(20.12.2023, 17:22)Senkel schrieb: Was ist der Grund für diese Gedenksekunden des Sekunden Zeiger?
Ich wusste es mal. Aus der Erinnerung: Anfangs hatten Bahnhofsuhren gar keinen Sekundenzeiger. Der wurde im Auftrag der Bahngesellschaften nachträglich im Schnellverfahren in die Konstruktion "hineingefrickelt" und ist von der Frequenz der Netzspannung abhängig. Da diese gelegentlich schwankt, wurden die Uhren so gebaut, daß eine Runde nicht in 60, sondern in 55 (?) Sekunden durchlaufen wird. Wenn sie vorzeitig auf der 12 ankommen, treten halt diese "Gedenksekunden" in Kraft, um den Zeiger wieder in Takt zu bringen.
Daß diese Armbanduhr das auch macht, glaube ich weniger. Uhrwerke sind Massenware. In Quarzuhren ticken meist Werke von Miyota/Citizen (Japan) oder - wie wahrscheinlich bei dieser Uhr - ETA (Schweiz), seltener auch von Epson/Seiko und seit einigen Jahren auch ab und zu chinesische Werke (die auf dem Weltmarkt allerdings nicht wesentlich billiger sind als die millionenfach bewährten Miyotas und sich deswegen auch noch nicht richtig durchsetzen konnten). Die extra für die eher seltenen Bahnhofs-Armbanduhren so anzupassen, daß der Sekundenzeiger auf der 12 kurz Verschnaufpause macht, wäre ein immenser Aufwand und würde den Preis in die Höhe treiben.
Korrektur: Scheinbar macht er das doch, siehe Webseite von Mondaine.
Daß Yamaha ihre Werbe-Uhren trotz starker Uhren-Industrie im eigenen Land in der Schweiz fertigen lassen, finde ich übrigens bemerkenswert.
