Unterschiedliche Aufnahmepegel bei GX.635D
#11
In der Regel dürfte es einem Amateur schwerfallen, Köpfe der letzten Fertigungsreihen kleinzukriegen. Telefunken-ANT garantierte schon in der vorletzten Generation -die letzte erlebte die Firma nahezu durchgängig vom Bandgerätehimmel aus- für seine Köpfe jenseits 10.000 Stunden professionellen Betriebs, also bei 38, studioüblichen Bandzügen etc., zeitweiliger Anlage des Bandes an den Köpfen während des schnellen Vorspulens. Obiger Zeitrahmen entspricht 1 1/4 Jahren ständigen, also 24stündigen Laufes. Nachdem bei keinem Amateur ein Bandgerät 24 Stunden düst, überdies nicht auf 38 und mit stärker kalandrierten Bändern, geringerem Bandzug etc. dürften bei ihm sicher 6-8, ja 10 Jahre wirklich intensiver Nutzung drin sein. Also. Dass dagegen ein Servicemann, der sein Geld damit verdient, zunächst einmal schwarz malt, gehört für mich zur Normalität unserer Tage, bei der heute modischen Hofierung des Anbieters ("Leistungsträger"; ich habe nicht mal Hosenträger...) allemal. Ich empfehle dringend, das was da gesagt wurde, nicht zu sehr auf die Goldwaage zu legen, sondern lieber einer soliden Kontrolle zu unterziehen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Die Kompetenzen für die Kontrolle müssen halt vorhanden sein. Aber da findet sich doch jemand hier im Forenkreise.

Im vorliegenden Fall kommen wir deshalb aber am Erwerb der Schaltungsunterlagen nicht vorbei, weil sonst der Überblick über das Gerätekonzept fehlt. Sobald die Schaltung vorliegt, geht man das Gerät -wie von Bernd schon im 2. und 4. Posting geradlinig dargelegt- durch und weiß, was man zu tun hat: Schlimmstenfalls sucht man nach den Köpfen, und sei es international.
Verzerrungen deuten immer auf inkorrekte Vormagnetisierung, Mängel in den (dein Fall: Aufnahme-) Verstärkern oder Kontaktprobleme hin. Warum? Friedrichs Altes Testament lesen, dann fallen die Schuppen von der Glatze.

Anhand der Schaltung hat man die Ursache relativ schnell eruiert und kann sich überlegen, wie man weiter verfährt. Nachdem man bei sterbenden Techologien immer gut daran tut, sämtliche Unterlagen von Bedeutung zum Verständnis seiner Besitztümer im Hause zu haben, sollte im vorliegenden Falle doch der Erwerb eines Service-Heftes beim Schaltungsdienst Lange (oder sonstwo) nicht zur Katastrophe mutieren, selbst wenn man sich diese als "Preisgruppe E" plus Versand (so Lange; genaue Preise sind fernmündlich zu erfragen) ins Haus holen darf.

Od'r?

Hans-Joachim
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[Kein Betreff] - von KaBe100 - 10.09.2006, 15:32
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