21.02.2018, 22:04
Hansi,'index.php?page=Thread&postID=217341#post217341 schrieb:25µF/25V
125µF/16-125V (im Rep.Handbuch steht: 10µF/6V) Was ist nun richtig???
Hallo Hannes,
25 µF ist ein Wert der alten Reihe, heutzutage heißt der 22 µF/25V.
Und deine zweite Angabe kann so nicht stimmen. Und zwar gibt es bei Elkos keine "von/bis"-Spannungsangaben, wie du bestimmt schon selbst bemerkt hat. 125 µF ist ebenfalls ein unüblicher Wert. Man bekommt aber bei Pollin z.B. als Sonder- oder Restposten 120 µF/63 V (klick!). Das Bild ist falsch.
Da die Toleranzen bei Elkos ziemlich groß sind (20-50%) und auch die Konstrukteure sich auf der sicheren Seite bewegen, kannst du den ohne weiteres nehmen. Wenn du aber nicht wegen eines Bauteils 4 Euro Versandkosten zahlen möchtest und sonst nichts von Pollin brauchst, kannst du natürlich 100 und 22 µF parallelschalten.
Wenn dieser Wert überhaupt richtig ist, denn 10 µF sind ja ziemlich weit weg davon!
Welcher Elko in der Schaltung ist es denn überhaupt (C soundso)?Ach so, die Antwort auf deine Eingangsfrage lautet: nein.
Die Spannungsfestigkeit darf immer größer aber nur selten kleiner sein. Für die Kapazität gilt schon seit Jahrzehnten die Wertereihe 0,47 -1 - 2,2 - 3,3 - 4,7 - 10 - 22 - 33 - 47 - 100... und so weiter bis zu fünfstelligen Werten. Dazwischen findet man manchmal auch noch den Wert 15 (bzw. 150/1500/15000). Es ist ja so: auf Bestellung kann man bei den Bauteillieferanten fast jeden Wert bekommen, wenn große Stückzahlen abgenommen werden. Darum kommen bei manchen Geräten auch mal ungebräuchliche Werte vor (bei der Revox A77 z.B. 1600 µF/3V), die man aber Gott sei Dank auch immer durch Parallelschaltung annähernd erhalten kann. Oft kann man aber einfach, etwa bei Koppel- oder Abblockkondensatoren, ohne nachteilige Folgen die nächsthöhere Kapazität nehmen.
Noch ein paar Worte zu den Spannungsangaben: wenn in einem Gerät beispielsweise 12 Elkos mit 10 µF verbaut sind und dabei Spannungsfestigkeiten von 6, 15 und 35 Volt vorkommen, braucht dich das bei der Bestellung nicht zu kratzen! Du kannst dann einfach 12 Stück mit 35V ordern. Für die Funktion in der Schaltung und die mit diesem Kondensator vorgesehene Wirkung ist nur die Kapazitätsangabe maßgebend! Die Spannungsfestigkeit muss einfach etwas höher sein, als die an diesem Elko zu erwartende Gleichspannung. Manche Elektronik-Neulinge denken, wenn sie einen 47 µF/25 V statt des im Schaltbild angegebenen 47 µF/16V einlöten, funktioniert hinterher das Gerät nicht oder nicht wie vorgesehen. Das ist natürlich Quatsch!
Kein Kwatsch ist es jedoch, beim Einbau unbedingt auf die Polung zu achten. Ein falsch gepolter Elko wird in kürzester Zeit warm und zerknallt dann, was eine gewisse Sauerei durch das Elektrolyt mit sich bringt. :cursing:
Radiale Elkos haben auf der Oberseite meist eine sichtbare Sollbruchstelle, die sich in diesem Falle öffnet.
Gruß Holgi
