02.07.2005, 18:25
Hallo Helmut,
der rechte "Fühlhebel" bei der TD 20 A ist nichts weiter als ein Schlaufenfänger oder Bandstraffer, er hat keinerlei Funktion, die sich etwa auf Bremsen oder Wickelmotor bezieht. Es ist lediglich ein federbelasteter Hebel, der zwei Zugfedern nacheinander spannt, wenn er nach links bewegt wird. Im Gegensatz dazu hat der linke wirklich die Bezeichnung "Fühlhebel" verdient, denn er regelt beim Vorspulen und im Aufn./Wiedergabebetrieb die linke Bandbremse.
Insofern ist der Ablauf bei deiner Maschine eher andersrum: durch den ausfallenden Motor gibt der Hebel nach, weil der Bandzug ausbleibt.
Die Steuerung der Motoren bei der TD 20 erfolgt mit Thyristoren, die beim Eintasten einer der Laufwerksfunktionen den (die) jeweiligen Motor(en) an Spannung legen. Die Motoren werden normalerweise mit Wechselspannung gefahren, nur beim Bremsen bekommen sie kurzzeitig Gleichspannung. Ich vermute hier oder in der unmittelbaren Peripherie des Thyristors einen Bauteildefekt. Andere Möglichkeit: Für die logische Steuerung ist das PROM U3 auf dem Logikboard zuständig, das entsprechende Befehle in Form von Nullen und Einsen an die Motorsteuerung ausgibt, wenn eine Taste gedrückt wird. Auch in diesem IC (20polig, am linken Rand der Logikplatine) könnte eine Fehlerquelle sitzen. Auch der zeitweise Ausfall der Bremswirkung würde eher auf einen Fehler in der Logik hindeuten. Das Ganze ist aber sehr komplex und lässt sich kaum per Ferndiagnose in den Griff bekommen. Im Servicemanual sind für die PROMs keine Typenbezeichnungen angegeben.
Das letzte, was mir noch einfällt, ist der unter dem rechten Bandteller sitzende, sog. TMI-Sensor, der nichts anderes als eine IR-Lichtschranke ist. Diese wird durch eine Zahnung an der Unterkante des Tellers periodisch unterbrochen und meldet somit an die Logik, ob der Teller läuft oder nicht. Soviel ich aus den Serviceunterlagen entnehmen kann, dient das Ding allerdings nur dem Timing beim Bremsvorgang. Aber wer weiß....?
Gruß Holgi
der rechte "Fühlhebel" bei der TD 20 A ist nichts weiter als ein Schlaufenfänger oder Bandstraffer, er hat keinerlei Funktion, die sich etwa auf Bremsen oder Wickelmotor bezieht. Es ist lediglich ein federbelasteter Hebel, der zwei Zugfedern nacheinander spannt, wenn er nach links bewegt wird. Im Gegensatz dazu hat der linke wirklich die Bezeichnung "Fühlhebel" verdient, denn er regelt beim Vorspulen und im Aufn./Wiedergabebetrieb die linke Bandbremse.
Insofern ist der Ablauf bei deiner Maschine eher andersrum: durch den ausfallenden Motor gibt der Hebel nach, weil der Bandzug ausbleibt.
Die Steuerung der Motoren bei der TD 20 erfolgt mit Thyristoren, die beim Eintasten einer der Laufwerksfunktionen den (die) jeweiligen Motor(en) an Spannung legen. Die Motoren werden normalerweise mit Wechselspannung gefahren, nur beim Bremsen bekommen sie kurzzeitig Gleichspannung. Ich vermute hier oder in der unmittelbaren Peripherie des Thyristors einen Bauteildefekt. Andere Möglichkeit: Für die logische Steuerung ist das PROM U3 auf dem Logikboard zuständig, das entsprechende Befehle in Form von Nullen und Einsen an die Motorsteuerung ausgibt, wenn eine Taste gedrückt wird. Auch in diesem IC (20polig, am linken Rand der Logikplatine) könnte eine Fehlerquelle sitzen. Auch der zeitweise Ausfall der Bremswirkung würde eher auf einen Fehler in der Logik hindeuten. Das Ganze ist aber sehr komplex und lässt sich kaum per Ferndiagnose in den Griff bekommen. Im Servicemanual sind für die PROMs keine Typenbezeichnungen angegeben.
Das letzte, was mir noch einfällt, ist der unter dem rechten Bandteller sitzende, sog. TMI-Sensor, der nichts anderes als eine IR-Lichtschranke ist. Diese wird durch eine Zahnung an der Unterkante des Tellers periodisch unterbrochen und meldet somit an die Logik, ob der Teller läuft oder nicht. Soviel ich aus den Serviceunterlagen entnehmen kann, dient das Ding allerdings nur dem Timing beim Bremsvorgang. Aber wer weiß....?
Gruß Holgi
