24.09.2025, 21:10
Ja, die Zahlen in den Typenbezeichnungen folgten jeweils dem gebräuchlichen Schema des Herstellers. Maxell hatte wie schon geschrieben 50-35-25-18, BASF dagegen 52-35-26-18, wobei dort bei den Studio-Typen auch allerhand Werte wie 48, 50, 54 und 56 vorkamen, die wiederum nicht unbedingt der tatsächlichen Dicke entsprachen, sondern eher zur Unterscheidung dienten. Auch eine eigentlich korrekte Bezeichnung wie DPR 29 hätte die Kunden vielleicht eher verwirrt, oder mögen Marketing-Leute einfach keine Primzahlen?
TDK, Sony und noch ein paar andere japanische Hersteller rechneten in Prozent der Laufzeit auf gleicher Spulen-/Wickelgröße, wobei das Standardband die Bezeichnung 100 bekam, LP 150, DP 200.
Agfa rechnete auch irgendwie in Prozent der Laufzeit, allerdings wurde als Basis lustigerweise das Standardband FR 22 genommen und davon jeweils nur die 10er-Stelle multipliziert, die 1er-Stelle gab ab PE 31/41 den Pigmenttyp an. LP-Bänder hießen also PE 3x, DP-Bänder PE 4x und TP-Bänder PE 6x; das zog sich sogar bis zu den Cassetten durch, die mit PE 6x (C-60), PE 8x (C-90) und PE 12x (C-120) bestückt waren. Weshalb die Vierfachspielbänder für C-90 irgendwann in PE 9x umbenannt wurden, weiß ich nicht, vielleicht weil die 8 für maximal 90 Minuten zu sehr verwirrte, während 6 und 12 für C-60/120 bereits so schön gepaßt haben. Für die PEM- und PER-Bänder wiederum paßt das Schema überhaupt nicht, die folgten einer anderen Logik.
Ampex und Scotch hatten die gemeinsame Marotte, für jeden neuen Bandtyp eine dreistellige Nummer auszuwürfeln, und mit Glück wurden verwandte Typen, die nur eine andere Dicke hatten, auf benachbarten Nummern angeordnet, oder mit aufsteigender Zehnerstelle oder dergleichen.
Viele Grüße,
Martin
TDK, Sony und noch ein paar andere japanische Hersteller rechneten in Prozent der Laufzeit auf gleicher Spulen-/Wickelgröße, wobei das Standardband die Bezeichnung 100 bekam, LP 150, DP 200.
Agfa rechnete auch irgendwie in Prozent der Laufzeit, allerdings wurde als Basis lustigerweise das Standardband FR 22 genommen und davon jeweils nur die 10er-Stelle multipliziert, die 1er-Stelle gab ab PE 31/41 den Pigmenttyp an. LP-Bänder hießen also PE 3x, DP-Bänder PE 4x und TP-Bänder PE 6x; das zog sich sogar bis zu den Cassetten durch, die mit PE 6x (C-60), PE 8x (C-90) und PE 12x (C-120) bestückt waren. Weshalb die Vierfachspielbänder für C-90 irgendwann in PE 9x umbenannt wurden, weiß ich nicht, vielleicht weil die 8 für maximal 90 Minuten zu sehr verwirrte, während 6 und 12 für C-60/120 bereits so schön gepaßt haben. Für die PEM- und PER-Bänder wiederum paßt das Schema überhaupt nicht, die folgten einer anderen Logik.
Ampex und Scotch hatten die gemeinsame Marotte, für jeden neuen Bandtyp eine dreistellige Nummer auszuwürfeln, und mit Glück wurden verwandte Typen, die nur eine andere Dicke hatten, auf benachbarten Nummern angeordnet, oder mit aufsteigender Zehnerstelle oder dergleichen.
Viele Grüße,
Martin

