16.04.2019, 14:22
In den primär getakteten Schaltnetzteilen der Laptops fehlen (oft) zugunsten von deren Kompaktheit Filter, die Schaltspikes vom Netzkabel fernhalten. Die Folge sind steilflankige kurze Spikes mit der Wiederholrate des Schaltreglers, die auch über das Netzteil des Tonbandgerätes dort hineingelangen und sich den Betriebsspannungen im Gerät überlagern, da die Elkos im Netzteil diese Spikes nicht wegfiltern, weil sie bei deren Spektrum schon zu resistiv und induktiv sind. Der Aufnahme-Vorgang im Tonbandgerät ist ein nichtlinearer Prozess, bei dem die Lösch/Bias-Frequenz als Mischfrequenz wirkt für den Spektralanteil dieser Spikes in deren Nähe und ihn damit in bei Wiedergabe hörbares Audio-Störsignal umwandelt.
Dagegen helfen kann ein HF-Entstör-Filter gegen Gegentakt- und Gleichtakt-Störungen zwischen Schaltnetzteil und Netzanschluß, nötigenfalls auch in der Audio-Verbindung zwischen Laptop und Tonbandgerät.
Ein ordentliches Audio-Interface sollte eigentlich keine störenden HF-Signale ausgeben. Bei einfachen Geräten kann da jedoch auch die dazu nötige Filterung weggelassen worden sein nach dem Motto "das geht nur per Kopfhörer oder Lautsprecher auf die Ohren, da stört etwas HF nicht". Wenn man damit Probleme hat, muß also dafür sorgen, daß solche Störsignale im Umfeld von Löschfrequenz +- NF-Hörbereich hinreichend durch ein Filter bedämpft werden (ebenso bei Vielfachen der Löschfrequenz, was aber bei Tiefpässen idR so ist).
Eine Grundregel zugunsten eines möglich guten Störabstandes ist auch, den Ausgangspegel am PC möglichst hoch einzustellen und erst am Tonbandgerät auf den dort verträglichen Pegel herabzusetzen, nötigenfalls mit einem Spannungsteiler. Es ist idR unvorteilhaft, mit dem Schieberegler für den Ausgangspegel den für das Tonbandgerät passend einzustellen. Der Grund ist, daß bei nicht Audio-optimal ausgelegten Laptops das Grundgeräusch auf dem Ausgang (zb. von Harddisk-Bewegungen) unabhängig von der Einstellung des Reglers ist.
MfG Kai
Nachtrag: Bei HF-Anteilen im aufzunehmenden Audio-Signal kommt noch (straf-)verschärfend hinzu, daß die übliche Aufnahme-Entzerrung die Höhen zunehmend anhebt. Die Schaltungen wurden alle vor der PC-Zeit entworfen und gingen gutmütig davon aus, daß das Signal oberhalb 20 kHz gegen Null geht. Deshalb hat sich niemand bemüht, diese Höhenanhebung ab spätestens 20 kHz steil abfallend zu beenden. Die Folgen muß man heute ertragen oder die Schaltungen verbessern oder die HF garnicht erst reinlassen oder beides tun.
Nachtrag2: Da ich gerade noch irgendwas zu Dolby sah: Die klassische Dolby-B Schaltung hat auch einen Zweig, in dem Höhen krätig angehoben werden, ohne etwas gegen Störsignale oberhalb 20 kHz zu tun (die gab es zu der Zeit noch nicht). Wenn da HF vorhanden ist, "betrachtet" die Dolby-Schaltung das als (starken) Höhen-Anteil und verhält sich bezüglich des tatsächlichen Audio falsch.
Dagegen helfen kann ein HF-Entstör-Filter gegen Gegentakt- und Gleichtakt-Störungen zwischen Schaltnetzteil und Netzanschluß, nötigenfalls auch in der Audio-Verbindung zwischen Laptop und Tonbandgerät.
Ein ordentliches Audio-Interface sollte eigentlich keine störenden HF-Signale ausgeben. Bei einfachen Geräten kann da jedoch auch die dazu nötige Filterung weggelassen worden sein nach dem Motto "das geht nur per Kopfhörer oder Lautsprecher auf die Ohren, da stört etwas HF nicht". Wenn man damit Probleme hat, muß also dafür sorgen, daß solche Störsignale im Umfeld von Löschfrequenz +- NF-Hörbereich hinreichend durch ein Filter bedämpft werden (ebenso bei Vielfachen der Löschfrequenz, was aber bei Tiefpässen idR so ist).
Eine Grundregel zugunsten eines möglich guten Störabstandes ist auch, den Ausgangspegel am PC möglichst hoch einzustellen und erst am Tonbandgerät auf den dort verträglichen Pegel herabzusetzen, nötigenfalls mit einem Spannungsteiler. Es ist idR unvorteilhaft, mit dem Schieberegler für den Ausgangspegel den für das Tonbandgerät passend einzustellen. Der Grund ist, daß bei nicht Audio-optimal ausgelegten Laptops das Grundgeräusch auf dem Ausgang (zb. von Harddisk-Bewegungen) unabhängig von der Einstellung des Reglers ist.
MfG Kai
Nachtrag: Bei HF-Anteilen im aufzunehmenden Audio-Signal kommt noch (straf-)verschärfend hinzu, daß die übliche Aufnahme-Entzerrung die Höhen zunehmend anhebt. Die Schaltungen wurden alle vor der PC-Zeit entworfen und gingen gutmütig davon aus, daß das Signal oberhalb 20 kHz gegen Null geht. Deshalb hat sich niemand bemüht, diese Höhenanhebung ab spätestens 20 kHz steil abfallend zu beenden. Die Folgen muß man heute ertragen oder die Schaltungen verbessern oder die HF garnicht erst reinlassen oder beides tun.
Nachtrag2: Da ich gerade noch irgendwas zu Dolby sah: Die klassische Dolby-B Schaltung hat auch einen Zweig, in dem Höhen krätig angehoben werden, ohne etwas gegen Störsignale oberhalb 20 kHz zu tun (die gab es zu der Zeit noch nicht). Wenn da HF vorhanden ist, "betrachtet" die Dolby-Schaltung das als (starken) Höhen-Anteil und verhält sich bezüglich des tatsächlichen Audio falsch.
