Automatische Einmessung des Bandes
#2
Prinzipiell sollte das möglich sein. Die automatische Einmessung bei Cassettendecks funktionierte so, dass auf das Band abwechselnd ein 1kHz-Sinus und ein solcher von ca. 8-10 kHz aufgezeichnet wurde und der Prozessor dann Bias und/oder Aufnahme-Höhenanhebung so angepasst hat, dass der Pegel der wiedergegebenen hohen Frequenz auf dem Niveau der 1kHz zu liegen kam.
Mit ein wenig Schaltungstechnik-Hirnschmalz und einem programmierten Mikroprozsessor oder Kleincomputer, Arduino oder so, und einem erheblichen Eingriff in den Tonbandgeräteverstärker dürfte das umzusetzen sein.
Alternativ kann man sein Gerät auf seine Lieblings-Bandsorte einmessen und es gut sein lassen oder einen Arbeitspunkt wählen, der mehrere ähnliche Bänder einschließt.
Ich selbst habe eines meiner Geräte, eine Halbspur-A77 so umgerüstet, dass man zwischen zwei Bias-Arbeitspunkten per Umschalter wählen kann. Ein Arbeitspunkt ist auf einen guten Kompromiss verschiedener LH-Bänder in der Nähe von LPR 35 und der andere für alte Nicht-Low-Noise-Bänder wie LGS 35 oder PE 41 (ha! da isses wieder!) optimiert. Auf diese Weise kann man auch diese ollen Bänder optimal bespielen. Der mäßige Rauschabstand bleibt dabei natürlich erhalten, aber die Höhenwiedergabe stimmt, so dass die Bänder durchaus gut klingen. Was für diese alten Typen spricht, ist ihre Problemlosigkeit, sie schmieren und stauben i.d.R. nicht.
VG Stefan
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Automatische Einmessung des Bandes - von t20 - 14.05.2019, 22:53
[Kein Betreff] - von Vollspurlöschkopf - 15.05.2019, 05:09
[Kein Betreff] - von Tonkopfträger - 15.05.2019, 06:35
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[Kein Betreff] - von DOSORDIE - 02.06.2019, 16:15

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