Tonband-Neuling sucht Hilfe mit Grundig TK 23 Automatik
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Vollspurlöschkopf,'index.php?page=Thread&postID=263088#post263088 schrieb:Am Löschkopf erkennst du bestimmt die beiden Systeme für die beiden Spuren, sind sind gut sichtbar. Das Band muss an seiner Oberkante genau mit der Oberkante des oberen Spaltsystems abschließen, dann ist der Kopf, besser gesagt der Bandlauf, korrekt justiert. Dann müssen sich die Spuren auch einwandfrei löschen lassen. Wie laut ist denn die störende Restlautsärke?
Gefühlt bzw. grob geschätzt: -3 bis -6 dB. Ungefähr so, als würde bei einer Stereoaufnahme ein Kanal wegbrechen, der andere wäre aber noch voll da.

Ich werde mir die Positionen der Köpfe mal genau anschauen. Vielleicht kann ich ja etwas erkennen und korrigieren. Danke für den Tipp, Stefan!
Vollspurlöschkopf,'index.php?page=Thread&postID=263088#post263088 schrieb:PS Welchen TK 23 hast du? Es gab ihn im rundlichen Koffer in drei Farbversionen nacheinander, dann als TK 23 L mit kantigem Koffer.
Es ist ein TK 23 (ohne L) Automatik im rundlichen, dunkelgrauen Gehäuse mit hellgrauen Kofferschalen und hellgrauem Bedienfeld. Sehr gepflegt und von mir vorsichtig und rücksichtsvoll gereinigt. Ein echtes Schmuckstück, finde ich. Ich mag das Gerät.
Vollspurlöschkopf,'index.php?page=Thread&postID=263088#post263088 schrieb:Wie gut ist die Aufnahmequalität? Der TK 23 ist kein Hifi-Gerät, aber ein sauberer, nicht übermäßig höhenreicher Klang sollte schon rauskommen. Der eingebaute Lautsprecher ist übrigens ziemlich quakig
Die Aufnahmequalität ist wirklich sehr sauber und überraschend gut.

Ausgangsmaterial war eine von mir eingespielte Mellotron-Spur, die im direkten A:B-Vergleich der über das Band gelaufenen Spur mit dem Original eine sehr subtile, angenehme Färbung erfahren hat. Ich hätte erwartet, dass Tiefen und Höhen viel stärker beschnitten würden, und war von der Klangtreue absolut positiv überrascht. Das Signal wurde dezent und vorteilhaft gefiltert. Dazu kommen sympathische kleine Knackser oder sonstige, z. B. der Bandabnutzung geschuldete erwünschte minimale Signalstörungen. Die Klangregelung des Geräts ist ebenfalls toll, ein wunderbar musikalisch klingender Tilt-EQ. Und wenn man das vom Mischpult kommende Eingangssignal mit optischer Unterstützung des Magischen Auges sanft bis stark in die Bandsättigung fährt, erhält man sehr schöne, warme Verzerrungen. Den eingebauten Lautsprecher werde ich außerdem zum re-ampen verwenden, um drastischere - "quakige", wie du treffend beschreibst - Klangverfärbungen zu hinzubekommen.


Die Mellotronspur war als Ausgangsmaterial zugegebenermaßen eher mittig, nicht wahnsinnig komplex und deshalb warscheinlich dankbar. Ich bin gespannt, welche Ergebnisse transientenstarkes Material wie Schlagzeug und bass- oder höhenlastigen Aufnahmen bringen, aber unabhängig davon jetzt schon sicher: Meine TK 23 ist ein vielseitiges Klangspielzeug mit Charme. Jetzt muss ich nur noch den cleveren Löttrick von @kaimex umsetzen und dann das Löschproblem in den Griff bekommen, um nicht langfristig auf eine als Löschmaschine bereitgehaltene TK 248 angewiesen zu sein.

Tolle Maschine, die TK23.
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[Kein Betreff] - von kaimex - 15.06.2020, 13:36
[Kein Betreff] - von peter-hifi - 15.06.2020, 15:54
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[Kein Betreff] - von Henk Reisen - 20.06.2020, 22:01

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