22.01.2023, 00:48
Hallo Joni,
ich habe sowohl ein UMC1820 als auch ein ADA8000 (den Vorgänger vom ADA8200), und auch beide schon zusammen verwendet. Meine Anwendung (Live-Aufnahme von Chor/Orchester/Solisten/Orgel) braucht eigentlich ausschließlich Eingänge für Mikros - da bekomme ich 16 Mikros mit Phantomspeisung ohne weiteres in den Rechner. Dabei hängen beide Geräte über eine ADAT-Verbindung zusammmen.
Dass dies nicht auch umgekehrt funktionieren soll, habe ich bisher nicht gehört oder gelesen - ich habe die entsprechenden Ausgänge zumindest im Rechner schon gesehen (unter Linux, sie tachen dann in Jack auf), wenn beide Geräte verbunden waren. Gebraucht habe ich sie aber noch nicht, und soweit ich mich erinnere auch nicht getestet. Wenn es da wirklich ernste Zweifel gibt, könnte ich mal einen Versuch aufsetzen.
Am Anfang hatte ich mal ein Problem damit - da waren nämlich nur die ersten beiden ADAT-Kanäle nutzbar, die anderen nur "vorhanden", aber immer ohne Ton. War aber letztlich nur ein Mixer-Problem, wo nicht alle Kanäle im Alsamixer aufgetaucht sind, und man die restlichen per Kommandozeile setzen musste.
Es dürfte wohl die günstigste Möglichkeit sein, 16+ Kanäle per USB in den Rechner rein oder raus zu bekommen. Als Nachteile empfinde ich z.B. dass das UMC1820 keinen Wordclock-Anschluss hat, die Synchronisation also nur über die ADAT-Verbindung funktionieren muss, und man auch darauf hoffen muss, dass die (softwareseitige) Einstellung, wer jetzt Clock Master ist auch wirklich funktioniert. Böse Überraschungen nach der Aufnahme im Konzert hatte ich noch keine... hoffentlich bleibt das so. Die Vielseitigkeit des UMC1820 mag zwar beeindrucken - für meinen Zweck stört sie aber manchmal. Den S/PDIF Ein- und Ausgang brauche ich normal nicht - aber die beiden zugehörigen Spuren liegen immer zwischen den eingebauten und den 8 ADAT-Kanälen. Naja. Und warum um alles in der Welt macht man zwei XLR-Eingänge vorne, die restlichen 6 aber hinten hin? Auch die INST/LINE-Umschaltung für irgendwelche Gitarren hab ich noch nie gebraucht (soll aber auch andere Anwender geben...) - und zum Glück auch noch nie aus Versehen aktiviert.
Am ADA8000 hab ich eigentlich nichts auszusetzen - ein Poti hat aber leider inzwischen einen Wackelkontakt, so dass nur noch 7 Eingänge zuverlässig nutzbar sind. Ideal wäre für mich ein ganz simpler ADAT-USB-Umsetzer, dann bräuchte ich nichtmal ein UMC1820. Dieses Gerät kann das angeblich: https://www.minidsp.com/products/usb-aud...reamer-box. Wenn es jetzt noch zwei oder drei ADAT-Ports plus WordClock hätte...
Ich weiß nicht genau, wie Du so ein Interface genau zusammen mit dem Pult nutzen wollen würdest. Nach wie vor dürfte die oben genannte Kombination die günstigste sein, um 16 und mehr Kanäle über USB rein/raus zu bekommen. Für meinen Zweck (Live-Aufnahme mit Mikros) wäre ein "Behringer X Air XR18" noch eine gute Option - aber etwas teurer, und nur mit 6 Ausgängen (was mich wiederum überhaupt nicht stören würde). Oh, ich sehe gerade, es gibt auch ein "Zoom LiveTrak L-20R" - das wäre für meinen Zweck wohl ideal, wenn ich noch nichts hätte.
Ich vermute aber, bei Dir ist es umgekehrt, wenn Du 16 Line-Ein-und-Ausgänge suchst, aber auf die PreAmps verzichten könntest. Von Tascam gibt es noch was mit 16 Ein- und 8 Ausgängen (davon 8 Mikro-Eingängen), falls das hilft. Aber die Auswahl beim Ton-Discounter kennst Du ja eh schon
Viele Grüße
Andreas
(20.01.2023, 21:21)eintapedeck schrieb: 1. Man soll das Teil mit einem ADA8200 zusammen schalten können um auf noch mehr Inputs zu kommen, das wäre sicherlich mal für die Zukunft eine Idee, allerdings heißt es überall das man nur 8 Weiter Inputs bekommt, allerdings bräuchte ich auch dann 8 Outputs mehr das ich weiterhin analog alle 16 Kanäle Mischen kann.
