29.10.2006, 09:57
Zitat:The_Wayne posteteDas, lieber Andreas, ist infolge der von Studer gewählten Form der Arbeitspunkteinstellung der Ausgangsröhre kein Wunder, zeigt aber auch, dass das verwendete Messgerät für diesen Messzweck ungeeignet ist, da es keinen Eingangskondensator besitzt, du also die Gleichspannungskomponente bzw. einen Teil davon mitmisst.
Die anderen Spannungen lassen sich damit nicht messen, da mir bei C43 und C52 der Zeiger gleich bis so 6-8V hochschnellt.
Nebenbei: Wie hoch war der remanente Fluss auf dem verwendeten Prüfband (Bandgeschwindigkeit?), woher stammte dieses? Selbstbau, Erwerb von dritter Seite (mit oder ohne Vorgeschichte?), offizielles Bezugsband?
1100:1600 mV rutschen nun zwar über 2 dB hinweg (bis "4" ist es immer noch weit), trotzdem muss mit adäquaten Messmethoden Grund in das Problem hinein. Außerdem ist die Ausgangsspannung noch immer reichlich hoch und die NF-Spannung am Ausgang der vorausgehenden Stufe dafür viel zu niedrig. Da stimmt an deiner Messung etwas nicht.
Nachdem da 'b.a.W.' (bis auf Weiteres) mangels Masse nichts grundlegend zu ändern ist, empfehle ich dir deshalb zunächst einmal, die drei Röhren V10-V11 prüfen zu lassen. Das läuft innerhalb weniger Minuten (inkl. des Heraussuchens der Kodekarte für die ECC83), woraufhin man ausschließen kann oder eben nicht, ob eines der ECC-83-Systeme nicht mehr recht will. Nach gut 40 Jahren -ich fürchte, dass da nie etwas geschehen ist (a propos: Welchen Fabrikates sind die Röhren?)- darf da ja auch mal was sein. Dann sieht man weiter.
Hans-Joachim
