10.12.2019, 16:51
ich glaube, Ihr bewertet den Sinn von DAB+ völlig falsch.
Wir haben in Deutschland ein gesetzliches Recht auf mediale Grundversorgung. Bis in die 1980iger Jahre war das einfach, weil das, was man empfangen konnte, mit der medialen Grundversorgung identisch war. Dann kamen immer mehr Angebote dazu, und seit einiger Zeit haben wir das Internet als interaktives Universalmedium. Das Berieselungsradio steht insgesamt vor dem Ende, die Zukunft sieht so aus, dass man als Zuhörer aus einem Angebot auswählt, was man wo und wann hört. DAB+ hat in dem Spiel keine andere Aufgabe, als die Kosten für die immer unwichtigere mediale Grundversorgung zu reduzieren, und diese Rechnung funktioniert nur, wenn man das alte System zugunsten des neuen abschalten kann.
Bei allem Ärger müssen wir uns doch eingestehen, dass wir einer sehr speziellen, kleinen und schrumpfenden Zielgruppe angehören. Das merkt man schon daran, dass hier der Klang als scheinbar einziges Kriterium diskutiert wird, obwohl er nur einer von vielen Faktoren ist. Wenn ich z.B. durchs Internet die Möglichkeit habe, mir längere Wortsendungen im Auto von Anfang bis Ende anhören zu können, egal, wann ich ins Auto steige, und auf Pause drücken kann, wenn ich das Auto verlasse, dann ist das ein großer Gewinn, und es macht nichts, wenn der Sprecher nur mit 64kBit/s an mein Ohr tönt. Die meisten Leute, die ich kenne, nutzen kaum noch Radio, sondern immer mehr Streamingdienste, wo man hören kann, was man will. Selbst die öffentlich rechtlichen Radiosender passen sich diesem Trend langsam an, indem es jetzt z.B. auch fürs Radio immer mehr Mediatheken gibt.
Der einzige Grund, weshalb ich mich mit DAB+ auseinandersetzen würde, wäre, wenn es bessere Informationen und Bauteile für die Selberstricker gäbe. Es wäre z.B. eine lohnenswerte Aufgabe, die ganzen alten Analog Autoradios in Oldtimern mit integriertem DAB+ nachrüsten zu können. Es gab aber zumindest vor einem guten Jahr noch quasi überhaupt nichts am DIY-Markt, weder technische Grundlageninformationen noch Bauelemente mit Applikationsschaltungen - ganz im Gegenteil zum Internet und Mobilfunk.
Gruß Frank
Wir haben in Deutschland ein gesetzliches Recht auf mediale Grundversorgung. Bis in die 1980iger Jahre war das einfach, weil das, was man empfangen konnte, mit der medialen Grundversorgung identisch war. Dann kamen immer mehr Angebote dazu, und seit einiger Zeit haben wir das Internet als interaktives Universalmedium. Das Berieselungsradio steht insgesamt vor dem Ende, die Zukunft sieht so aus, dass man als Zuhörer aus einem Angebot auswählt, was man wo und wann hört. DAB+ hat in dem Spiel keine andere Aufgabe, als die Kosten für die immer unwichtigere mediale Grundversorgung zu reduzieren, und diese Rechnung funktioniert nur, wenn man das alte System zugunsten des neuen abschalten kann.
Bei allem Ärger müssen wir uns doch eingestehen, dass wir einer sehr speziellen, kleinen und schrumpfenden Zielgruppe angehören. Das merkt man schon daran, dass hier der Klang als scheinbar einziges Kriterium diskutiert wird, obwohl er nur einer von vielen Faktoren ist. Wenn ich z.B. durchs Internet die Möglichkeit habe, mir längere Wortsendungen im Auto von Anfang bis Ende anhören zu können, egal, wann ich ins Auto steige, und auf Pause drücken kann, wenn ich das Auto verlasse, dann ist das ein großer Gewinn, und es macht nichts, wenn der Sprecher nur mit 64kBit/s an mein Ohr tönt. Die meisten Leute, die ich kenne, nutzen kaum noch Radio, sondern immer mehr Streamingdienste, wo man hören kann, was man will. Selbst die öffentlich rechtlichen Radiosender passen sich diesem Trend langsam an, indem es jetzt z.B. auch fürs Radio immer mehr Mediatheken gibt.
Der einzige Grund, weshalb ich mich mit DAB+ auseinandersetzen würde, wäre, wenn es bessere Informationen und Bauteile für die Selberstricker gäbe. Es wäre z.B. eine lohnenswerte Aufgabe, die ganzen alten Analog Autoradios in Oldtimern mit integriertem DAB+ nachrüsten zu können. Es gab aber zumindest vor einem guten Jahr noch quasi überhaupt nichts am DIY-Markt, weder technische Grundlageninformationen noch Bauelemente mit Applikationsschaltungen - ganz im Gegenteil zum Internet und Mobilfunk.
Gruß Frank
