13.04.2007, 22:12
Wenn, lieber Martin,
vielleicht doch irgendwie irgendwo etwas mit der Schaltung der X-2000 R machen ließe, wäre dir mein ewiger Dank gewiss.
Mit dBx-Bändern anderer solltest du eigentlich keine prinzipiellen Probleme bekommen, weil dBx ein einkanaliges, kennlinienlineares Verfahren ist; mit allen Vor- und Nachteilen. Man bekommt bei dBx lediglich (und generell) frei Haus eine gewisse Rauschmodulation mitgeliefert. Zudem muss man natürlich daran denken, dass nach dem Expansionsvorgang dieser ja inmitten der Gerätegesamtschaltung liegenden Elektronik bei einem in Aufnahme und Wiedergabe abweichenden Pegelabgleich (was bei zwei verschiedenen Geräten durchaus möglich ist) die Schnittpunkte der Aufnahme- und Wiedergabekennlinie nicht an dem Ort liegen, der bei einer Aufnahme geplant ist. Es ist deshalb möglich, dass der Ausgangsverstärker übersteuert wird, sollte der denn diesbezüglich (siehe oben) empfindlich sein.
Die von Dolby A bekannten Probleme einer Rauschmodulation, Frequenzgangverbiegung und -modulation bei Pegelfehlabgleich gibt es bei dBx nicht. Dafür aber eben die prinzipbedingten Rauschfahnen. dBx ist eines der wirkungsvollsten Rauschminderungsverfahren, ---- solange keine Modulation da ist.
Ein dBx-artiges Verfahren schlug Bruno Woelke schon 1944 vor (mit Patenteinreichnung via AEG, Berlin; es wurde dann 1953 als DE 877 203 erteilt). TelcomC4 verbindet die Prinzipien von Dolby A und dBx (4-kanaliges Kompandersystem mit dB-linearen Kennlinien), kennt daher keine hörbaren Rauschmodulationsstörungen und sollte lediglich zur Wahrung eines vernünftigen Pegelrahmens abgeglichen werden. Pegelkritisch wie Dolby A ist es nicht. Dafür aber kam es trotz nahezu 30 dB Störungsminderung international nicht mehr in die Gänge. Dolby A kommt, na ja, auf gut 10 dB, oder nach Ray Dolbys mitgelieferter Norm auf 15 dB Rauschminderung.
EMT vertrieb in den 1960ern NoisEx, das ähnlich arbeitet wie dBx. Hat dazu irgendjemand Unterlagen?
Grundsätzlich gilt bei allen Kompanderverfahren, dass Aufzeichnungsfehler (Pegelabweichungen) des Speichers um den Kompressions- bzw. Expansionsfaktor verschärft werden. Liegt also z. B. die Vormagnetisierung so ungünstig, dass ein Höhenverlust (oder ungehöriger -gewinn) auftritt, so verschärft sich dies durch den Einfluss des Expanders. Die Auflösung einer Bandgeräteaufzeichnung verbessert sich durch die Hinzufügung eines Rauschminderungssystemes ja nicht.
Hans-Joachim
vielleicht doch irgendwie irgendwo etwas mit der Schaltung der X-2000 R machen ließe, wäre dir mein ewiger Dank gewiss.
Mit dBx-Bändern anderer solltest du eigentlich keine prinzipiellen Probleme bekommen, weil dBx ein einkanaliges, kennlinienlineares Verfahren ist; mit allen Vor- und Nachteilen. Man bekommt bei dBx lediglich (und generell) frei Haus eine gewisse Rauschmodulation mitgeliefert. Zudem muss man natürlich daran denken, dass nach dem Expansionsvorgang dieser ja inmitten der Gerätegesamtschaltung liegenden Elektronik bei einem in Aufnahme und Wiedergabe abweichenden Pegelabgleich (was bei zwei verschiedenen Geräten durchaus möglich ist) die Schnittpunkte der Aufnahme- und Wiedergabekennlinie nicht an dem Ort liegen, der bei einer Aufnahme geplant ist. Es ist deshalb möglich, dass der Ausgangsverstärker übersteuert wird, sollte der denn diesbezüglich (siehe oben) empfindlich sein.
Die von Dolby A bekannten Probleme einer Rauschmodulation, Frequenzgangverbiegung und -modulation bei Pegelfehlabgleich gibt es bei dBx nicht. Dafür aber eben die prinzipbedingten Rauschfahnen. dBx ist eines der wirkungsvollsten Rauschminderungsverfahren, ---- solange keine Modulation da ist.
Ein dBx-artiges Verfahren schlug Bruno Woelke schon 1944 vor (mit Patenteinreichnung via AEG, Berlin; es wurde dann 1953 als DE 877 203 erteilt). TelcomC4 verbindet die Prinzipien von Dolby A und dBx (4-kanaliges Kompandersystem mit dB-linearen Kennlinien), kennt daher keine hörbaren Rauschmodulationsstörungen und sollte lediglich zur Wahrung eines vernünftigen Pegelrahmens abgeglichen werden. Pegelkritisch wie Dolby A ist es nicht. Dafür aber kam es trotz nahezu 30 dB Störungsminderung international nicht mehr in die Gänge. Dolby A kommt, na ja, auf gut 10 dB, oder nach Ray Dolbys mitgelieferter Norm auf 15 dB Rauschminderung.
EMT vertrieb in den 1960ern NoisEx, das ähnlich arbeitet wie dBx. Hat dazu irgendjemand Unterlagen?
Grundsätzlich gilt bei allen Kompanderverfahren, dass Aufzeichnungsfehler (Pegelabweichungen) des Speichers um den Kompressions- bzw. Expansionsfaktor verschärft werden. Liegt also z. B. die Vormagnetisierung so ungünstig, dass ein Höhenverlust (oder ungehöriger -gewinn) auftritt, so verschärft sich dies durch den Einfluss des Expanders. Die Auflösung einer Bandgeräteaufzeichnung verbessert sich durch die Hinzufügung eines Rauschminderungssystemes ja nicht.
Hans-Joachim
