29.11.2021, 20:53
Hallo alle,
wie lautet das Gegenteil einer Empfehlung? Warnung vielleicht? Ich habe mir "Das Bandmaschinenbuch" von Gerd Weichhaus zugelegt und ich finde es abgründig schlecht. Der Autor bleibt so an der Oberfläche, dass ich mit wenigen Stunden auf Youtube mehr und detailiertere Informationen zusammengetragen habe, als im Buch zu finden sind. Der Schreibstil ist auch nicht preisverdächtig. Wenn in einem Absatz zum 3. Mal "übrigens" verwendet wird, streicht der Lehrer das an. Der Autor ermutigt zur selbständigen Reparatur der Geräte und verliert sich dann in triviale Details wie das korrekte Einstellen der Netzspannung. Bei den Dingen, die der Laie oft wirklich nicht weiß, wie das Bestimmen von Erstatztypen für defekte Elektronik fehlen. Es fehlt außerdem jeder Hinweis zur Einstellung der Tonköpfe (außer dass man es lieber sein lassen soll) so wie ein Anleitung zum Abgleichen. Manche Geräte werden schon anfangs quasi verbannt "... werden Sie in diesem Buch nicht finden". Es beschränkt sich im Wesentlichen auf Philips, Grundig, Saba und Uher. Die auch in Deutschland weit verbreiteten Marken Akai, Teac, Revox und Technics werden völlig ignoriert. Stattdessen gibt es einen kurzen Exkurs zu frühen Video-Recordern. Nicht sicher, ob man diese gemeinhin zu den Bandmaschinen zählt. Es wird erwähnt, dass RTM aktuell neue Bänder produziert. Meine noch sehr wenige Erfahrung zeigt Aussteuerungs-Reserven, wie ich sie nie vermuten hätte. Dennoch lässt sich der Autor zu der generellen Feststellung hinreißen, man solle sich grundsätzlich vom roten Bereich fernhalten. Das mag für alte Bänder vielleicht so sein. Es mangelt überall an ausreichender Differenzierung. Dann ist das Buch noch mit Skizzen gefüllt, wie sie ein Grundschul-Kind malen würde. Vielleicht eine Form der Kunst, die ich nicht begreife. Von mir keine Kaufempfehlung!
Viele Grüße
Marcus
wie lautet das Gegenteil einer Empfehlung? Warnung vielleicht? Ich habe mir "Das Bandmaschinenbuch" von Gerd Weichhaus zugelegt und ich finde es abgründig schlecht. Der Autor bleibt so an der Oberfläche, dass ich mit wenigen Stunden auf Youtube mehr und detailiertere Informationen zusammengetragen habe, als im Buch zu finden sind. Der Schreibstil ist auch nicht preisverdächtig. Wenn in einem Absatz zum 3. Mal "übrigens" verwendet wird, streicht der Lehrer das an. Der Autor ermutigt zur selbständigen Reparatur der Geräte und verliert sich dann in triviale Details wie das korrekte Einstellen der Netzspannung. Bei den Dingen, die der Laie oft wirklich nicht weiß, wie das Bestimmen von Erstatztypen für defekte Elektronik fehlen. Es fehlt außerdem jeder Hinweis zur Einstellung der Tonköpfe (außer dass man es lieber sein lassen soll) so wie ein Anleitung zum Abgleichen. Manche Geräte werden schon anfangs quasi verbannt "... werden Sie in diesem Buch nicht finden". Es beschränkt sich im Wesentlichen auf Philips, Grundig, Saba und Uher. Die auch in Deutschland weit verbreiteten Marken Akai, Teac, Revox und Technics werden völlig ignoriert. Stattdessen gibt es einen kurzen Exkurs zu frühen Video-Recordern. Nicht sicher, ob man diese gemeinhin zu den Bandmaschinen zählt. Es wird erwähnt, dass RTM aktuell neue Bänder produziert. Meine noch sehr wenige Erfahrung zeigt Aussteuerungs-Reserven, wie ich sie nie vermuten hätte. Dennoch lässt sich der Autor zu der generellen Feststellung hinreißen, man solle sich grundsätzlich vom roten Bereich fernhalten. Das mag für alte Bänder vielleicht so sein. Es mangelt überall an ausreichender Differenzierung. Dann ist das Buch noch mit Skizzen gefüllt, wie sie ein Grundschul-Kind malen würde. Vielleicht eine Form der Kunst, die ich nicht begreife. Von mir keine Kaufempfehlung!
Viele Grüße
Marcus
Technics RS-1500US, Technics RS-B49R, Technics ST-G450, Loewe SV 3490
das andere Hobby: https://elf-of-lothlorien.de
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