Frage zu Schutzisolation Akai GX-260D
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kaimex,'index.php?page=Thread&postID=258108#post258108 schrieb:Ich glaube (das weiß Mani sicher besser), zur Schutz-Isolation würde eine Schutzwicklung oder Schutzfolie zwischen Primärwicklung und Sekundärwicklung gehören, die an Schutz-Erde anzuschließen wäre. Die sollte gerade auch die genannten kapazitiven Ströme ableiten bzw die kapazitiven Kopplungen zur Sekundärseite verringern.

Eine Schutzerde hat in einem schutzisolierten Gerät nichts verloren, das sind zwei entgegengesetzte Konzepte.

Schutzerdung ("Schutzklasse 1"): alle Teile, die betriebsmäßig Netzspannung führen, sind einfach isoliert (Basisisolierung) und von einem Metallgehäuse umgeben. Das Metallgehäuse ist direkt niederohmig mit der grün-gelben (ganz früher roten) Ader der Netzzuleitung verbunden. Falls die Isolierung eines spannungsführenden Teils beschädigt ist und er das Metallgehäuse berührt, fließt über diese Verbindung ein Strom, der die Sicherung im Haus bzw. den FI (je nach Schutzkonzept und Alter der Anlage) auslöst, bevor ein Mensch das Gerät berühren und zu Schaden kommen kann.
Schutzisolierung (Schutzklasse 2): alle spannungsführenden Teile sind mit doppelter oder verstärkter Isolierung versehen, etwa mit Basisisolierung und einem zusätzlichen Kunststoffgehäuse. Eine gelb/grüne Ader darf in der Zuleitung zwar vorhanden sein, und muss dann im Stecker auch angeschlossen sein, aber im Gerät ist sie wie ein aktiver Leiter zu isolieren und darf nicht mit der Schaltung verbunden sein. Falls die Isolierung eines spannungsführenden Teils schadhaft ist, schützt immer noch eine zweite Isolierung die Benutzer.
So, und jetzt kommts: anscheinend darf oder durfte man statt doppelter/verstärkter Isolierung auch mit ausreichendem Abstand zum Gehäuse arbeiten. Sonst wäre es nicht möglich, dass schutzisolierte Audiogeräte z.B. blanke Lötstellen am Trafo oder Netzschalter haben, in einem Blechgehäuse.
Die Geschichte mit der Schutzfolie zwischen den Wicklungen dürfte aus dem Bereich Schutzkleinspannung (Schutzklasse 3) stammen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Sekundärwicklung nur die vorgesehenen 12 oder was auch immer V führen kann und auch bei Beschädigung der Primärwicklung nie Netzspannung. Diese Folie dürfte aber isolierend sein, und nicht geerdet.
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