Kopfträgerwechsel ASC, was muss noch geändert werden?
#6
Lieber Matthias,

du sprichst immer nur von der Aufnahme; lass' uns doch bitte erst einmal mit der Wiedergabe anfangen:

Welches Ergebnis hat die Wiedergabe eines geeigneten oder geeignet interpretierten Bezugsbandes?
Kommt wiedergabeseitig ein linearer Frequenzgang zustande?

Wenn ja, ok., dann gehen wir zur Aufnahme über, wenn aber nicht, dann müssen wir zunächst einmal den Wiedergabezug in Ordnung bringen, wofür ich weniger mit Serieninduktivitäten, als vielmehr mit parallelen Kapazitäten arbeiten würde. Doch dies bestimmt sich aus dem Schaltungskonzept, das mir nun alles andere als gegenwärtig ist.

Nachdem eine im Höhenbereich nicht lineare Aufnahme sowohl an zu geringer als auch an zu hoher Vormagnetisierung leiden kann, wüsste ich gerne, ob

die Typbeszeichnungen der entsprechenden Halb- und Viertelspurköpfe irgendwelche Verwandtschaften erschließen lassen. Die Revox-Köpfe in Halb- und Viertelspur, besitzen gemäß Jay McKnights Studer-Kopfliste (war hier schon publiziert) de facto dieselben Werte, wenn man Köpfe aus den zusammengehörigen Typklassen erwischt. Ich denke mal, dass man bei ASC damals nicht so sonderlich anders dachte, würde mir dazu aber gerne die Schaltung ansehen.

Sind die Vormagnetisierungstrimmer, von denen du sprichst, eigentlich Trimmkondensatoren oder Trimmpotis?
Lege ich den AS3000 zugrunde, den es bei mir gibt, und für dessen Schaltungssammlung ich auch bei Lange, Berlin gelöhnt habe, sieht das durchaus vergleichbar zur Revox (Trimmpots) aus, auch wenn bei ASC die Möglichkeit zur Symmetrierung des Hf-Oszillators besteht, anders als bei einer A77 (bzw. Derivaten).
Mindestspannungswerte für die Hf werden in meinen Unterlagen des AS3000 genannt, was damit auch bei einschlägigem Material zur AS5004 so sein sollte.
Hast du diese 'Service-Anleitung'? Lange bietet die Service-Anleitung (offenbar für beide) unter AS5002, Nr. 1082934 (Preisgruppe C) an. Ein komplettes Bild (auch im Sinne von Michael F.) kann man sich nur über die Schaltungskonzepte bei Halb- und Viertelspur ab Doku und ab Gerät machen. Durch jene Vergleiche sähe man dann, wie man bei ASC 'dachte'.

Ich neige anhand deiner Beschreibungen eher der Erklärung zu, dass die Vierspurkopfträger eine eigene 'Steckercodierung' besitzen, die nicht zu 100 % kompatibel mit derjenigen der Halbspurkopfträger ist. Umbauen kann man alles, sofern, ja sofern dem nichts 'mechanisches' im Wege steht, denn dann wird's handwerklich eng. Das gilt natürlich auch für die tadellose Beschaffenheit der Spaltsenkrechtstellung, die ja gerade bei Vierspur Quelle endloser Freuden ist.


Übrigens und finaliter schließe ich nicht aus, dass der Konstrukteur deines Bandgerätes und der heutige Band-Ratgeber der RMG, Oosterhout eine und dieselbe Person sind. Zumindest sollte man vielleicht (nu ja, alles hat seine Klippen) über diesen Kanal etwas zum ASC-Gerät und sein Konzept erfahren können, denn da gibt es Verbindungen, die weiter zurück in der Vergangenheit gar noch Braun und Woelke berühren. Diese Infos stammen aus erster Hand.
Lies dir vielelicht einmal eine der letzten Verlautbarungen von Prosoundnews zur aktuellen Entwicklung der Bandfertigungsfrage durch. Man sieht dann vielleicht klarer:

http://www.prosoundnews.com/articles/article_1573.shtml


Hans-Joachim
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[Kein Betreff] - von Matze - 22.03.2005, 18:22
[Kein Betreff] - von MichaelB - 22.03.2005, 18:31
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