02.07.2007, 17:35
Eine Ergänzung, vor allem mit Blick auf die Übereinstimmungen (wesentlicher: die NICHT-Übereinstimmungen!) mit der CC:
Die Protona-Kassette war jedoch zeitweise zu Höherem bestimmt, wenn eine AEG-Telefunken-Hauszeitung den Sachverhalt richtig wiedergibt:
"Entgegen Vereinbarungen zwischen führenden deutschen Herstellern, die im "Miniphon" -Tonbandgerät der Telefunken-Tochtergesellschaft Protona verwendete Tonbandkassette zur Grundlage künftiger Cassettengeräte zu machen, brachte ein deutsches Unternehmen zur Funkausstellung 1963 die Compact Cassette auf den Markt … " (- na ja: eben nicht deutsch!)
"Zur Grundlage …" - also nach Verbesserungen, die nicht zuletzt eine preisgünstige Fertigung hätten ermöglichen müssen - hätte die Protona-Kassette durchaus getaugt. Einige der Kompromisse, die bei der Konstruktion der Compact-Cassette unumgänglich erschienen (vor allem die kassettenseitigen bandführenden Elemente und die anfangs problematische Bandbreite 3,81 mm), wären vermieden worden. Wie ein alltagstaugliches Gehäuse hätte aussehen können, demonstrierte (wenn auch erst zwei Jahrzehnte später) die DAT-Kassette: eine schwenkbare Klappe und eine verriegelte Bodenplatte hätten die freiliegende Bandlänge im Vorderteil der Protona-Kassette geschützt. Eine Mechanik, die das Band beim Herausnehmen aus dem Gerät straffte und beim Aufsetzen wieder freigab, besaß die Protona-Kassette bereits.
Ja, es hat nicht sollen sein. Und außerdem gab es da ja noch die RCA-Kassette, Grundigs DC-Kassette usw. usw., die Patentliteratur ist voll von Magnetträger-Kassetten.
F.E.
Die Protona-Kassette war jedoch zeitweise zu Höherem bestimmt, wenn eine AEG-Telefunken-Hauszeitung den Sachverhalt richtig wiedergibt:
"Entgegen Vereinbarungen zwischen führenden deutschen Herstellern, die im "Miniphon" -Tonbandgerät der Telefunken-Tochtergesellschaft Protona verwendete Tonbandkassette zur Grundlage künftiger Cassettengeräte zu machen, brachte ein deutsches Unternehmen zur Funkausstellung 1963 die Compact Cassette auf den Markt … " (- na ja: eben nicht deutsch!)
"Zur Grundlage …" - also nach Verbesserungen, die nicht zuletzt eine preisgünstige Fertigung hätten ermöglichen müssen - hätte die Protona-Kassette durchaus getaugt. Einige der Kompromisse, die bei der Konstruktion der Compact-Cassette unumgänglich erschienen (vor allem die kassettenseitigen bandführenden Elemente und die anfangs problematische Bandbreite 3,81 mm), wären vermieden worden. Wie ein alltagstaugliches Gehäuse hätte aussehen können, demonstrierte (wenn auch erst zwei Jahrzehnte später) die DAT-Kassette: eine schwenkbare Klappe und eine verriegelte Bodenplatte hätten die freiliegende Bandlänge im Vorderteil der Protona-Kassette geschützt. Eine Mechanik, die das Band beim Herausnehmen aus dem Gerät straffte und beim Aufsetzen wieder freigab, besaß die Protona-Kassette bereits.
Ja, es hat nicht sollen sein. Und außerdem gab es da ja noch die RCA-Kassette, Grundigs DC-Kassette usw. usw., die Patentliteratur ist voll von Magnetträger-Kassetten.
F.E.
ZEITSCHICHTEN, barrierefreier Zugriff im "GFGF-Buchladen", URL https://www.gfgf.org/de/b%C3%BCcher-und-schriften.html (ca. 240 MB)
