15.05.2007, 22:04
Naaamd,
Rauhigkeiten bei Bändern wurden immer bzw. schon sehr bald erfasst, stellen sie doch durchaus ein Qualitätsmerkmal dar, das als 'modulierter Abstandseffekt' in die Wiedergabe eingeht. Aufgrund der verständlichen Vorliebe für die offenen Wickel in Deutschland musste man diesen Sachverhalt gegen die Wickeleigenschaften abwägen.
Der neulich bereits angesprochene und zitierte Ernst Altrichter führt deshalb in seiner nicht ganz unwesentlichen Arbeit "Das Magnetband" von 1958 in den Detailtabellen auch die Oberflächenrauigkeit der beschriebenen Bänder an.
Eine neuzeitliche, sehr instruktive Tabelle zur Entwicklung der Oberflächenrauigkeit liefert Rudolf Müller (AGFA, München) in seinem ebenfalls bereits angesprochenen Aufsatz/Vortrag vom März 1987 (AES-Conventions in Hamburg und Palm Springs):
![[Bild: MechEigStdbndk.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/MechEigStdbndk.jpg)
Dort sieht man, dass Lextra (als Masseband!!) und 525 in einer Rauigkeitsklasse spielen, während das mit Lextra und dem prinzipiell baugleichen Genoton EN gleichzeitige Scotch 120 -nach Altrichter- schon auf 0,34 µ herunter war, also die Ebene der letzten Studiobänder in Deutschland erreicht hatte: Das 528 weist nämlich 0,4 µ Oberflächenrauigkeit auf.
Ab Ende der 1950er Jahre ist man unter der Vorgabe deutscher Ansprüche an die Wickeleigenschaften bereits mit großen Schritten auf dem Weg zur 'sicheren Seite'.
Bänder wie 468, 910 oder 911 entsprechen dagegen uneingeschränkt der Kalandrierung, die man von Spulenbändern weltweit erwartete; sie können deshalb ohne irgendwelche Bedenken auf hier in der Diskussion stehenden Halbspurbandgeräten verwendet werden.
Bei Viertelspur wirkt sich natürlich die relativ geringe Schmiegsamkeit des Standardbandes aus, das in den genannten Fällen selbstverständlich auch auf 38 cm/s optimiert wurde. Schon 19 cm/s werden im Komproniss abgedeckt, 9,5 wird von den Herstellern durchwegs nicht mehr spezifiziert, weil diese Bandgeschwindigkeit außerhalb der Betrachtung blieb.
Tonköpfe gehören aber zum Verbrauchs- und Verschleißmaterial am analogen Bandgerät; irgendwann ist daher immer und endgültig das Ende der Tonkopflebensdauer erreicht.
Hans-Joachim
Rauhigkeiten bei Bändern wurden immer bzw. schon sehr bald erfasst, stellen sie doch durchaus ein Qualitätsmerkmal dar, das als 'modulierter Abstandseffekt' in die Wiedergabe eingeht. Aufgrund der verständlichen Vorliebe für die offenen Wickel in Deutschland musste man diesen Sachverhalt gegen die Wickeleigenschaften abwägen.
Der neulich bereits angesprochene und zitierte Ernst Altrichter führt deshalb in seiner nicht ganz unwesentlichen Arbeit "Das Magnetband" von 1958 in den Detailtabellen auch die Oberflächenrauigkeit der beschriebenen Bänder an.
Eine neuzeitliche, sehr instruktive Tabelle zur Entwicklung der Oberflächenrauigkeit liefert Rudolf Müller (AGFA, München) in seinem ebenfalls bereits angesprochenen Aufsatz/Vortrag vom März 1987 (AES-Conventions in Hamburg und Palm Springs):
![[Bild: MechEigStdbndk.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/MechEigStdbndk.jpg)
Dort sieht man, dass Lextra (als Masseband!!) und 525 in einer Rauigkeitsklasse spielen, während das mit Lextra und dem prinzipiell baugleichen Genoton EN gleichzeitige Scotch 120 -nach Altrichter- schon auf 0,34 µ herunter war, also die Ebene der letzten Studiobänder in Deutschland erreicht hatte: Das 528 weist nämlich 0,4 µ Oberflächenrauigkeit auf.
Ab Ende der 1950er Jahre ist man unter der Vorgabe deutscher Ansprüche an die Wickeleigenschaften bereits mit großen Schritten auf dem Weg zur 'sicheren Seite'.
Bänder wie 468, 910 oder 911 entsprechen dagegen uneingeschränkt der Kalandrierung, die man von Spulenbändern weltweit erwartete; sie können deshalb ohne irgendwelche Bedenken auf hier in der Diskussion stehenden Halbspurbandgeräten verwendet werden.
Bei Viertelspur wirkt sich natürlich die relativ geringe Schmiegsamkeit des Standardbandes aus, das in den genannten Fällen selbstverständlich auch auf 38 cm/s optimiert wurde. Schon 19 cm/s werden im Komproniss abgedeckt, 9,5 wird von den Herstellern durchwegs nicht mehr spezifiziert, weil diese Bandgeschwindigkeit außerhalb der Betrachtung blieb.
Tonköpfe gehören aber zum Verbrauchs- und Verschleißmaterial am analogen Bandgerät; irgendwann ist daher immer und endgültig das Ende der Tonkopflebensdauer erreicht.
Hans-Joachim