Die Frage ist also ob das Teil um 8 In- und Outputs erweitert oder ob für die Outputs noch ein gerät benötigt wird?
ich habe sowohl ein UMC1820 als auch ein ADA8000 (den Vorgänger vom ADA8200), und auch beide schon zusammen verwendet. Meine Anwendung (Live-Aufnahme von Chor/Orchester/Solisten/Orgel) braucht eigentlich ausschließlich Eingänge für Mikros - da bekomme ich 16 Mikros mit Phantomspeisung ohne weiteres in den Rechner. Dabei hängen beide Geräte über eine ADAT-Verbindung zusammmen.
Dass dies nicht auch umgekehrt funktionieren soll, habe ich bisher nicht gehört oder gelesen - ich habe die entsprechenden Ausgänge zumindest im Rechner schon gesehen (unter Linux, sie tachen dann in Jack auf), wenn beide Geräte verbunden waren. Gebraucht habe ich sie aber noch nicht, und soweit ich mich erinnere auch nicht getestet. Wenn es da wirklich ernste Zweifel gibt, könnte ich mal einen Versuch aufsetzen.
Am Anfang hatte ich mal ein Problem damit - da waren nämlich nur die ersten beiden ADAT-Kanäle nutzbar, die anderen nur "vorhanden", aber immer ohne Ton. War aber letztlich nur ein Mixer-Problem, wo nicht alle Kanäle im Alsamixer aufgetaucht sind, und man die restlichen per Kommandozeile setzen musste.
Es dürfte wohl die günstigste Möglichkeit sein, 16+ Kanäle per USB in den Rechner rein oder raus zu bekommen. Als Nachteile empfinde ich z.B. dass das UMC1820 keinen Wordclock-Anschluss hat, die Synchronisation also nur über die ADAT-Verbindung funktionieren muss, und man auch darauf hoffen muss, dass die (softwareseitige) Einstellung, wer jetzt Clock Master ist auch wirklich funktioniert. Böse Überraschungen nach der Aufnahme im Konzert hatte ich noch keine... hoffentlich bleibt das so. Die Vielseitigkeit des UMC1820 mag zwar beeindrucken - für meinen Zweck stört sie aber manchmal. Den S/PDIF Ein- und Ausgang brauche ich normal nicht - aber die beiden zugehörigen Spuren liegen immer zwischen den eingebauten und den 8 ADAT-Kanälen. Naja. Und warum um alles in der Welt macht man zwei XLR-Eingänge vorne, die restlichen 6 aber hinten hin? Auch die INST/LINE-Umschaltung für irgendwelche Gitarren hab ich noch nie gebraucht (soll aber auch andere Anwender geben...) - und zum Glück auch noch nie aus Versehen aktiviert.
Am ADA8000 hab ich eigentlich nichts auszusetzen - ein Poti hat aber leider inzwischen einen Wackelkontakt, so dass nur noch 7 Eingänge zuverlässig nutzbar sind. Ideal wäre für mich ein ganz simpler ADAT-USB-Umsetzer, dann bräuchte ich nichtmal ein UMC1820. Dieses Gerät kann das angeblich: https://www.minidsp.com/products/usb-aud...reamer-box. Wenn es jetzt noch zwei oder drei ADAT-Ports plus WordClock hätte...
(20.01.2023, 21:21)eintapedeck schrieb: 2. Da ich schon ein Mischpult habe frage ich mich ob das überhaupt die beste Lösung ist? Weil ich habe für die Mikrofone die Kompressoren und Preamps am Pult bzw. im Rack, also werden die am Interface nicht benutzt werden, es wird nur der Direct Out per XLR vom Pult angeschlossen. Deswegen ist die Frage ob es nicht eine noch günstigere Variante ohne die Amps und sowas gibt.
Ich weiß nicht genau, wie Du so ein Interface genau zusammen mit dem Pult nutzen wollen würdest. Nach wie vor dürfte die oben genannte Kombination die günstigste sein, um 16 und mehr Kanäle über USB rein/raus zu bekommen. Für meinen Zweck (Live-Aufnahme mit Mikros) wäre ein "Behringer X Air XR18" noch eine gute Option - aber etwas teurer, und nur mit 6 Ausgängen (was mich wiederum überhaupt nicht stören würde). Oh, ich sehe gerade, es gibt auch ein "Zoom LiveTrak L-20R" - das wäre für meinen Zweck wohl ideal, wenn ich noch nichts hätte.
Ich vermute aber, bei Dir ist es umgekehrt, wenn Du 16 Line-Ein-und-Ausgänge suchst, aber auf die PreAmps verzichten könntest. Von Tascam gibt es noch was mit 16 Ein- und 8 Ausgängen (davon 8 Mikro-Eingängen), falls das hilft. Aber die Auswahl beim Ton-Discounter kennst Du ja eh schon

Viele Grüße
Andreas
