29.11.2006, 10:48
Zitat:PhonoMax posteteLieber Hans-Joachim,
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Ganz so ist das nicht, denn ein elektronisch symmetriertes telcom kann man wiedergabeseitig (Ausgang) unter Verzicht auf 6 dB Amplitude durchaus unsymmetrisch anschalten, indem man allein Masse/Schirm auf den Erdkontakt des unsymmetrischen Pultes (das war doch 'n Behringer, wenn ich mich recht entsinne) und den Ausgangskontakt "a" allein (und bitte allein!) auf den Mittenkontakt des Cinchsteckers legt. Der Kontakt "b" des entsprechenden Telcomausganges bleibt frei. Ist natürlich nicht so ganz das Wahre, gehört aber zu den regulären Lösungen. Den Pegelverlust darf man jedoch nicht durch die Anhebung des Ausgangspegels via Rv ausgleichen, weil der aktive Ausgang dann zu schnell an der Begrenzung anliefe.
Jetzt aber rollt das potenzielle zweite Problem an, denn das Mischpult, das Telcom und die Bandmaschine sind natürlich schutzgeerdet, wobei innerhalb der Line-Verbindungen (XLR auf XLR) in praktisch allen Fällen mir bekannter Line-Leitungen sämtliche Schirme durchlaufen. Die Schirme von Lineverbindungen schutzgeerdeter Geräte (Verbindung Erde/Masse im Gerät -wie üblich- geknüpft) sollten nur einseitig dort aufliegen, wo die größte Empfindlichkeit innerhalb der Verbindung und/oder das niedrigste Erdpotenzial vorhanden sind. Der Witz aber ist die einseitige Auflage, um jedem Gerät sein Erdpotenzial zu lassen, keine Ausgleichsströme zu generieren.
Das ist mit symmetrischen Verbindungen leicht einzuhalten, man schneidet, so vorhanden, einfach auf einer Seite der geschirmten, symmetrischen Verbindungsleitung den Schirm vom Lötpin (1 bei XLR, 3 beim Kollegen Tuchel).
Heikel wird es beim Anschluss an den Herrn U. Behringer nach obiger Anleitung, denn da muss ja die Schirm-Masse-Einheit hingeführt werden, weil die auch die Signalrückleitung führt, sein Pult aber sicher schutzgeerdet ist.
Ist dem so?
Hans-Joachim
kurze Zwischenfrage dazu:
Ich stelle zwischen der von Dir vorgeschlagenen Anbindung via Masse/Schirm und allein Kontakt a (den ich mit Pin2 im XLR richtig identifiziert zu haben hoffe) und einer herkömmlichen Lösung mit angeschlossenen Pins 1,2 und 3 (wobei die Schirmung auf Pin1 vor dem Cinchstecker im Nichts endet) keinen hörbaren Unterschied im Brummverhalten fest. Worin liegt der Grund für die Verwendung nur einer der beiden signalführenden XLR-Leitungen (die im Gegensatz zur herkömmlichen Lösung eben zu den vorhergesagten 6dB Pegelverlust führt)?
Das Behringer Eurorack UB 802 erhält seine Spannungsversorgung über ein Steckernetzteil, welches geräteseitig in einem dreipoligen Steckerchen endet. Steckdosenseitig handelt es sich um einen zweipoligen Euro-Stecker, der mit dem Netzteil nicht fest, sondern über ein Kabel verbunden ist.
Aber nochmals: das Behringer-Spielzeug ist die Bemühungen im Grunde nicht wert, weshalb ich da auch keine der schönen Sachen von Funk verbauen werde. Dann lieber ein ordentliches Mischpult mit anständigen Übertragern drin.
Wohl aber ist direkter Anschluss der Telcom C4 an den Monitoreingang des Verstärkers realistisch. Dann aber brummt's wieder leise, aber vernehmlich - und diesen Bären will ich erlegen.
Gruß
Gerd
Gruß
Gerd
