29.12.2024, 14:45
Liebe Forianer,
Die Zeit zwischen den Jahren ist Bastelzeit. Also habe ich mein kleines Studio umgeräumt und nebenbei meine Unterlagen sortiert / gesichtet. Dabei fiel mir eine Sache auf, die für die Besitzer von DDR- Studiomaschinen aller Ausführungen der R29 (also SJ103, SJ103a, b, SJ103/1, /2, T103b) von sicherheitstechnischer Relevanz ist.
Daher dachte ich, ich teile das hier mit Euch.
Zur R29 gehört ja der sogenannte "Gleichrichter Magnetton" GM80. Das ist ein separater- Einschub- Baustein, welcher die beiden Gleichspannungen +70V (Steuerspannung und Bremsspannung) und +24V (Relais- Schaltspannung) erzeugt. Von diesem Baustein gibt es im Netz (und irgendwo auch hier im Forum) ein Handgezeichnetes Prinzip- Schaltbild, welches recht bekannt zu sein scheint:
Dieses Bild ist meiner Meinung nach gefährlich, da es nur dem elektrotechnisch versierten Anwender auf den ersten Blick zu erkennen gestattet, was das eigentlich in Wirklichkeit ist.
Daher hänge ich hier mal das Originalschaltbild vom VEB Tontechnik an, damit auch dem etwas weniger in Schaltungsdingen bewanderten Anwender klar wird, das es sich hier um eine SPARTRAFO- Schaltung handelt und daß die Richtigkeit der Phasenlage unter allen Umständen zu beachten ist, will man sich nicht selbst ins Grab bringen:
Viele von uns hier betreiben auch eine T2221. Dort besteht ja das selbe Problem, siehe die umfangreichen Beiträge hier überall dazu. Allerdings macht es die T2221 seinem Betreiber leichter, wird doch die Richtigkeit der Phasenlage durch aufleuchten einer Glimmlampe direkt an der Frontplatte der Maschine angezeigt.
Falls sich jetzt jemand fragt, weshalb man bei der R29 nicht auch schon auf diese Idee gekommen ist, dem muss ich sagen- ist man doch. Allerdings nicht an so prominenter Stelle wie bei der T2221.
Die R29 verrät die korrekte Phasenlage nämlich nur demjenigen Anwender, welcher sie in der korrekt dazugehörigen Truhe MT803 betreibt. Bei dieser Truhe findet sich die Anzeige auf der Rückseite, bei den Großtuchel- Anschlüssen für die NF- Kabel. Wer diese Truhe nicht hat (und das dürften die meisten Leute sein), schaut in die Röhre, bzw. muss genau hinschauen und einen Phasenprüfer zu Rate ziehen...
Also biite- Seid vorsichtig, bleibt gesund und rutscht gut und Unfallfrei hinein, ins neue Jahr 2025.
Viele Grüße, Rainer
Die Zeit zwischen den Jahren ist Bastelzeit. Also habe ich mein kleines Studio umgeräumt und nebenbei meine Unterlagen sortiert / gesichtet. Dabei fiel mir eine Sache auf, die für die Besitzer von DDR- Studiomaschinen aller Ausführungen der R29 (also SJ103, SJ103a, b, SJ103/1, /2, T103b) von sicherheitstechnischer Relevanz ist.
Daher dachte ich, ich teile das hier mit Euch.
Zur R29 gehört ja der sogenannte "Gleichrichter Magnetton" GM80. Das ist ein separater- Einschub- Baustein, welcher die beiden Gleichspannungen +70V (Steuerspannung und Bremsspannung) und +24V (Relais- Schaltspannung) erzeugt. Von diesem Baustein gibt es im Netz (und irgendwo auch hier im Forum) ein Handgezeichnetes Prinzip- Schaltbild, welches recht bekannt zu sein scheint:
Dieses Bild ist meiner Meinung nach gefährlich, da es nur dem elektrotechnisch versierten Anwender auf den ersten Blick zu erkennen gestattet, was das eigentlich in Wirklichkeit ist.
Daher hänge ich hier mal das Originalschaltbild vom VEB Tontechnik an, damit auch dem etwas weniger in Schaltungsdingen bewanderten Anwender klar wird, das es sich hier um eine SPARTRAFO- Schaltung handelt und daß die Richtigkeit der Phasenlage unter allen Umständen zu beachten ist, will man sich nicht selbst ins Grab bringen:
Viele von uns hier betreiben auch eine T2221. Dort besteht ja das selbe Problem, siehe die umfangreichen Beiträge hier überall dazu. Allerdings macht es die T2221 seinem Betreiber leichter, wird doch die Richtigkeit der Phasenlage durch aufleuchten einer Glimmlampe direkt an der Frontplatte der Maschine angezeigt.
Falls sich jetzt jemand fragt, weshalb man bei der R29 nicht auch schon auf diese Idee gekommen ist, dem muss ich sagen- ist man doch. Allerdings nicht an so prominenter Stelle wie bei der T2221.
Die R29 verrät die korrekte Phasenlage nämlich nur demjenigen Anwender, welcher sie in der korrekt dazugehörigen Truhe MT803 betreibt. Bei dieser Truhe findet sich die Anzeige auf der Rückseite, bei den Großtuchel- Anschlüssen für die NF- Kabel. Wer diese Truhe nicht hat (und das dürften die meisten Leute sein), schaut in die Röhre, bzw. muss genau hinschauen und einen Phasenprüfer zu Rate ziehen...
Also biite- Seid vorsichtig, bleibt gesund und rutscht gut und Unfallfrei hinein, ins neue Jahr 2025.
Viele Grüße, Rainer
