29.11.2006, 15:51
Zitat:PhonoMax posteteNur zu Klarstellung, Hans-Joachim,
Lieber Gerd,
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Zur Wiederholung
Unsymmetrischer Anschluss der Telcoms an Behringer:
Pin 1 vom XLR-Ausgang des WiedergabeTelcoms muss an den Cinch-Massering deines Behringers, Pin 2 des Telcom-XLR-Ausganges an den Zentralkontakt es Behringer-Tape-Return-Eingangs-Cinches. Das muss gehen, solange du nicht anderweitig eine Masseschleife produzierst oder produzieren musst. Doch das ist nicht dieser speziellen unsymmetrischen Verdrahtung, sondern der Unsymmetrie als Prinzip geschuldet, weshalb man ja auch da, wo es ernst ist, der Symmetrie unbedingt den Vorzug gibt, egal was das kostet.
Um deine Frage zum Vorteil dieses Anschlusses dezidiert zu beantworten: Der Vorteil besteht darin, dass diese Technik bei (solcherart) elektronisch symmetrierten Ausgängen (und nur dort!) ohne Überlastung irgendeines OpAmps, ohne seine Beschädigung abgeht, weil der eher simpel elektronisch symmetrierte Ausgang der Telcoms sich nicht wie ein Trafo verhält. Man muss diese Ausgänge symmetrisch abschließen, unsymmetrisch so wie oben verdrahten oder es bleiben lassen. Wenn man es nicht akzeptieren will, zwingen einen die auszugleichenden Erdpotenziale der ja schutzgeerdeten Geräte dazu. Erfolgt der Ausgleich über die (vergleichsweise hochohmig geführte) unsymmetrische Signaladern (Schirm(Rückleitung in diesem Falle) ist der Brumm halt da.
Ich weiß durchaus, warum für mich zwischen Norditalien und Portugal, Belgien und DDR Brumm nie ein Problem war. Auch ohne Trenntrafo übrigens, denn der kam vergleichsweise spät.
Du kommst ohne Symmetriertrafo nicht weiter, wobei ich jetzt mit Dani die erdfreie Symmetrierung eines unsymmetrischen Mischpulteingangs präferiere, egal ob das nun ein Studer, Yamaha, Tascam oder ein Behringer ist. Das geht am besten mit Studer- oder Neutrikübertragern. Die Studertypen tauchten zeitweise nicht nur in Studergeräten auf, sondern auch bei Ebay, wo sie oft sehr billig waren, plötzlich aber anzogen, weil die MC-Freaks meinten... Die Studernummer lautete 1.022.405 (Übersetzungsverhältnis 1:1, nichts anderes!). Neutrik NTL1 IST identisch. Dieser Trafo kann infolge seiner Gutmütigkeit dem Tape-Return-Eingang des Behringer tadellos (intern oder extern) vorgeschaltet und dafür optimal kompensiert werden (man macht das mit einem 1 kHz-Rechtecksignal). Er lässt sich aber -wie alle Übertrager mit Anspruch- nicht jenen symmetrischen Weitbereichseingängen vorschalten, die heute zwischen 0 und -60 dB alle Mischpulte durchseucht haben.
Hans-Joachim
den von Dir empfohlenen Leitungsaufbau habe ich genauso hergestellt und installiert. Danch habe ich aus Spaß mal mit einer anderen pseudosymmetrischen Verdrahtung getestet. Der von Dir empfohlene Zustand wird so bleiben - bis eben was Anständiges von Neutrik oder Studer dazwischen geschaltet oder mit vernünftiger Mixer-Hardware tabula rasa gemacht wird.
Richtig ist übrigens, dass an dem Behringer noch anderer Kram dran hängt. Der Kram besteht aus dem unsymmetrischen Verstärkerausgangssignal an LineIn und aus den Leitungen von und zu Studer-Offenwicklern, die aber bekanntlich trafosymmetriert sind.
So, jetzt werde ich mal erforschen, wie es um die Neutriks steht....
Besten Dank!
Gerd
