06.08.2006, 10:20
Hallo Frank,
beim Bandzug muss man unterscheiden, ob man den Bandzug an der rechten Spule, oder an der linken Spule mißt.
Der Einfachheit halber betrachten wir mal nur Geräte ohne Reverse Betrieb.
Ob ein Gerät im Wiedergabebetrieb an der rechten Spule einen hohen oder einen niedrigen Bandzug hat, hat auf den Ton relativ wenig Auswirkungen.
Dieser Bandzug ist in erster Linie für die Wickeleigenschaften verantwortlich. Ein Gerät kann hier durchaus ohne Probleme funktionieren, wenn der Wickelteller es gerade so schafft, das Band überhaupt aufzuwickeln.
Bei den meisten Geräten läuft das Band von der linken Spule ab, an den Köpfen vorbei, dann durch den Capstan Antrieb und dann auf die rechte Spule.
Wenn der Capstan gut greift, hat das Verhalten der rechten Spule im Prinzip keinen Einfluss auf die Tonqualität der Maschine. Der rechte Wickelteller muß nur das vom Capstan transportiere Band wieder aufwickeln, egal wie fest.
Auf der linken Seite wird die Spule entweder mechanisch gebremst oder der Motor dreht in Gegenrichtung um das nötige Bremsmoment aufzubauen. Würde hier kaum Bandzug aufgebaut, würde das Band ganz locker über die Köpfe laufen und hätte keinen guten Kontakt. So haben wir das bei vielen Cassetten Recordern. Hier funktioniert das durch das in der Cassette vorhandene Andruckkissen trotzdem. Ebenso gibt es Tonbandgeräte mit Andruckfilz, wo der Bandzug an den Köpfen auch eine geringe Rolle spielt.
Bei den Konstruktionen ohne Andruckfilz allerdings sorgt nur der Bandzug für den nötigen Band - Kopf Kontakt. Das wird dann durch ein mechanisches Feder-Bremssystem geregelt, oder elektronisch. Ein unregelmäßiger Bandzug hat dann natürlich auch einen schlechten Ton zur Folge.
Die Kopfgeometrie und die Lage der Köpfe (wie weit umschlingt das Band den Kopf) dürfte dann ebenfalls eine Rolle spielen. Ein Band, welches nur am mitleren Teil des Kopfspiegels anliegt muss natürlich mit einem höheren Bandzug am Kopf vorbeilaufen um einen stabilen Kontakt zu haben, als wenn es quasi um die komplette Kopfbreite geschlungen wird.
Somit sind die Bandzüge auch unterschiedlich.
Da sind wir dann ja auch bei der Erfindung des Doppel Capstan Antriebs, bei dem der Bandzug an der linken Spule ebenso unwichtig wird, wie der an der rechten Spule, vorausgesetzt das Band wird gerade und stabil genug an die Capstan Rolle geführt.
Die Vorteíle und Probleme gibt es ja gerade hier im Forum noch nachzulesen.
Noch komplizierter wird es dann beim Omega Antrieb. Hier müssen dann beide Bandzüge exakt stimmen und geregelt werden, damit das Band überhaupt gleichmäßig transportiert wird, der linke Bandzug muß aber auch noch stark genug sein, damit der Band Kopf Kontakt gut ist.
Hier ist dann auch noch die Unterschiedliche Rückseite der Bänder von Bedeutung, da die um den Capstan geführt wird und sich hier genügend anschmiegen muss um transportiert zu werden.
Band ab - Band läuft,
Rainer
beim Bandzug muss man unterscheiden, ob man den Bandzug an der rechten Spule, oder an der linken Spule mißt.
Der Einfachheit halber betrachten wir mal nur Geräte ohne Reverse Betrieb.
Ob ein Gerät im Wiedergabebetrieb an der rechten Spule einen hohen oder einen niedrigen Bandzug hat, hat auf den Ton relativ wenig Auswirkungen.
Dieser Bandzug ist in erster Linie für die Wickeleigenschaften verantwortlich. Ein Gerät kann hier durchaus ohne Probleme funktionieren, wenn der Wickelteller es gerade so schafft, das Band überhaupt aufzuwickeln.
Bei den meisten Geräten läuft das Band von der linken Spule ab, an den Köpfen vorbei, dann durch den Capstan Antrieb und dann auf die rechte Spule.
Wenn der Capstan gut greift, hat das Verhalten der rechten Spule im Prinzip keinen Einfluss auf die Tonqualität der Maschine. Der rechte Wickelteller muß nur das vom Capstan transportiere Band wieder aufwickeln, egal wie fest.
Auf der linken Seite wird die Spule entweder mechanisch gebremst oder der Motor dreht in Gegenrichtung um das nötige Bremsmoment aufzubauen. Würde hier kaum Bandzug aufgebaut, würde das Band ganz locker über die Köpfe laufen und hätte keinen guten Kontakt. So haben wir das bei vielen Cassetten Recordern. Hier funktioniert das durch das in der Cassette vorhandene Andruckkissen trotzdem. Ebenso gibt es Tonbandgeräte mit Andruckfilz, wo der Bandzug an den Köpfen auch eine geringe Rolle spielt.
Bei den Konstruktionen ohne Andruckfilz allerdings sorgt nur der Bandzug für den nötigen Band - Kopf Kontakt. Das wird dann durch ein mechanisches Feder-Bremssystem geregelt, oder elektronisch. Ein unregelmäßiger Bandzug hat dann natürlich auch einen schlechten Ton zur Folge.
Die Kopfgeometrie und die Lage der Köpfe (wie weit umschlingt das Band den Kopf) dürfte dann ebenfalls eine Rolle spielen. Ein Band, welches nur am mitleren Teil des Kopfspiegels anliegt muss natürlich mit einem höheren Bandzug am Kopf vorbeilaufen um einen stabilen Kontakt zu haben, als wenn es quasi um die komplette Kopfbreite geschlungen wird.
Somit sind die Bandzüge auch unterschiedlich.
Da sind wir dann ja auch bei der Erfindung des Doppel Capstan Antriebs, bei dem der Bandzug an der linken Spule ebenso unwichtig wird, wie der an der rechten Spule, vorausgesetzt das Band wird gerade und stabil genug an die Capstan Rolle geführt.
Die Vorteíle und Probleme gibt es ja gerade hier im Forum noch nachzulesen.
Noch komplizierter wird es dann beim Omega Antrieb. Hier müssen dann beide Bandzüge exakt stimmen und geregelt werden, damit das Band überhaupt gleichmäßig transportiert wird, der linke Bandzug muß aber auch noch stark genug sein, damit der Band Kopf Kontakt gut ist.
Hier ist dann auch noch die Unterschiedliche Rückseite der Bänder von Bedeutung, da die um den Capstan geführt wird und sich hier genügend anschmiegen muss um transportiert zu werden.
Band ab - Band läuft,
Rainer
