bändern kenne ich ebenfalls noch zur genüge aus meiner Jugendzeit.
Als Qualitätsfanatiker war ich diesen lästigen Dropouts auch damals schon auf der Spur, habe auch an anderer Stelle hier schon früher mal einen Artikel darüber geschrieben.
Die bekannten klassischen, fixen Störstellen in der Magnetschicht waren es damals nicht, es war eher ein Phänomen dieser Zeit.
Wenn beim Abhören einer Neuaufnahme ein Dropout an einer bestimmten Bandstelle auftrat, konnte man zurückspulen und ihn immerwieder an gleicher Stelle hören, beim erneuten Aufnehmen jedoch keinen Dropout an gleicher Stelle mehr feststellen.
Diese Erscheinung trat also völlig sporadisch auf.
Beim Abhören der Aufzeichnung wurde die Wiedergabe plötzlich allmählich dumpfer, bis sie urplötzlich glasklar wieder kam.
Bei Untersuchung der Bandstelle konnte man rein optisch, auch unter der Lupe, nichts auffälliges feststellen.
Die Neuafnahme an gleicher Stelle war immer wieder o.B.
Ursache war das Band, welches trotz Frischband einen feinen, kaum sichtbaren, staubförmigen Abrieb zeigte.
Dieser feine Abrieb sammelte sich während der Aufzeichnung am Aufnahmespalt und bildete einen kleinen "Keil" zwischen Kopf und Band.
Durch die hierbei steigenden Abstandsverluste verschlechterte sich die Höhenaufzeichnung hörbar.
Nach einigen Sekunden war alles vorbei.
Der sich gebildete "Staubkeil" wurde bei einer bestimmten Größe vom laufenden Band selbst wieder fortgerissen und alles war wieder gut, wie vorher.
Ich habe damals lange gebraucht bis es mir gelang diesem Phänomen auf die Schliche zu kommen.
Eines Tages gelang mir diese Beobachtung.
Ich konnte diesen Staubansatz am Spalt sehen, auch wie er plötzlich wieder weg war.
Ich nehme heute an das es ein typisches Phänomen der damaligen Gerätegeneration war.
Durch Einführung von Doppel- und Tripelspielbänder für den Heimgebrauch, passten die Gerätehersteller die mechanischen Parameter an und nahmen Bandzug, Umspulgeschwindigkeit und den Umschlingungswinkel zurück, um die neuen Bänder entsprechend zu schonen.
Damit funktionierte auch der Selbstreinigungseffekt der Köpfe nur noch eingeschränkt, auch wenn man als Ausgleich Andruckfilze vorsah.
Dropouts sind nicht für bestimmte Bandsorten, sondern für bestimmte Bandgeräte typisch.
edit:
Ich habe damals bereits alle neugekauften Bänder vor der Erstbenutzung durch ein Tuch laufen lassen und konnte damit das Phänomen wenigstens einigermaßen einschränken.
Schönen Sonntag noch
Bernd
den von Dir oben beklagten Effekt mit den neuen ORWO Bändern kenne ich ebenfalls noch zur genüge aus meiner Jugendzeit.
Als Qualitätsfanatiker war ich diesen lästigen Dropouts auch damals schon auf der Spur, habe auch an anderer Stelle hier schon früher mal einen Artikel darüber geschrieben.
Die bekannten klassischen, fixen Störstellen in der Magnetschicht waren es damals nicht, es war eher ein Phänomen dieser Zeit.
Wenn beim Abhören einer Neuaufnahme ein Dropout an einer bestimmten Bandstelle auftrat, konnte man zurückspulen und ihn immerwieder an gleicher Stelle hören, beim erneuten Aufnehmen jedoch keinen Dropout an gleicher Stelle mehr feststellen.
Diese Erscheinung trat also völlig sporadisch auf.
Beim Abhören der Aufzeichnung wurde die Wiedergabe plötzlich allmählich dumpfer, bis sie urplötzlich glasklar wieder kam.
Bei Untersuchung der Bandstelle konnte man rein optisch, auch unter der Lupe, nichts auffälliges feststellen.
Die Neuafnahme an gleicher Stelle war immer wieder o.B.
Ursache war das Band, welches trotz Frischband einen feinen, kaum sichtbaren, staubförmigen Abrieb zeigte.
Dieser feine Abrieb sammelte sich während der Aufzeichnung am Aufnahmespalt und bildete einen kleinen "Keil" zwischen Kopf und Band.
Durch die hierbei steigenden Abstandsverluste verschlechterte sich die Höhenaufzeichnung hörbar.
Nach einigen Sekunden war alles vorbei.
Der sich gebildete "Staubkeil" wurde bei einer bestimmten Größe vom laufenden Band selbst wieder fortgerissen und alles war wieder gut, wie vorher.
Ich habe damals lange gebraucht bis es mir gelang diesem Phänomen auf die Schliche zu kommen.
Eines Tages gelang mir diese Beobachtung.
Ich konnte diesen Staubansatz am Spalt sehen, auch wie er plötzlich wieder weg war.
Ich nehme heute an das es ein typisches Phänomen der damaligen Gerätegeneration war.
Durch Einführung von Doppel- und Tripelspielbänder für den Heimgebrauch, passten die Gerätehersteller die mechanischen Parameter an und nahmen Bandzug, Umspulgeschwindigkeit und den Umschlingungswinkel zurück, um die neuen Bänder entsprechend zu schonen.
Damit funktionierte auch der Selbstreinigungseffekt der Köpfe nur noch eingeschränkt, auch wenn man als Ausgleich Andruckfilze vorsah.
Dropouts sind nicht für bestimmte Bandsorten, sondern für bestimmte Bandgeräte typisch.
edit:
Ich habe damals bereits alle neugekauften Bänder vor der Erstbenutzung durch ein Tuch laufen lassen und konnte damit das Phänomen wenigstens einigermaßen einschränken.
Schönen Sonntag noch
Bernd
