01.02.2020, 23:18
Nach einigen Modifikationen des Bias-Oszillators ist es mir gelungen, ihm deutlich mehr Pegel für den Kombikopf zu entlocken. Der Pegel für den Löschkopf konnte etwa konstant gehalten werden.
Die spärlichen Service-Unterlagen für das Uher502S empfahlen Anfang der 60er Jahre einen Bias-Pegel von 85 Veff. Damals wurden LGS35 und LGS26 benutzt. Mit dem Original-Oszillator war kaum mehr Pegel möglich.
Nach den Änderungen sind nun 160 Veff zu erreichen. Dabei scheint sich allerdings der Kombikopf auch bereits nichtlinear zu verhalten.
Ich habe in 3 Stadien der Änderungen Pegeltreppen mit anfangs 1 kHz, später Regel-konformen 315 Hz aufgenommen.
Bild 1 zeigt den Ausgangspegel über einem Eingangspegel-Bereich von etwa -6 bis +10 dB bezüglich des von Uher empfohlenen Vollaussteuerungspegels bei 9.5 cm/s. Uher verwendet bei diesem Gerät einen Bezugspegel von 0.9 Veff am Monitor-Ausgang mit 10 kOhm Shunt. Der ist in den Bildern mit 0 dB gekennzeichnet. Er liegt ca. 4.15 dB über dem "amtlichen" Bezugspegel von 250 nWb/m.
Die erste Kurve mit einer 1 kHz Pegel-Treppe wurde bei etwa 99 Veff Bias aufgenommen.
Die nächste Kurve mit 315 Hz bei etwa 115 Veff, die dritte bei etwa 160 Veff.
Um den Linearitätsverlauf herauszustellen, wurden die Kurven am Anfang angeglichen. Empfindlichkeits-Unterschiede infolge geänderten Bias sind deshalb nicht daran abzulesen. Zwischen der dritten und zweiten Kurve betrug er etwa 0.5 dB bei Vollaussteuerung (0 dB).
Bild 2 zeigt den Verlauf der Klirr-"Dämpfung" von k3, also den Pegel-Abstand zur Grundfrequenz.
Bei einer rein kubischen Kennlinie wäre k3 (relativ zu "k1") anfangs proportional zum Quadrat des Pegels und die k3-Klirr-Dämpfung würde mit 2 dB pro dB Pegelanstieg zunehmen. Das ist mit zwei schrägen gestrichelten Geraden skizziert. Die realen Kurven verlaufen anfangs deutlich steiler.
Eingetragen sind die Grenzen von 1%, 3%, 5% & 10% k3. Die 3% Grenze wird MOL genannt. Der tatsächliche "Maximum Output Level" liegt aber deutlich höher und wird garnicht erreicht.
Wohl aber wird ein Maximum des Klirrfaktors fast erreicht bei der ersten Kurve. Der steigt über 10% kaum noch an.
Bei der letzten/blauen Kurve liegt der MOL (3% Grenze) bei etwa 5.2 dB bzw. 9.4 dB über 250 nWb/m. Laut Datenblatt des verwendeten LPR35 ist damit ein Punkt ca. 0.6 dB unter dem empfohlenen Arbeitspunkt des Bandes (Klirrfaktor-Minimum) erreicht. Allerdings sollte der THD dort etwa -50 dB betragen. Gemessen habe ich weniger als -55.6 dB. Vielleicht heben sich da unten Verzerrungen unterschiedlicher Herkunft etwas gegeneinander auf.
MfG Kai
Die spärlichen Service-Unterlagen für das Uher502S empfahlen Anfang der 60er Jahre einen Bias-Pegel von 85 Veff. Damals wurden LGS35 und LGS26 benutzt. Mit dem Original-Oszillator war kaum mehr Pegel möglich.
Nach den Änderungen sind nun 160 Veff zu erreichen. Dabei scheint sich allerdings der Kombikopf auch bereits nichtlinear zu verhalten.
Ich habe in 3 Stadien der Änderungen Pegeltreppen mit anfangs 1 kHz, später Regel-konformen 315 Hz aufgenommen.
Bild 1 zeigt den Ausgangspegel über einem Eingangspegel-Bereich von etwa -6 bis +10 dB bezüglich des von Uher empfohlenen Vollaussteuerungspegels bei 9.5 cm/s. Uher verwendet bei diesem Gerät einen Bezugspegel von 0.9 Veff am Monitor-Ausgang mit 10 kOhm Shunt. Der ist in den Bildern mit 0 dB gekennzeichnet. Er liegt ca. 4.15 dB über dem "amtlichen" Bezugspegel von 250 nWb/m.
Die erste Kurve mit einer 1 kHz Pegel-Treppe wurde bei etwa 99 Veff Bias aufgenommen.
Die nächste Kurve mit 315 Hz bei etwa 115 Veff, die dritte bei etwa 160 Veff.
Um den Linearitätsverlauf herauszustellen, wurden die Kurven am Anfang angeglichen. Empfindlichkeits-Unterschiede infolge geänderten Bias sind deshalb nicht daran abzulesen. Zwischen der dritten und zweiten Kurve betrug er etwa 0.5 dB bei Vollaussteuerung (0 dB).
Bild 2 zeigt den Verlauf der Klirr-"Dämpfung" von k3, also den Pegel-Abstand zur Grundfrequenz.
Bei einer rein kubischen Kennlinie wäre k3 (relativ zu "k1") anfangs proportional zum Quadrat des Pegels und die k3-Klirr-Dämpfung würde mit 2 dB pro dB Pegelanstieg zunehmen. Das ist mit zwei schrägen gestrichelten Geraden skizziert. Die realen Kurven verlaufen anfangs deutlich steiler.
Eingetragen sind die Grenzen von 1%, 3%, 5% & 10% k3. Die 3% Grenze wird MOL genannt. Der tatsächliche "Maximum Output Level" liegt aber deutlich höher und wird garnicht erreicht.
Wohl aber wird ein Maximum des Klirrfaktors fast erreicht bei der ersten Kurve. Der steigt über 10% kaum noch an.
Bei der letzten/blauen Kurve liegt der MOL (3% Grenze) bei etwa 5.2 dB bzw. 9.4 dB über 250 nWb/m. Laut Datenblatt des verwendeten LPR35 ist damit ein Punkt ca. 0.6 dB unter dem empfohlenen Arbeitspunkt des Bandes (Klirrfaktor-Minimum) erreicht. Allerdings sollte der THD dort etwa -50 dB betragen. Gemessen habe ich weniger als -55.6 dB. Vielleicht heben sich da unten Verzerrungen unterschiedlicher Herkunft etwas gegeneinander auf.
MfG Kai
