03.09.2007, 13:40
Zitat:sounds-good posteteLieber Tom,
Kann mir jemand bestätigen, daß die Verwendung von DBX bei Aufnahmen zu einer etwas stärkeren Betonung von tiefen Frequenzen im Vergleich zum Original führt?
vom Prinzip des dBx her muss das keineswegs so sein, wozu ich allerdigs nicht weiß, ob dBx bei der in deinem Fall angewendeten dBx-Spielart irgendwelche, mir derzeit nicht geläufigen Kunstkniffe angewendet hat. um das Arbeiten der Regelelektronik zu maskieren, was bei dBx ja prinzipbedingt zu den klassischen Problemen gehört. Ich wüsste allerdings auch nicht recht, was das angesichts der von dir geschilderten Symptomatik sein sollte. Insofern handelt es sich sehr viel wahrscheinlicher um eben einen der magnetbandgeräteimmanenten Frequnezgangfehler, die durch Kompanderverfahren immer (!) um den Kompressions/Expansionsgrad verschärft werden, und auf solchem Wege dann natürlich 'plötzlich' ins Ohr fallen, weil sie über die Hörbarkeitsgrenze rutschen.
Die Bearbeitung eines Originalsignales erfolgt beim dBx nur in einem Kanal, was zu Kompromissen zwingt, die solche Folgen wie bei dir haben können.
Der erreichte Zustand deines Gerätes entspricht jetzt aber unmittelbar den Spezifikationen der X-1000 und damit ihren technischen Möglichkeiten, die dadurch ein wenig eingeschränkt sind, dass die Konstrukteure auf die separate Möglichkeit zur Vormagnetisierungseinstellung für alle Bandgeschwindigkeiten verzichtet haben. Du sprichst oben selbst davon. Akzeptiert man diesen Kompromiss durch den Gerätekauf, muss man auch die Folgen jener Konstrukteursentscheidung als spezifikationsgemäß hinnehmen.
EE-Bänder sind ein weiterer Kompromissfaktor. Da sie nie mehr gefertigt werden -sie waren schon zu Lebzeiten an sich obsolet, denn 36 war universeller als EE-, sollten wir uns dazu keinerlei Gedanken machen. Mich wundert ohnehin, dass sie auf der X-1000 so zum Funktionieren zu bekommen sind, dass der heute ausschließlich marktrelevante 'Bandrest' nicht leiden muss.
Hans-Joachim
