Restaurierung von Bändern in Berlin
#11
Frei aus dem Gedächtnis:

Bestimmte Polyurethan-Lacke, die zeitweise als Bindemittel für Magnetband-Schichtmaterialien verwendet wurden, neigen aufgrund von Hydrolyse zur Zersetzung; die Bänder "schmieren" und sind daher nicht mehr abspielbar. Die thermische Behandlung, vulgo "Backen", kann diesen Prozess zeitweise (!) stoppen, diese Spanne nutzt man eben zum Kopieren der Aufnahmen, die ja in der Regel mehr Geld gebunden haben als das Bandmaterial selbst. Hoffentlich hält sich der Kopiereffekt noch in Grenzen ....

Agfa PEM 469, PEM 369, hydrolyse-gefährdete Chargen: H432 ... H841,
betroffen ist die Fertigung ab 32. KW 1984 bis 41. KW 1988; Bereich gilt sowohl für 469 wie für 369!

BASF hat für professionelle Magnetbandprodukte überwiegend Bindelacke auf PVC-Basis benutzt, die zwar einige spektakuläre Daten der Produkte A... und M... nicht ganz erlauben, dafür aber langzeitstabil sind.

Wenn BASF-Bänder (z.B. Amateur Langspiel, LHS) trotzdem schmieren, ist NICHT Hydrolyse der Grund - also ist auch das "Backen" hier nicht angeraten.

F.E.
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[Kein Betreff] - von Revox Uher - 06.05.2005, 20:12
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