Notebook SAMSUNG NP-N130 + externe Festplatte
#10
Baujahr ca. 2010, Intel Atom, 2 GB RAM und Festplatte? Da wird ein aktuelles Ubuntu auch sehr gemächlich laufen. Ein Ubuntu von 2010 würde besser laufen als Windows von 2010, aber man muss ja das aktuelle vergleichen. Ein Linux von heute läuft zwar immer noch schneller als Windows von heute, aber der Vergleich heißt heute nicht mehr 7 sondern 10 oder 11. Und die allermeisten Linux-Distributionen gibt es nur noch in 64Bit.

Ich habe hier auch ein altes Netbook am Laufen, ein Acer Aspire One von ca. 2011 mit einem AMD C70-Prozessor (ähnlich langsam wie die Atoms, die sollten halt vor allem Strom sparen, schnell rechnen und Strom sparen gleichzeitig gab es zu der Zeit noch nicht, schon gar nicht in billig).

Bei Linux auf alten Kisten ist es wichtig, welches Graphic User Interface man verwendet, denn das kann man sich in der Regel aussuchen. Die Netbooks aus dieser Zeit haben eine erschütternd schlechte Grafikleistung und auch Prozessor und RAM werden durch eine schmucklosere Benutzeroberfläche entlastet.

Auf dem kleinen Acer läuft jedenfalls das aktuelle Debian 12 mit der Benutzeroberfläche LXDE. Das funktioniert ganz gut, beim Browsen auf heutigen Webseiten sollte man aber trotzdem keine Wunder erwarten. Solche Rechner sind für das Internet von heute nicht gemacht. Für die Leistung des Rechners läuft es aber recht flüssig. Allerdings habe ich die Festplatte durch eine billige SSD ersetzt und 4 GB RAM hineingesteckt. Das würde ich hier auch empfehlen, zumindest die SSD.

Die Light-Variante von Ubuntu, Lubuntu, bietet auf jeden Fall eine weniger aufwendige Benutzeroberfläche names LXQT und die würde ich hier dem normalen Ubuntu vorziehen, weil es sich bei dem Rechner echt um ein lahmes Schätzchen handelt.

Es gibt auch noch exotische Linux-Distributionen für ältere Hardware, auf einem IBM Thinkpad T43 von 2005 mit der originalen IDE-Festplatte, Pentium M und 1 GB RAM habe ich z.B. mal Bodhi Linux (die alte Legacy-32Bit-Version 5.1) installiert und das war dann erstaunlich brauchbar. Diese kleinen Distributionen sind aber i.d.R. etwas "bastelig" und oft gibt es sie nur auf English.

Für Linux-Anfänger würde ich hier aber eher eine Mainstream-Distribution wie Lubuntu empfehlen (wenn sie denn noch auf der Hardware läuft). Wenn es zu lahm ist, kann man ja immer noch was anderes probieren.

Ob Windows inzwischen einen bootfähigen Stick mit Bordmitteln aus der ISO erzeugen kann, weiß ich gerade nicht (ich mache das immer unter Linux Mint mit dem Dateimanager), aber es gibt ein kostenloses Tool namens LinuxLive USB Creator.

Ich mag die kleinen Dinger auch, sind so schön handlich und für vieles reichen sie ja auch noch.

Ich würde hier die alte Festplatte ausbauen, zur Seite legen (dann hat man das alte auch noch), durch eine SSD ersetzen und dann mal Lubuntu 22.04 probieren, dafür sollten aber 2 GB RAM drin sein.

Viele Grüße
Nils

EDIT: Wenn ich das richtig gegoogled habe, dann ist in dem Teil ein Intel Atom N270 verbaut. Damit wird es tricky, denn der kann noch kein 64 Bit: "Der N270 besitzt keinerlei Virtualisierungsfunktionen und auch keinen 64 Bit Support." Deshalb vermutlich auch die Limitierung auf 2 GB RAM.

Das letzte Lubuntu, das es noch in 32Bit-Version gab, war 18.04. und das wird nicht mehr durch Updates unterstützt.

Debian gibt es nach wie vor auch in 32Bit. Also wäre hier Debian 12 32bit meine Wahl, bei der Installation kann man unterschiedliche Benutzeroberflächen aussuchen (und auch mehrere installieren, die kann man beim Neustart dann wechseln), LXDE dürfte hier am besten laufen.
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RE: Notebook SAMSUNG NP-N130 + externe Festplatte - von tk141 - 11.02.2024, 23:06

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