17.08.2006, 20:22
Zitat:Matthias M posteteEin "Flachbahnregler" sollte vor allem von der Bauform, Bahnlänge und den mechanischen Abmessungen passen, damit z.B. der "Knopf" in der richtigen Höhe sitzt und der Schieber im Schlitz nicht klemmt.
Bei einem alten Receiver will ich Flachbahnregler ersetzen. Die alten Typen gibts nicht mehr, ein Typenblatt habe ich nicht gefunden. Aus dem Aufdruck kann ich lediglich die elektrischen Daten ermitteln.
Welche Kriterien gibt es noch, nach denen man einen solchen Regler aussuchen kann?
Die elektrischen Werte, wie Widerstand und Kennlinie (linear, positiv- negativ- logarithmisch) sollten ebenfalls passen. "Stereoregler" sollten außerdem in ihren Kennlinien eng toleriert sein, um Balancefehler gering zu halten.
In der gegenwärtigen Zeit haben es die Qualitätsfetischisten sehr schwer.
Man ist heilfroh überhaupt ein passendes Spezial- Bauteil zu finden, welches mechanisch als auch elektrisch einigermaßen passt.
Bei den Standardbauteilen ist das Problem nicht so groß, man findet meistens immer eine Lösung.
Bei Spezialbauteilen sieht das oft anders aus, manchmal haben Hersteller das entsprechende Teil speziell nur für eine bestimmte Geräteserie produzieren lassen. Z.B. Spezial- Potentiometer mit überlangen Achsen und mehreren verschiedenen Pot's (Schalter) hintereinander.
Zum Trenn- Stell- Trafo:
Natürlich kann bei der Reparatur ein Trenntrafo nie schaden, aber nützen tut er auch nicht in allen Fällen.
Bei der Reparatur von elektronischen Geräten, welche einen intakten Netztrafo (nicht Autotrafo) besitzen, erfüllt dieser die Funktion der Potentialtrennung, so daß die Spannungen auf der Sekundärseite keinerlei Bezug zum Potentialerder (PE) besitzen.
Zu empfehlen ist ein Trenntrafo hingegen bei der Reparatur von älteren Allstromgeräten (Radios, Fernsehgeräte), da hier keine Potentialtrennung zum Netz erfolgt und alle Spannungen im Gerät einen Bezug zum Potentialerder besitzen.
Bei neueren Geräten mit Schaltnetzteilen ist ohne vorgeschalteten Trenntrafo
die primäre Schaltnetzteilelektronik nicht potentialfrei und deshalb netzspannungsführend gegenüber dem PE. Die Sekundärspannungen sind hingegen durch den Schaltnetzteil- Trafo, wie beim "normalen" Netztrafo zur Primärseite potentialgetrennt.
Bernd
