Hallo Jan,
ich kenne zwar die Maschine nicht näher - aber +6 dBu = 0.775 V 1.55 V war beim Rundfunk der übliche Bezugspegel. International ist das aber etwas vielfältiger, siehe z.B. Bezugspegel (Tontechnik) - Wikipedia, oder bei Eberhard Sengpiel.
Nachtrag: Im der Tabelle im verlinkten Wikipedia-Artikel wird der Begriff "Vollaussteuerung" mit dem Bezugspegel assoziiert. Das kam mir ungewohnt vor - aber der dahinter verlinkte Artikel schreibt "In der Rundfunk- und Fernsehtechnik bezeichnet Vollaussteuerung das Erreichen des Nenn- oder Bezugspegels." Mir war eher die Definition geläufig, dass "Vollaussteuerung" eben nicht beim Bezugspegel ist, sondern bei dem Pegel, wo 3% Klirr erreicht werden, also deutlich darüber. So habe ich ihn unten auch verwendet.
Ich würde die jetzige Einstellung (also 320 nWb/m = +6 dBu) als "korrekte Einstellung" annehmen - es sei denn, Du willst zur Anpassung an die Umgebung einen anderen elektrischen Bezugspegel wählen.
Welche Verzerrung beim Bezugspegel (und darüber) zu erwarten ist, hängt natürlich vom Bandmaterial ab. Ich habe gerade kein Datenblatt für LGR 50 zur Hand - aber beim ähnlichen PER528 und 19 cm/s wäre der Klirr etwa 0.3%, und "Vollaussteuerung" (also 3% Klirrfaktor) wären bei +9.5 dB über 320 nWb/m erreicht. Nachtrag: 9.5 dB über 320 nWb/m wären übrigens 955 nWb/m.
Elektrisch wären das dann +15.5 dBu - und das sollten Wiedergabe- und Ausgangsverstärker der Maschine schon mitmachen. Wenn nicht, wäre das nach Abwägung vielleicht ein Anlass, die elektrischen Pegelverhältnisse tiefer zu wählen.
Hilft das?
Viele Grüße
Andreas
(28.11.2020, 08:50)Ferrograph schrieb: Ich war der Meinung, daß ein Bezugsfluss von 320 nWb 0,775V oder 0dBu am Ausgang ergeben sollte.
ich kenne zwar die Maschine nicht näher - aber +6 dBu = 0.775 V 1.55 V war beim Rundfunk der übliche Bezugspegel. International ist das aber etwas vielfältiger, siehe z.B. Bezugspegel (Tontechnik) - Wikipedia, oder bei Eberhard Sengpiel.
Nachtrag: Im der Tabelle im verlinkten Wikipedia-Artikel wird der Begriff "Vollaussteuerung" mit dem Bezugspegel assoziiert. Das kam mir ungewohnt vor - aber der dahinter verlinkte Artikel schreibt "In der Rundfunk- und Fernsehtechnik bezeichnet Vollaussteuerung das Erreichen des Nenn- oder Bezugspegels." Mir war eher die Definition geläufig, dass "Vollaussteuerung" eben nicht beim Bezugspegel ist, sondern bei dem Pegel, wo 3% Klirr erreicht werden, also deutlich darüber. So habe ich ihn unten auch verwendet.
(28.11.2020, 08:50)Ferrograph schrieb: Ist es richtig, daß die Rundfunk Maschine dann (bei korrekter Einstellung) mit + 6dBu (640nWb Bandfluss) ausgesteuert werden kann und hier gleichfalls den Ausgangspegel von +6dBu unverzerrt erzeugen muss?
Ich verwende LGR50 Bandmaterial.
Ich würde die jetzige Einstellung (also 320 nWb/m = +6 dBu) als "korrekte Einstellung" annehmen - es sei denn, Du willst zur Anpassung an die Umgebung einen anderen elektrischen Bezugspegel wählen.
Welche Verzerrung beim Bezugspegel (und darüber) zu erwarten ist, hängt natürlich vom Bandmaterial ab. Ich habe gerade kein Datenblatt für LGR 50 zur Hand - aber beim ähnlichen PER528 und 19 cm/s wäre der Klirr etwa 0.3%, und "Vollaussteuerung" (also 3% Klirrfaktor) wären bei +9.5 dB über 320 nWb/m erreicht. Nachtrag: 9.5 dB über 320 nWb/m wären übrigens 955 nWb/m.
Elektrisch wären das dann +15.5 dBu - und das sollten Wiedergabe- und Ausgangsverstärker der Maschine schon mitmachen. Wenn nicht, wäre das nach Abwägung vielleicht ein Anlass, die elektrischen Pegelverhältnisse tiefer zu wählen.
Hilft das?
Viele Grüße
Andreas
