27.01.2007, 21:22
Lieber Fanz,
PDP 65 ist ein noch heute für einen goldnahen Preis bei Klübers in München-Sendling, bzw. deren Deputierten erhältliches, synthetisches Öl, das der Studer-Willi für die Sinterlager seiner Bandgeräte zu verwenden empfahl, wenn denn Nachschmierungen erforderlich waren. Wenn denn...: Sinterlager neu mit Öl zu beschicken, ist tatsächlich ein Problem, ja; das wusste man nicht in Studers Tempeln...
Bei Klüber sieht man gemäß Datenblatt die Mischung mit anderen Ölen nicht so eng, was mir -unabhängig davon- auch aus dem diesbezüglich belastbaren (!) Kollegenkreise zugetragen wurde, und sei es deshalb, weil der deftige Preis als Kerberos davor steht.
Das Öl (PDP65) selbst weist einen für den Temperaturbereich von Bandmaschinen sehr günstigen Viskositätsverlauf auf, der nach einem Aufsatz von Fritz Enkel (WDR) aus der T8-Zeit (NWDR-Hausmitteilungen 5, 1951) das größte Problem bei der Tonmotorschmierung war: Dünnflüssig genug bei relativ niedrigen, dickflüssig genug bei relativ hohen Temperaturen, was zumindest in jener frühen Zeit mit ihren großen Motoren definitiv zu den Engpässen gehörte, da die Betriebstemperaturen der Motoren zwischen 15 und 80° C liegen konnten. Der (N)WDR ließ sich damalen ein eigenes, synthetisches Öl für seine T8 und die dann wohl kommenden T9en von den Leverkusenern basteln; die konnten das nämlich....
Wenn das oben abgebildete Lager ein Kugellager sein sollte, wäre es das erste in dieser Form, das ich sehe, doch bin ich Tonmeister und kein SKF-Hartz-IV-Empfänger. Auf den ersten Blick deutet mehr in Richtung Sinterlager. Doch wer weiß. Man sollte letztlich hören und fühlen, ob da Kugeln im Käfig umlaufen oder nicht, wenn man an der Achse dreht. Dann weiß man mehr. Der voluminöse Schmierfilz spricht jedoch auch eine eigene Sprache, die ihrerseits eher auf das Sinterlager verweist, als an ein auf Lebenszeit geschmiertes Kugellager zu gemahnen.
Die Drehrichtungsumkehr deines Tonmotors erfolgt gemäß obigem Schaltzeichnungsauszug, wenn ich noch Schaltzeichnungen lesen kann (mir kam schon vieles abhanden, das aber bisher noch nicht; kommt aber wohl auch noch...), durchaus mit einem Relais (RL I), das über TR2 betätigt oder verriegelt wird.
Hans-Joachim
PDP 65 ist ein noch heute für einen goldnahen Preis bei Klübers in München-Sendling, bzw. deren Deputierten erhältliches, synthetisches Öl, das der Studer-Willi für die Sinterlager seiner Bandgeräte zu verwenden empfahl, wenn denn Nachschmierungen erforderlich waren. Wenn denn...: Sinterlager neu mit Öl zu beschicken, ist tatsächlich ein Problem, ja; das wusste man nicht in Studers Tempeln...
Bei Klüber sieht man gemäß Datenblatt die Mischung mit anderen Ölen nicht so eng, was mir -unabhängig davon- auch aus dem diesbezüglich belastbaren (!) Kollegenkreise zugetragen wurde, und sei es deshalb, weil der deftige Preis als Kerberos davor steht.
Das Öl (PDP65) selbst weist einen für den Temperaturbereich von Bandmaschinen sehr günstigen Viskositätsverlauf auf, der nach einem Aufsatz von Fritz Enkel (WDR) aus der T8-Zeit (NWDR-Hausmitteilungen 5, 1951) das größte Problem bei der Tonmotorschmierung war: Dünnflüssig genug bei relativ niedrigen, dickflüssig genug bei relativ hohen Temperaturen, was zumindest in jener frühen Zeit mit ihren großen Motoren definitiv zu den Engpässen gehörte, da die Betriebstemperaturen der Motoren zwischen 15 und 80° C liegen konnten. Der (N)WDR ließ sich damalen ein eigenes, synthetisches Öl für seine T8 und die dann wohl kommenden T9en von den Leverkusenern basteln; die konnten das nämlich....
Wenn das oben abgebildete Lager ein Kugellager sein sollte, wäre es das erste in dieser Form, das ich sehe, doch bin ich Tonmeister und kein SKF-Hartz-IV-Empfänger. Auf den ersten Blick deutet mehr in Richtung Sinterlager. Doch wer weiß. Man sollte letztlich hören und fühlen, ob da Kugeln im Käfig umlaufen oder nicht, wenn man an der Achse dreht. Dann weiß man mehr. Der voluminöse Schmierfilz spricht jedoch auch eine eigene Sprache, die ihrerseits eher auf das Sinterlager verweist, als an ein auf Lebenszeit geschmiertes Kugellager zu gemahnen.
Die Drehrichtungsumkehr deines Tonmotors erfolgt gemäß obigem Schaltzeichnungsauszug, wenn ich noch Schaltzeichnungen lesen kann (mir kam schon vieles abhanden, das aber bisher noch nicht; kommt aber wohl auch noch...), durchaus mit einem Relais (RL I), das über TR2 betätigt oder verriegelt wird.
Hans-Joachim
