18.04.2021, 12:50
Hallo, Frank,
der Argumentation kann ich in mehreren Punkten nicht folgen.
Ich nehme an " die Wahl zwischen schlechter Qualität und starkem Rauschen" bezieht sich darauf, den Wiedergabe-Kopf etwas nach oben zu verschieben, so daß zB mit dem 1mm breiten Spalt nur die oberen 0.6 mm erfaßt werden.
Dann "sehen" 0.4 mm der Spalthöhe nur Luft. Dadurch sinkt das Nutzsignal entsprechend ab, aber das Rauschen nimmt nicht zu und die Qualität nimmt auch nicht gleich drastisch ab. Allerdings wird typisch ein uU "flatterigerer" Teil des Bands erfaßt. Das ist aber dann ursächlich durch die unglückliche Aufnahme begründet.
Ein Cassetten-Kopf hat eine geringere Spiegelhöhe, so daß die Gefahr besteht, daß das Band eine Neigung entwickelt, entsprechend vertikal weglaufen zu wollen.
Die Nebenwirkungen von Azimuth-Fehlstellung auf den Frequenzgang hat nichts mit Stereo und Mono zu tun sondern nur mit der Spalthöhe. Die Verbreiterung des effektive Spaltes bei Schiefstellung ist naturgenäß proportional zur Spalthöhe und deshalb bei 0.6 mm etwas geringer als bei 1 mm.
Allerdings haben frische Cassettenköpfe eine kleinere Spaltbreite als Wiedergabe-Köpfe von Tonbandgeräten.
Nebeneffekt ist allerdings, daß dadurch auch nur eine geringere Schichtdicke des Bandes erfaßt wird, was sich auf Frequenzgang und SNR auswirken dürfte (in letzterem Fall nach Murphy sicher negativ).
Ich glaube nicht, daß bei Casssetten-Recordern mit zusätzlicher 9.5 cm/s Geschwindigkeit andere Köpfe verwendet wurden.
Vermutlich ist ein 4-Spur Tonband-Gerät mit eventuell etwas vertikal verschobenem Kopf für deine Zwecke besser geeignet.
Wenn sich allerdings bei den damaligen Aufnahmen das Band ständig auf und ab bewegt hat, sind die Chancen wohl gering, das Aufgenommene ohne zusätzliche Einbußen wiederzugewinnen.
MfG Kai
der Argumentation kann ich in mehreren Punkten nicht folgen.
Ich nehme an " die Wahl zwischen schlechter Qualität und starkem Rauschen" bezieht sich darauf, den Wiedergabe-Kopf etwas nach oben zu verschieben, so daß zB mit dem 1mm breiten Spalt nur die oberen 0.6 mm erfaßt werden.
Dann "sehen" 0.4 mm der Spalthöhe nur Luft. Dadurch sinkt das Nutzsignal entsprechend ab, aber das Rauschen nimmt nicht zu und die Qualität nimmt auch nicht gleich drastisch ab. Allerdings wird typisch ein uU "flatterigerer" Teil des Bands erfaßt. Das ist aber dann ursächlich durch die unglückliche Aufnahme begründet.
Ein Cassetten-Kopf hat eine geringere Spiegelhöhe, so daß die Gefahr besteht, daß das Band eine Neigung entwickelt, entsprechend vertikal weglaufen zu wollen.
Die Nebenwirkungen von Azimuth-Fehlstellung auf den Frequenzgang hat nichts mit Stereo und Mono zu tun sondern nur mit der Spalthöhe. Die Verbreiterung des effektive Spaltes bei Schiefstellung ist naturgenäß proportional zur Spalthöhe und deshalb bei 0.6 mm etwas geringer als bei 1 mm.
Allerdings haben frische Cassettenköpfe eine kleinere Spaltbreite als Wiedergabe-Köpfe von Tonbandgeräten.
Nebeneffekt ist allerdings, daß dadurch auch nur eine geringere Schichtdicke des Bandes erfaßt wird, was sich auf Frequenzgang und SNR auswirken dürfte (in letzterem Fall nach Murphy sicher negativ).
Ich glaube nicht, daß bei Casssetten-Recordern mit zusätzlicher 9.5 cm/s Geschwindigkeit andere Köpfe verwendet wurden.
Vermutlich ist ein 4-Spur Tonband-Gerät mit eventuell etwas vertikal verschobenem Kopf für deine Zwecke besser geeignet.
Wenn sich allerdings bei den damaligen Aufnahmen das Band ständig auf und ab bewegt hat, sind die Chancen wohl gering, das Aufgenommene ohne zusätzliche Einbußen wiederzugewinnen.
MfG Kai
