12.04.2006, 09:15
Hallo,
Vermutungen und zufällige Auffälligkeiten bringen uns hier nicht weiter. RMG hatte zu Beginn der Produktion wohl wirkliche Schwierigkeiten mit der Gleichmäßigkeit des Gusses. Man bedenke, dass bei EMTEC zum Schluß ein 25 µm "dicker" Guß mit 22 m/sec so gleichmäßig aufgetragen wurde, das Schwankungen in der Charge unterhalb 0,5 dB blieben. Das ist Wissen und Erfahrung, die man bei RMG wohl noch nicht hat. Die von mir gemessenen Werte sind meßtechnisch sehr wohl zu erfassen, sagen aber auch gleichzeitig aus, dass das Band sehr wohl ein Qualität besitzt, die ziemlich nahe an das LPR35-alt- reicht. Hören kann man die gemessenen Unterschiede nicht. Wobei hier jedoch die akustische Beurteilung fehlt. (Ich habe gestern abend Aufnahmen mit 9,5 cm/sec einer von mir auf LRP35-neu- eingemessenen A700LS-4-Spur gehört und muß sagen, dass es sich erstaunlich gut angehört hat.)
Es kann immer wieder passieren, und es ist in der Vergangenheit des öfteren passiert, dass Teile einzelner Chargen nicht ganz den Spezifikationen entsprechen. Da muß sich nur mal ein kleiner Krümel in den Spritzdüsen für einen Sekundenbruchteil verklemmen und schon kommt weniger magnetisierbare Schicht auf die Trägerfolie. Das ist für den Einzelnen natürlich ärgerlich, läßt sich aber auf dem Weg der sachlichen Nachfrage beim Verkäufer und Hersteller sicherlich regeln.
Zur fundierten Reklamation gehört die mehrfache Reproduktion und die klare Schilderung des Fehlers. Dazu stehen hier über die Teilnehmer dieses Forums mit Sicherheit mehr Möglichkeiten zur Verfügung, als jede andere Werkstatt heute bieten kann. Alleine der Bestand an Bezugsbändern und anderem Meßequipment ... Und ich bin mir sicher, das die Cracks hier nach Kräften helfen werden.
Nach der Fehlerfeststellung erfolgt natürlich die peinliche Inspektion des Geräts, ob es nicht doch ein anderes Problem gibt. Wenn dann der Fehler immer noch auftritt und reproduzierbar ist, geht das an den Verkäufer/Hersteller.
Die meisten wissen nicht, auf welche Bandsorte ihr Gerät eingemessen wurde. "Fehler" der Art, "auf meinem Gerät fehlen bei der Wiedergabe die Höhen" sind daher leider nicht geeignet. Um einen derartigen Höhenabfall festzustellen, der in diesem Zusammenhang ja nur relativ zu einem anderen Band der gleichen Sorte/Charge beurteilt werden darf und niemals gegen ein Band eines anderen Herstellers verglichen werden darf, muß das Gerät exakt auf die Bandsorte eingemessen werden und dann Vergleichsmessungen zwischen beiden Bändern erfolgen.
Ich möchte hier keinesfalls den Eindruck erwecken, dass RMG Bänder 100% optimal sind, aber auch nicht, das sie schlecht sind, dazu kenne ich sie zuwenig. Ich möchte auch nicht so verstanden werden, dass nur wenige Personen Fehler feststellen können. Im Gegenteil. Fehlererkennung hilft viel beim Verständnis der magnetischen Tonaufzeichnung. Nur wenn man weiß, wie es funktionieren soll und muß, kann man erkennen, was falsch ist.
Fröhliches Fehlersuchen,
Michael
Vermutungen und zufällige Auffälligkeiten bringen uns hier nicht weiter. RMG hatte zu Beginn der Produktion wohl wirkliche Schwierigkeiten mit der Gleichmäßigkeit des Gusses. Man bedenke, dass bei EMTEC zum Schluß ein 25 µm "dicker" Guß mit 22 m/sec so gleichmäßig aufgetragen wurde, das Schwankungen in der Charge unterhalb 0,5 dB blieben. Das ist Wissen und Erfahrung, die man bei RMG wohl noch nicht hat. Die von mir gemessenen Werte sind meßtechnisch sehr wohl zu erfassen, sagen aber auch gleichzeitig aus, dass das Band sehr wohl ein Qualität besitzt, die ziemlich nahe an das LPR35-alt- reicht. Hören kann man die gemessenen Unterschiede nicht. Wobei hier jedoch die akustische Beurteilung fehlt. (Ich habe gestern abend Aufnahmen mit 9,5 cm/sec einer von mir auf LRP35-neu- eingemessenen A700LS-4-Spur gehört und muß sagen, dass es sich erstaunlich gut angehört hat.)
Es kann immer wieder passieren, und es ist in der Vergangenheit des öfteren passiert, dass Teile einzelner Chargen nicht ganz den Spezifikationen entsprechen. Da muß sich nur mal ein kleiner Krümel in den Spritzdüsen für einen Sekundenbruchteil verklemmen und schon kommt weniger magnetisierbare Schicht auf die Trägerfolie. Das ist für den Einzelnen natürlich ärgerlich, läßt sich aber auf dem Weg der sachlichen Nachfrage beim Verkäufer und Hersteller sicherlich regeln.
Zur fundierten Reklamation gehört die mehrfache Reproduktion und die klare Schilderung des Fehlers. Dazu stehen hier über die Teilnehmer dieses Forums mit Sicherheit mehr Möglichkeiten zur Verfügung, als jede andere Werkstatt heute bieten kann. Alleine der Bestand an Bezugsbändern und anderem Meßequipment ... Und ich bin mir sicher, das die Cracks hier nach Kräften helfen werden.
Nach der Fehlerfeststellung erfolgt natürlich die peinliche Inspektion des Geräts, ob es nicht doch ein anderes Problem gibt. Wenn dann der Fehler immer noch auftritt und reproduzierbar ist, geht das an den Verkäufer/Hersteller.
Die meisten wissen nicht, auf welche Bandsorte ihr Gerät eingemessen wurde. "Fehler" der Art, "auf meinem Gerät fehlen bei der Wiedergabe die Höhen" sind daher leider nicht geeignet. Um einen derartigen Höhenabfall festzustellen, der in diesem Zusammenhang ja nur relativ zu einem anderen Band der gleichen Sorte/Charge beurteilt werden darf und niemals gegen ein Band eines anderen Herstellers verglichen werden darf, muß das Gerät exakt auf die Bandsorte eingemessen werden und dann Vergleichsmessungen zwischen beiden Bändern erfolgen.
Ich möchte hier keinesfalls den Eindruck erwecken, dass RMG Bänder 100% optimal sind, aber auch nicht, das sie schlecht sind, dazu kenne ich sie zuwenig. Ich möchte auch nicht so verstanden werden, dass nur wenige Personen Fehler feststellen können. Im Gegenteil. Fehlererkennung hilft viel beim Verständnis der magnetischen Tonaufzeichnung. Nur wenn man weiß, wie es funktionieren soll und muß, kann man erkennen, was falsch ist.
Fröhliches Fehlersuchen,
Michael
