29.05.2018, 16:37
Er versteht es nicht, Stefan... 8| Und er hat jetzt auch seinen Dickkopf.
(Nur Spaß, Wolfgang!)
Once again:
Wenn man an eine Lautsprecherendstufe einen niederohmigen Kopfhörer anschließt, bekommt der quasi (je nach Impedanz) die gleiche Leistung zugeführt, wie ein dort angeschlossener Lautsprecher, also sagen wir maximal 2 Watt bei ganz aufgedrehtem Lautstärkesteller. Das verkraftet er aber nicht und verabschiedet sich. Gut, damit das nicht passiert, dreht man dann eben die Lautstärke nur 1/10 auf... Die Betriebsleistung für einen Kopfhörer liegt im Milliwatt-Bereich.
Doch auch im Leerlauf, also ohne NF-Signal, liegt am Kopfhörer die gleiche Störspannung an, wie am Lautsprecher. Den Kopfhörer hat man im Gegensatz zum Lautsprecher aber direkt am Ohr, deshalb hört man die Rausch- und Brummspannung fast genauso laut, als wenn man sein Ohr an den Lautsprecher legt (durch die etwas höhere Impedanz des Hörers etwas leiser)! Wenn da von "Fremdspannungsabstand" überhaupt noch die Rede sein kann, liegt selbiger irgendwo zwischen 10 und 30 dB. Ein Kopfhörer benötigt aber wie gesagt nur einen Bruchteil der Leistung eines Lautsprechers. Daher bietet sich folgende Lösung an, um diese beiden Nachteile plus die Kurzschlussgefahr für die Endstufe zu vermeiden:
Schaltet man einen Widerstand in Reihe mit dem Kopfhörer, verringert sich die Ausgangsspannung und damit die Störspannung proportional zu dessen Größe. Man kann das so weit treiben, bis man praktisch nichts mehr vom Rauschen und Brummen hört, nur ist dann auch das Nutzignal meist entsprechend (zu) leise
. In der Praxis hat sich ein Widerstand von 50-200 Ohm als korrekt erwiesen, um die entsprechende Anpassung zu erreichen.
Wenn man einen sehr hochohmigen Hörer benutzt, etwa einen HD414 der 2 kOhm-Baureihe, ist die Pegelabsenkung nicht mehr nötig; in diesem Fall schützt der Widerstand nur davor, die Ausgangspole beim Einstecken des Klinkensteckers zu verbinden. Das Gleiche gilt bei einem hochwertigen Kopfhörerverstärker, dessen Ausgänge vor Kurzschluss geschützt werden müssen.
Bei Ausgangsbuchsen, die, wie beim Report, sowohl als Lautsprecher- wie auch als Kopfhörerausgänge genutzt werden können, kann man diese Widerstände nicht, wie bei reinen KH-Anschlüssen, im Gerät einbauen. Deshalb gehören sie in den Anschlussstecker oder -Adapter.
Puh. Es ist zu warm für so viel gedankliche Arbeit!
LG Holgi
(Nur Spaß, Wolfgang!) Once again:
Wenn man an eine Lautsprecherendstufe einen niederohmigen Kopfhörer anschließt, bekommt der quasi (je nach Impedanz) die gleiche Leistung zugeführt, wie ein dort angeschlossener Lautsprecher, also sagen wir maximal 2 Watt bei ganz aufgedrehtem Lautstärkesteller. Das verkraftet er aber nicht und verabschiedet sich. Gut, damit das nicht passiert, dreht man dann eben die Lautstärke nur 1/10 auf... Die Betriebsleistung für einen Kopfhörer liegt im Milliwatt-Bereich.
Doch auch im Leerlauf, also ohne NF-Signal, liegt am Kopfhörer die gleiche Störspannung an, wie am Lautsprecher. Den Kopfhörer hat man im Gegensatz zum Lautsprecher aber direkt am Ohr, deshalb hört man die Rausch- und Brummspannung fast genauso laut, als wenn man sein Ohr an den Lautsprecher legt (durch die etwas höhere Impedanz des Hörers etwas leiser)! Wenn da von "Fremdspannungsabstand" überhaupt noch die Rede sein kann, liegt selbiger irgendwo zwischen 10 und 30 dB. Ein Kopfhörer benötigt aber wie gesagt nur einen Bruchteil der Leistung eines Lautsprechers. Daher bietet sich folgende Lösung an, um diese beiden Nachteile plus die Kurzschlussgefahr für die Endstufe zu vermeiden:
Schaltet man einen Widerstand in Reihe mit dem Kopfhörer, verringert sich die Ausgangsspannung und damit die Störspannung proportional zu dessen Größe. Man kann das so weit treiben, bis man praktisch nichts mehr vom Rauschen und Brummen hört, nur ist dann auch das Nutzignal meist entsprechend (zu) leise
. In der Praxis hat sich ein Widerstand von 50-200 Ohm als korrekt erwiesen, um die entsprechende Anpassung zu erreichen.Wenn man einen sehr hochohmigen Hörer benutzt, etwa einen HD414 der 2 kOhm-Baureihe, ist die Pegelabsenkung nicht mehr nötig; in diesem Fall schützt der Widerstand nur davor, die Ausgangspole beim Einstecken des Klinkensteckers zu verbinden. Das Gleiche gilt bei einem hochwertigen Kopfhörerverstärker, dessen Ausgänge vor Kurzschluss geschützt werden müssen.
Bei Ausgangsbuchsen, die, wie beim Report, sowohl als Lautsprecher- wie auch als Kopfhörerausgänge genutzt werden können, kann man diese Widerstände nicht, wie bei reinen KH-Anschlüssen, im Gerät einbauen. Deshalb gehören sie in den Anschlussstecker oder -Adapter.
Puh. Es ist zu warm für so viel gedankliche Arbeit!
LG Holgi
