15.05.2005, 16:49
Mir scheint, daß Telefunken noch weit mehr als Grundig den Trend zu semiprofessionellen Heimgeräten Ende der 60er/ Anfang der 70er Jahre verschlafen hat. Statt Spulenarretierungen gab es bis in die 70er Jahre hinein Schaumstoffschwämmchen im Gehäusedeckel. Erst 1970 gab es ein Telefunken-Heimgerät mit Dreikopftechnik und Hinterbandkontrolle. Ein dreimotoriges Heimgerät hat Telefunken nie gebaut (und das, obwohl die Technik aus dem Studiobereich in der Schublade lag). Die letzte Baureihe 2000/ 3000 wirkt modellpoltisch dann völlig undurchdacht - warum z.B. gab es integrierte Endverstärker und Lautsprecher nur im großen Modell 3002 und nicht beim Kombikopfgerät 2000, wo sie wesentlich mehr Sinn gemacht hätten?
"Wertig" und "langlebig" sind Telefunken-Geräte immer nur teilweise. Die Gehäuse sind stabil und halten einiges aus, dafür sind die Frontplatten klapprig, Lackierungen und Beschriftungen empfindlich gegen Abrieb, Regler wirken billig und fehlen oft, weil sie sich zu leicht abziehen lassen. Auch die Potis und Schalter scheinen bei Telefunken weitaus korrosionsgefährdeter zu sein als bei anderen Herstellern. Und optisch machen die wenigsten Telefunken-Geräte (da muß man wiederum die 2000/ 3000 als positive Ausnahme nennen) etwas her. Die Design-Abteilung von Grundig konnte offenbar mehr.
"Wertig" und "langlebig" sind Telefunken-Geräte immer nur teilweise. Die Gehäuse sind stabil und halten einiges aus, dafür sind die Frontplatten klapprig, Lackierungen und Beschriftungen empfindlich gegen Abrieb, Regler wirken billig und fehlen oft, weil sie sich zu leicht abziehen lassen. Auch die Potis und Schalter scheinen bei Telefunken weitaus korrosionsgefährdeter zu sein als bei anderen Herstellern. Und optisch machen die wenigsten Telefunken-Geräte (da muß man wiederum die 2000/ 3000 als positive Ausnahme nennen) etwas her. Die Design-Abteilung von Grundig konnte offenbar mehr.
