12.09.2021, 17:43
Bei Chromdioxidbändern besteht das magnetische Material aus ebendieser chemischen Verbindung, CrO2.
Bei Chromsubstitutbändern besteht es aus Eisenoxid, meistens Fe2O3, und Kobalt, deshalb oft abgekürzt FeCo.
Kurz zusammengefaßt: Damals lagen die Unterschiede darin, daß CrO2-Bänder im Durchschnitt etwas niedrigere Empfindlichkeit hatten als FeCo-Bänder, etwas geringere Tiefenaussteuerbarkeit hatten, dafür aber mindestens genauso gute Höhenaussteuerbarkeit, und deutlich weniger rauschten.
Man brauchte für beide Bandtypen einen Recorder, dessen Empfindlichkeit jeweils dazu paßte, wenn man mit Rauschunterdrückung aufnehmen wollte. Ohne Rauschunterdrückung war es eigentlich egal. Die Bias-Werte waren ja sehr ähnlich, zumindest bei den jeweiligen Standard-Einschicht-Typen. Da hat man eben CrO2-Bänder geringer ausgesteuert als FeCo-Bänder und konnte mit beidem glücklich werden.
Heute haben die CrO2-Bänder mal mehr, mal weniger von ihrer Aussteuerbarkeit eingebüßt. Man kann sie noch neu bespielen, muß sie dann aber sehr vorsichtig aussteuern, und unterm Strich bleibt oft eine geringere Dynamik übrig als bei guten FeCo-Bändern. Trotzdem können die Chrombänder noch schön klingen, da z.B. das Modulationsrauschen, das nur zusammen mit dem Signal auftritt, meistens geringer ist als bei FeCo.
Dann gibt es noch Unterschiede wie Durchkopiereffekte, Löschempfindlichkeit, Verhalten bei Wärme und dergleichen. Hier gibt es mehrere Threads, die sich mit dem für und wider der beiden Bandtypen auseinandersetzen, bisweilen recht kontrovers geführt, jeder hat halt so seine Lieblinge.
Viele Grüße,
Martin
Bei Chromsubstitutbändern besteht es aus Eisenoxid, meistens Fe2O3, und Kobalt, deshalb oft abgekürzt FeCo.
Kurz zusammengefaßt: Damals lagen die Unterschiede darin, daß CrO2-Bänder im Durchschnitt etwas niedrigere Empfindlichkeit hatten als FeCo-Bänder, etwas geringere Tiefenaussteuerbarkeit hatten, dafür aber mindestens genauso gute Höhenaussteuerbarkeit, und deutlich weniger rauschten.
Man brauchte für beide Bandtypen einen Recorder, dessen Empfindlichkeit jeweils dazu paßte, wenn man mit Rauschunterdrückung aufnehmen wollte. Ohne Rauschunterdrückung war es eigentlich egal. Die Bias-Werte waren ja sehr ähnlich, zumindest bei den jeweiligen Standard-Einschicht-Typen. Da hat man eben CrO2-Bänder geringer ausgesteuert als FeCo-Bänder und konnte mit beidem glücklich werden.
Heute haben die CrO2-Bänder mal mehr, mal weniger von ihrer Aussteuerbarkeit eingebüßt. Man kann sie noch neu bespielen, muß sie dann aber sehr vorsichtig aussteuern, und unterm Strich bleibt oft eine geringere Dynamik übrig als bei guten FeCo-Bändern. Trotzdem können die Chrombänder noch schön klingen, da z.B. das Modulationsrauschen, das nur zusammen mit dem Signal auftritt, meistens geringer ist als bei FeCo.
Dann gibt es noch Unterschiede wie Durchkopiereffekte, Löschempfindlichkeit, Verhalten bei Wärme und dergleichen. Hier gibt es mehrere Threads, die sich mit dem für und wider der beiden Bandtypen auseinandersetzen, bisweilen recht kontrovers geführt, jeder hat halt so seine Lieblinge.
Viele Grüße,
Martin

