23.02.2006, 13:44
In diesem Falle müssen wir jetzt unter den Vorgaben des Rundfunks noch bedenken, dass die Kabelverbindungen oftmals durch den Hauptschaltraum verliefen, der sich gemeinhin irgendwo im Keller befand, was bereits eine gesunde Kablellänge gewährleistet. Überdies war dieser Raum natürlich dafür da, dass sich im Grunde jeder im Haus Interessierte (und außerhalb desselben Befugte) auf eine Leitung aufschalten können musste, ohne dass die auf dieser geführte Modulation die Spezifikationen des Rundfunks nicht mehr einhelt. Also keine Unterbrechungen, Knack- oder Brummstörungen, Beeinflussungen von Frequenzgang, Klirrfaktor oder Nebensprechdämpfung. Die Forderungen nach erdfreier Symmetrie, definierten Pegel- und Impedanzverhältnissen mit all den daraus folgenden Umständlichkeiten sind da schlicht nur selbstverständlich. Hat man dies Verfahren allerdings einmal kennen gelernt, weicht man nicht mehr davon ab. Dagegen sind die neuzeitlich 'professionellen' Softwareprodukte mit Hardware-Peripherie (zu jeweils entsprechenden Preisen) amateurhaft gedacht.
Hans-Joachim
P.s.: Draußen ging das natürlich weiter, auch wenn da durchwegs die Deutsche Bunzpost für Recht und Ordnung sorgte.
Anekdotischer Sonderfall: In der Branche geht die Kunde, dass der AFN München von seiner Anfangszeit bis zu seiner Auflösung die vielleicht noch heute vorhandenen, innerstädtischen Kabelnetze der Reichsrundfunkgesellschaft genützt haben soll, nachdem man ja 'sowas' nicht brach liegen lassen konnte. Die taten's also durchaus über 10 kHz hinaus und quer durch Deutschland dazu.
Die letzte Sendung von Radio München kam im April 1945, unmittelbar vor der amerikanischen Besetzung, übrigens vom Bahnhofsplatz in Mittenwald, wo man noch Leitungsverbindung ins (zer-)depperte München hatte, die Innsbrucker aber schon ohne 'Leitungskontrolle' im Inntal versinken lassen 'musste'.
Hans-Joachim
P.s.: Draußen ging das natürlich weiter, auch wenn da durchwegs die Deutsche Bunzpost für Recht und Ordnung sorgte.
Anekdotischer Sonderfall: In der Branche geht die Kunde, dass der AFN München von seiner Anfangszeit bis zu seiner Auflösung die vielleicht noch heute vorhandenen, innerstädtischen Kabelnetze der Reichsrundfunkgesellschaft genützt haben soll, nachdem man ja 'sowas' nicht brach liegen lassen konnte. Die taten's also durchaus über 10 kHz hinaus und quer durch Deutschland dazu.
Die letzte Sendung von Radio München kam im April 1945, unmittelbar vor der amerikanischen Besetzung, übrigens vom Bahnhofsplatz in Mittenwald, wo man noch Leitungsverbindung ins (zer-)depperte München hatte, die Innsbrucker aber schon ohne 'Leitungskontrolle' im Inntal versinken lassen 'musste'.
