22.09.2005, 16:14
Ich habe die RT909, die RT707 kenne ich nur vom sehen.
Die RT909 ist die teurere und aufwendigere- auch neuere Maschine.
Die RT909 wird sehr wegen ihrer "Optik" geschätzt.
Auch aus meiner Sicht ein sehr schönes Gerät, mit einem nicht alltäglichen aber doch sehr eleganten Design. Die Verarbeitung ist extrem sauber.
Die Parameter scheren weder im negativen, noch im positiven Sinne aus dem Üblichen aus. Manche Leute kritisieren das gedrungene Design, das die Bedienung erschweren soll. Ich habe damit kein Problem.
Kritik verdient eher die Nähe der Spulen zu den Umlenkrollen. Da musß man schon aufmerksam die Spulen aufsetzen, wenn man die Teile nicht zerkratzen will. Die blauen Displays sind sehr esthetisch, jedoch ist die Auflösung des Bar-graph Displays relativ grob und das digitale Zählwerk zeigt keine Zeit oder Bandlänge, sondern nur die Umdrehungen der Linken Spule. Da wäre sicher Besseres machbar gewesen, ändern läßt sich das mechanisch bedingt nicht.
Der Kopfträger macht einen sehr robusten Eindruck. Über die Sinnhaftigkeit,
die Schrauben für Kopfjustage sichtbar als Designelement damaliger Zeit zu halten(auch die GX635 und die älteren Pioneers hatten es so) habe ich meine Zweifel: Wenn man beim Einstellen neben der Meßgeräte auch noch den Schraubendreher im Auge behalten muß (sonst Kratzer), wird es etwas stressig.
Die Maschine ist vollgeladen mit Elektronik auf mehreren Boards. Typisch für damalige Zeit ist sehr viel mit diskreten Bauteilen aufgebaut. Das macht einerseits eine Reparatur möglich, allerdings dauert es etwas länger, bis man sich auskennt. Dank der unüblichen Tiefe des Gehäuses, geht es drinnen aber recht luftig zu. Die Zugänglichkeit der Prints ist nicht schlecht. Natürlich kann man es nicht mit einem Revox vergleichen. Dennoch wirkt das Gerät aufgeräumter als so mancher Akai der letzten Stunde.
Bedingt durch die Doppelcapstankonstruktion ist ein Flachriemen im Antrieb- eine Schwäche bezüglich Langzeithaltbarkeit. Allerdings werden die Riemen und die Andruckrollen von diversen Firmen in USA noch angeboten, wo das Gerät offensichtlich mehr verbreitet ist.
Mein Gerät zeigte nach etwa 30min Spielzeit Gleichlaufschwankungen, die
-so glaube ich von der Elektronik verursacht waren. Ich habe ein Paar Teile ausgetauscht, aber kam noch nicht zum Langzeittest. Irgendwo wurde dieser fehler samt Lösung bereits beschrieben(kommt also häufiger vor), leider habe ich den Link nicht mehr.
Unterm Strich eher ein schmuckes Gerät fürs Wohnzimmer, als ein Arbeitspferd für rauhen Alltag. Es kommt also auf die Anforderungen an.
Nikola
Die RT909 ist die teurere und aufwendigere- auch neuere Maschine.
Die RT909 wird sehr wegen ihrer "Optik" geschätzt.
Auch aus meiner Sicht ein sehr schönes Gerät, mit einem nicht alltäglichen aber doch sehr eleganten Design. Die Verarbeitung ist extrem sauber.
Die Parameter scheren weder im negativen, noch im positiven Sinne aus dem Üblichen aus. Manche Leute kritisieren das gedrungene Design, das die Bedienung erschweren soll. Ich habe damit kein Problem.
Kritik verdient eher die Nähe der Spulen zu den Umlenkrollen. Da musß man schon aufmerksam die Spulen aufsetzen, wenn man die Teile nicht zerkratzen will. Die blauen Displays sind sehr esthetisch, jedoch ist die Auflösung des Bar-graph Displays relativ grob und das digitale Zählwerk zeigt keine Zeit oder Bandlänge, sondern nur die Umdrehungen der Linken Spule. Da wäre sicher Besseres machbar gewesen, ändern läßt sich das mechanisch bedingt nicht.
Der Kopfträger macht einen sehr robusten Eindruck. Über die Sinnhaftigkeit,
die Schrauben für Kopfjustage sichtbar als Designelement damaliger Zeit zu halten(auch die GX635 und die älteren Pioneers hatten es so) habe ich meine Zweifel: Wenn man beim Einstellen neben der Meßgeräte auch noch den Schraubendreher im Auge behalten muß (sonst Kratzer), wird es etwas stressig.
Die Maschine ist vollgeladen mit Elektronik auf mehreren Boards. Typisch für damalige Zeit ist sehr viel mit diskreten Bauteilen aufgebaut. Das macht einerseits eine Reparatur möglich, allerdings dauert es etwas länger, bis man sich auskennt. Dank der unüblichen Tiefe des Gehäuses, geht es drinnen aber recht luftig zu. Die Zugänglichkeit der Prints ist nicht schlecht. Natürlich kann man es nicht mit einem Revox vergleichen. Dennoch wirkt das Gerät aufgeräumter als so mancher Akai der letzten Stunde.
Bedingt durch die Doppelcapstankonstruktion ist ein Flachriemen im Antrieb- eine Schwäche bezüglich Langzeithaltbarkeit. Allerdings werden die Riemen und die Andruckrollen von diversen Firmen in USA noch angeboten, wo das Gerät offensichtlich mehr verbreitet ist.
Mein Gerät zeigte nach etwa 30min Spielzeit Gleichlaufschwankungen, die
-so glaube ich von der Elektronik verursacht waren. Ich habe ein Paar Teile ausgetauscht, aber kam noch nicht zum Langzeittest. Irgendwo wurde dieser fehler samt Lösung bereits beschrieben(kommt also häufiger vor), leider habe ich den Link nicht mehr.
Unterm Strich eher ein schmuckes Gerät fürs Wohnzimmer, als ein Arbeitspferd für rauhen Alltag. Es kommt also auf die Anforderungen an.
Nikola
