19.08.2018, 14:45
Hallo Kai,
1. Nach meiner Erfahrung hilft nur ausprobieren und jeden Fall für sich behandeln.
2a+b. Dafür gab es mehrere Ansätze, einschließlich schwacher HF-Felder am LK oder AK, deren Stärke eine Sache des Ausprobierens ist.
Rundfunküblich wurde hierfür oft ein sog. Echolöschkopf verwendet, der im Prinzip aus einem möglichst hochaussteuerbaren Band besteht, auf dem ein Sinus (Größenordnung 200µm) mit Sättigungspegel und idealerweise in Vollspurlage aufgezeichnet ist. Dieses Löschband wird während der Wiedergabe mit seiner (zweckmäßigerweise unbeschichteten) Rückseite in Kontakt mit der Schichtseite der Originalaufzeichnung gebracht.
Hierbei ist darauf zu achten, dass die beiden Bänder sich nicht im Stillstand berühren, da sonst an dieser Stelle die Aufzeichnung des Echolöschbands auf das Original durchkopieren würde. Manche Autoren empfehlen sogar, die Löschaufzeichnung mit stark schräg gestelltem AK-Spalt durchzuführen. Das halte ich für unnötig, solange die beiden Bänder nur in Bewegung Kontakt bekommen.
Hier ein Ausführungsbeispiel im Halbzollformat, schwenkbar (aus Winckel, "Technik der Magnetspeicher" 1978, S. 197):
![[Bild: echoloeschkopf.jpg]](https://img3.picload.org/image/dllcarar/echoloeschkopf.jpg)
Um eventuellen Schwankungen des Bandlaufs bei Viertelzoll-Löschbändern zu begegnen, lassen sich auch zwei oder drei Echolöschstreifen nebeneinander befestigen. Ich verwende hierfür einen ca. 5 cm großen Zylinder, um den ich das Echolöschband spiralförmig ohne Zwischenräume herumwickle, wodurch auch die Spaltschiefstellung gleich mitbesorgt wird. Falls keine Vollspuraufzeichnung zur Verfügung steht, muss man sich etwas einfallen lassen um sicherzustellen, dass die Aufzeichnung des Originals komplett von der Löschaufzeichnung überstrichen wird.
2c. Ein Durchlauf genügt, bei nachfolgender Lagerung wird sich der Kopiereffekt aber wieder einstellen. Will man das Original später nochmals anhören, so schadet dieselbe Echolöschung der Originalaufzeichnung praktisch nicht mehr (die leichte Dämpfung geschieht nur beim ersten Mal).
3. Die Wechselfeldlöschung ist, wie du schon angedeutet hast, vor allem wesentlich einfacher. Zur "chirurgischen" Echolöschung gibt es auf digitaler Ebene Methoden, die deutlich komplexer sein können. Beim Subtraktionsverfahren beispielsweise muss zuvor die Lage der Echos bis zu ihrer Phasenlage präzise bestimmt werden. Meistens genügt jedoch eine FFT-Analyse und das mehr oder weniger automatisierte Abschneiden der Spitzen im Frequenzdiagramm ("spectral cleaning").
Grüße, Peter
1. Nach meiner Erfahrung hilft nur ausprobieren und jeden Fall für sich behandeln.
2a+b. Dafür gab es mehrere Ansätze, einschließlich schwacher HF-Felder am LK oder AK, deren Stärke eine Sache des Ausprobierens ist.
Rundfunküblich wurde hierfür oft ein sog. Echolöschkopf verwendet, der im Prinzip aus einem möglichst hochaussteuerbaren Band besteht, auf dem ein Sinus (Größenordnung 200µm) mit Sättigungspegel und idealerweise in Vollspurlage aufgezeichnet ist. Dieses Löschband wird während der Wiedergabe mit seiner (zweckmäßigerweise unbeschichteten) Rückseite in Kontakt mit der Schichtseite der Originalaufzeichnung gebracht.
Hierbei ist darauf zu achten, dass die beiden Bänder sich nicht im Stillstand berühren, da sonst an dieser Stelle die Aufzeichnung des Echolöschbands auf das Original durchkopieren würde. Manche Autoren empfehlen sogar, die Löschaufzeichnung mit stark schräg gestelltem AK-Spalt durchzuführen. Das halte ich für unnötig, solange die beiden Bänder nur in Bewegung Kontakt bekommen.
Hier ein Ausführungsbeispiel im Halbzollformat, schwenkbar (aus Winckel, "Technik der Magnetspeicher" 1978, S. 197):
![[Bild: echoloeschkopf.jpg]](https://img3.picload.org/image/dllcarar/echoloeschkopf.jpg)
Um eventuellen Schwankungen des Bandlaufs bei Viertelzoll-Löschbändern zu begegnen, lassen sich auch zwei oder drei Echolöschstreifen nebeneinander befestigen. Ich verwende hierfür einen ca. 5 cm großen Zylinder, um den ich das Echolöschband spiralförmig ohne Zwischenräume herumwickle, wodurch auch die Spaltschiefstellung gleich mitbesorgt wird. Falls keine Vollspuraufzeichnung zur Verfügung steht, muss man sich etwas einfallen lassen um sicherzustellen, dass die Aufzeichnung des Originals komplett von der Löschaufzeichnung überstrichen wird.
2c. Ein Durchlauf genügt, bei nachfolgender Lagerung wird sich der Kopiereffekt aber wieder einstellen. Will man das Original später nochmals anhören, so schadet dieselbe Echolöschung der Originalaufzeichnung praktisch nicht mehr (die leichte Dämpfung geschieht nur beim ersten Mal).
3. Die Wechselfeldlöschung ist, wie du schon angedeutet hast, vor allem wesentlich einfacher. Zur "chirurgischen" Echolöschung gibt es auf digitaler Ebene Methoden, die deutlich komplexer sein können. Beim Subtraktionsverfahren beispielsweise muss zuvor die Lage der Echos bis zu ihrer Phasenlage präzise bestimmt werden. Meistens genügt jedoch eine FFT-Analyse und das mehr oder weniger automatisierte Abschneiden der Spitzen im Frequenzdiagramm ("spectral cleaning").
Grüße, Peter
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Peter
_____________________
Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
Peter
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