Analogisieren von Digital und Digitalisieren von Analog
#7
Hallo,

Audio-CDs benutzen 16 Bit Samples mit einer Abstast-Frequenz von 44.1 kSps. 

16 Bit sind für mehr als 90 dB Dynamik (Störabstand) gut. Das gibt es auf keinem Tonband.

Mit anderen Worten, 16 Bit reichen aus, wenn man optimal aussteuert.
24 Bit dienen nur der Bequemlichkeit, sich nicht vor Digitalisierung um optimale Aussteuerung zu bemühen, sondern erst hinterher für richtige Scalierung für 16 Bit zu sorgen.

Bei weiterer rein digitaler Nutzung im PC sollte man statt der 44.1 kSps besser 48 kSps verwenden. Das reicht meist für 20 bis 22 kHz Audio-Bandbreite aus. Die meisten Quellen haben jedoch keine so hohe Bandbreite.

32 Bit sind üblich, wenn man sehr viel digitales Signal Processing macht. Dann ist "Single-Precision Floating-Point"-Format bequemer als 24 Bit Integer Format, weil man sich nicht um Overflow (und Underflow) kümmern muß. 32 Bit Floating-Point hat eine 24 Bit Mantisse, also keine größere Zahlen-Auflösung als 24 Bit Integer.

96 kSps kann man verwenden, sind aber theoretisch bei optimaler AD- und DA-Wandlung nicht nötig für Frequenzen bis 20 kHz.
Für weitere Verwendung später mit 48 kSps und insbesondere zur Speicherung auf CDs mit 44.1 kSps müssen die Daten dann "ge-sub-sampled" werden bzw auf 44.1 kSps umgerechnet werden. Gute Sample-Raten-Konvertierung ist zeitaufwendig. Schnelle Sample-Raten-Konvertierung ist mit Qualitätsverlust verbunden.

Insofern wäre bei Ziel CD wohl eher zwischenzeitliche Verarbeitung mit 88.2 kSps angebracht als mit 96  kSps, weil dann die Sample-Raten Reduktion durch Weglassen jeden zweiten Samples und Tiefpass-Filterung erledigt werden kann.

MfG Kai
Nachtrag: Andreas war schneller, habe seinen erst nach meinem gesehen.
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RE: Analogisieren von Digital und Digitalisieren von Analog - von kaimex - 24.10.2020, 18:08

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