10.07.2018, 10:02
Mal sehen, ob's gelingt:
Zunächst ein paar Beispiele zu Holger's Behauptung bzw. Aktuelles aus der Lämpchen-Forschung:
Ich habe ein paar Birnen/Lämpchen aus meiner Kollektion in der Frühschicht dreifach vermessen:
1. Kalt-Widerstand mit Ohmmeter
2. Strom bei 15 V -> R (15V)
3. Strom bei 24 V (oder der Nominalspannung, falls kleiner) -> R (U_nominal)
Osram 24-30V/2W
Kalt........|15V..................|24V
29,2 Ohm |61,2 mA->245 Ohm|80,6 mA->298 Ohm
29,0 Ohm |62,9 mA->238 Ohm|82,7 mA->290 Ohm
Philips 24V/2W Bajonett
23,4 |72,7 -> 206|96,5 -> 249
23,2 |74,6 -> 201|98,0 -> 245
Philips 24V/0,08A
28,3 |61,6 -> 243,5|80,8 -> 297
Philips 24V/50mA
44,4 |42 -> 358 |54,7 -> 439
Pollin 24V/1,2W
62,4 |34 -> 441|45 -> 533
reichelt L5215 (mehr ist leider nicht mehr bekannt)
18,5 | 68,3 -> 220|
Philips 18V/0,1A
21,6 |83,2 -> 180|18V:92,5 -> 195
21,4 |84,0 -> 179|18V:93,4 -> 193
15V/0,2A
7,7 |195,5 -> 76,7
Miniatur-Lämpchen , Dia.:3,06 mm, L:6,46 mm
22,4 | 69,5 -> 216|93,5 -> 257
21,4 | 70,4 -> 213| nicht mehr auffindbar
21,2 | 74,4 -> 202|98,8 -> 243
Man sieht also, daß Holger höchstens um den Faktor 2 übertrieben hat
,
der Kalt-Widerstand ist ungefähr ein Zehntel des Widerstandes bei Nominal-Spannung.
Nehmen wir mal an, daß diese Proportion auch für andere Birnen gilt, dann ergäbe das für die Akai 24V/0,25A einen R_nominell von 96 Ohm, und kalt wäre mit ca. 10 Ohm zu rechnen.
Das hätte beim Einschalten an 18,6 V über Darlingtransistoren, an denen dann >1,7V abfallen, ungünstigstenfalls einen Einschaltstrom von ca. 1,7 A zur Folge (wenn die Transistoren das könnten und nicht in einen hochohmigeren Abschnitt ihrer Ausgangskennline übergehen würden). Dafür ist das Treiber-IC LB1270 von Sanyo nicht geeignet. Also sollte man es davor schützen. Dazu dienen die Serienwiderstände. Daß gerade in dem Ausgang selbiger fehlt, in dem kein Lämpchen mehr glüht, wäre tatsächlich ein Anlaß, zu testen, ob es an durchgebrannter Birne oder abgefackeltem Darlington liegt.
In meiner Kollektion fand sich als elektrisch ähnlichste (geometrisch aber größere) Lampe eine 24V/5W Sofitte von Pollin:
Daraus ergibt sich ein rechnerischer Nominal-Widerstand von Rn=Un*Un/P=115,2 Ohm
Die Messungen ergaben: Kalt : 12,2 Ohm, 24V: 174,7 mA -> 137,4 Ohm
Noch'ne Anmerkung: Miniatur-Lämpchen wirken bei gleichem Strom naturgemäß viel heller und weißer.
Das Dilemma mit unnützenden Spektralanteilen mit Unterspannung betriebener Lämpchen zur Erleuchtung einer grünen Taste, würde man mit grünen LEDs vermeiden.
MfG Kai
Nachtrag: Aus der aktuellen reichelt (Subminiatur-)Lämpchen Kollektion erscheint mir L3215 erwägenswert (14V/40mA, 32Cent). Höhere Spannungen gibt es dort nur in größeren Bauformen.
