Uher 4400... Zuviel "stereo"?
#3
Lieber Bratschist,

getreu den durch deinen Namen bestimmten Gegebenheiten(?) bemühe ich mich um eine geruhsame Erklärung...., also:

Durch Uher Report (tragbar, Batterie) und Viertelspurtechnik sind die Ansprüche an die Kopfsauberkeit sehr, sehr, sehr hoch. Ist der Spaltbereich des Kombikopfes wirklich sauber, also frei von Magnetitresten und Oxiden, die man angesichts des Alters und eines sicher ungewissen Vorlebens annehmen darf?? Hast du den Kopfspiegel des Kombikopfes schön mit Spiritus und Q-Tip gereinigt? Ist der Zustand des Bandes (Fabrikat, Typ?) in Ordnung oder von ungesunder Hohlkrümmigkeit? Sind auch die Bandführungen wirklich sauber?

Sollte das alles o.k. sein, müsste die Betriebseinmessung kontrolliert werden, was bei der Kombikopfanlage des Report 4400 (von der Monitor-Version sprichst du -leider- nicht) eine unerfreuliche Arbeit ist. Der dumpfere Klang ist durch den Abstandseffekt des Bandes (also eine noch vorliegende Verschmutzung) oder eine mängelbehaftete Vormagnetisierungseinstellung bedingt. Dasselbe kann beim anderen Kanal vorlegen, lediglich in der anderen Richtung. Bei dieser Gelegenheit wird man auch Aufnahme- und Wiedergabepegel nach Spezifikation Uher kontrollieren müssen, so dass das, was du "klarer" und "stärker" nennst, möglicherweise einer angemessenen Lösung zugeführt werden kann.

Uhers Abgleichanleitung stellt die Vormagnetisierung nach Faustwerten ein, was aber -gerade bei älteren Tonköpfen- nicht so der wahre Jakob ist. Generell nun braucht man für diese Arbeiten aber auch eine gewisse Geräteausstattung, von den Kenntnissen einmal abgesehen, was nicht nicht ohne weiteres bei dir voraussetzen möchte.

Sollte sich dann als Endergebnis der Untersuchungsarie zeigen, dass aufgrund abgefahrener Köpfe das Gerät nicht mehr in die Spezifikation zu holen ist, käme auf dich das -einstweilen noch überschaubare- Problem des Neukopferwerbes und des Kopftausches zu, was ja nun auch von eigener 'Dimension' ist.
Daran allerdings glaube ich bei Amateurgeräten der Report-Couleur nicht recht: Seltener Geräteeinsatz, 'schon immer' glatte Bänder, niedriger Bandzug, möglichst niedrige Bandgeschwindigkeit, man war ja sparsam, setzten den Köpfen nicht gerade zu.
Amateure ließen/lassen ihre Köpfe in der Regel zu früh tauschen. Ich besitze ein über 40 Jahre altes Report 4000, das einwandfrei funktioniert, obgleich der Vorbesitzer, bei dessen Geburt 1965 das Gerät von den Altvorderen beschafft worden war, sich anschickte, den Tonmeisterberuf zu ergreifen.
Sowas hat 'im Vorfeld' zumeist 'Folgen'.

Hans-Joachim
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[Kein Betreff] - von bratschenband - 06.05.2006, 11:30
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