Lautsprecher 4 und 8 Ohm und dergleichen
#17
Durch Reihenresonanz (Lautsprecherschwingspule und Vorschaltkondensator in der Weiche) kann die Impedanz stark absinken, da sich induktiver und kapazitiver Widerstand kompensieren, der (ja ebenfalls in Reihe liegende) ohmsche Widerstand der Schwingspule bleibt aber erhalten und als reelle Komponente im Stromkreis voll wirksam. Normalerweise sind in der Weiche ohmsche Zusatzwiderstände eingesetzt, die die Resonanz soweit dämpfen, dass es zu keiner Stromüberlastung des Verstärkers kommt, anderenfalls könnte man keine handelsüblichen 8 Ohm Boxen mit beliebigen handelsüblichen Verstärkern mit 8 Ohm Ausgang (der reale Innenwiderstand des Ausgangs geht gegen Null) kombinieren. Es geht hier auch nicht nur um die Stromfestigkeit der Endstufe, der Verstärker muss ja auch mit seiner internen Frequenzkompesation, die nicht für eine ganz spezielle Box sondern für den Durchschnitt ausgelegt ist, stabil bleiben. Anders ist das bei Aktivboxen, wo der interne Verstärker genau auf den Impedanzverlauf der Lautsprecherkombination abgestimmt ist.
Bei elektrostatischen, also kapazitiven Lautsprechern ist es von deren Kapazität abhängig, ab welcher Frequenz deren Impedanz auf kritische Werte absinkt, ich geh mal davon aus, dass diese Frequenz weit oberhalb des Audiobereichs liegt und man durch Filter dafür sorgt, dass bei dieser keine Pegel mehr erreicht werden, die den Verstärker überlasten könnten.
All dies bezieht sich auf "normale" (Wohnzimmer-) Audiogeräte, also kein High-End und keine Profi- Beschallungstechnik.

Gruß Holger
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RE: Lautsprecher 4 und 8 Ohm und dergleichen - von Analoghoerer - 24.10.2025, 01:52

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