Zunächst ein paar Beispiele zu Holger's Behauptung bzw. Aktuelles aus der Lämpchen-Forschung:
Ich habe ein paar Birnen/Lämpchen aus meiner Kollektion in der Frühschicht dreifach vermessen:
1. Kalt-Widerstand mit Ohmmeter
2. Strom bei 15 V -> R (15V)
3. Strom bei 24 V (oder der Nominalspannung, falls kleiner) -> R (U_nominal)
Osram 24-30V/2W
Kalt........|15V..................|24V
29,2 Ohm |61,2 mA->245 Ohm|80,6 mA->298 Ohm
29,0 Ohm |62,9 mA->238 Ohm|82,7 mA->290 Ohm
Philips 24V/2W Bajonett
23,4 |72,7 -> 206|96,5 -> 249
23,2 |74,6 -> 201|98,0 -> 245
Philips 24V/0,08A
28,3 |61,6 -> 243,5|80,8 -> 297
Philips 24V/50mA
44,4 |42 -> 358 |54,7 -> 439
Pollin 24V/1,2W
62,4 |34 -> 441|45 -> 533
reichelt L5215 (mehr ist leider nicht mehr bekannt)
18,5 | 68,3 -> 220|
Philips 18V/0,1A
21,6 |83,2 -> 180|18V:92,5 -> 195
21,4 |84,0 -> 179|18V:93,4 -> 193
15V/0,2A
7,7 |195,5 -> 76,7
Miniatur-Lämpchen , Dia.:3,06 mm, L:6,46 mm
22,4 | 69,5 -> 216|93,5 -> 257
21,4 | 70,4 -> 213| nicht mehr auffindbar
21,2 | 74,4 -> 202|98,8 -> 243
Man sieht also, daß Holger höchstens um den Faktor 2 übertrieben hat
,der Kalt-Widerstand ist ungefähr ein Zehntel des Widerstandes bei Nominal-Spannung.
Nehmen wir mal an, daß diese Proportion auch für andere Birnen gilt, dann ergäbe das für die Akai 24V/0,25A einen R_nominell von 96 Ohm, und kalt wäre mit ca. 10 Ohm zu rechnen.
Das hätte beim Einschalten an 18,6 V über Darlingtransistoren, an denen dann >1,7V abfallen, ungünstigstenfalls einen Einschaltstrom von ca. 1,7 A zur Folge (wenn die Transistoren das könnten und nicht in einen hochohmigeren Abschnitt ihrer Ausgangskennline übergehen würden). Dafür ist das Treiber-IC LB1270 von Sanyo nicht geeignet. Also sollte man es davor schützen. Dazu dienen die Serienwiderstände. Daß gerade in dem Ausgang selbiger fehlt, in dem kein Lämpchen mehr glüht, wäre tatsächlich ein Anlaß, zu testen, ob es an durchgebrannter Birne oder abgefackeltem Darlington liegt.
In meiner Kollektion fand sich als elektrisch ähnlichste (geometrisch aber größere) Lampe eine 24V/5W Sofitte von Pollin:
Daraus ergibt sich ein rechnerischer Nominal-Widerstand von Rn=Un*Un/P=115,2 Ohm
Die Messungen ergaben: Kalt : 12,2 Ohm, 24V: 174,7 mA -> 137,4 Ohm
Noch'ne Anmerkung: Miniatur-Lämpchen wirken bei gleichem Strom naturgemäß viel heller und weißer.
Das Dilemma mit unnützenden Spektralanteilen mit Unterspannung betriebener Lämpchen zur Erleuchtung einer grünen Taste, würde man mit grünen LEDs vermeiden.
MfG Kai
Nachtrag: Aus der aktuellen reichelt (Subminiatur-)Lämpchen Kollektion erscheint mir L3215 erwägenswert (14V/40mA, 32Cent). Höhere Spannungen gibt es dort nur in größeren Bauformen.
